Crashtest: die gefährlichsten und ungefährlichsten Autos für Fußgänger - UPDATE mit 2017

Diskutiere Crashtest: die gefährlichsten und ungefährlichsten Autos für Fußgänger - UPDATE mit 2017 im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 03.12.2015, 14:05 Uhr: Neue Fahrzeugtypen werden von der Prüforganisation EuroNCAP regelmäßig auf ihre Sicherheit bei Unfällen überprüft. Dabei...
03.12.2015, 14:05 Uhr:
Neue Fahrzeugtypen werden von der Prüforganisation EuroNCAP regelmäßig auf ihre Sicherheit bei Unfällen überprüft. Dabei gibt es immer wieder Überraschungen, da längst nicht alle PKW und Transporter den Schutz bieten, den man von ihnen erwarten würde. In einigen Bereichen besteht aber besonders viel Nachholbedarf, weshalb wir nachfolgend einen Blick auf die Ergebnisse beim Schutz von Fußgängern werfen


Bei diesem Test von EuroNCAP werden drei verschiedene Szenarien überprüft: Kopfaufprall auf Motorhaube und Rahmen der Frontscheibe sowie Aufprall im oberen und unteren Beinbereich. Die Hersteller setzen zur Vermeidung schlimmer Folgen inzwischen verstärkt auf moderne Techniken wie aufspringende Motorhauben und externe Airbags. Dies zeigt auch langsam Wirkung, denn die besten Fahrzeuge stammen allesamt aus dem Jahr 2015. Allerdings gibt es noch viel Nachholbedarf, denn auch in diesem Jahr haben zahlreiche Autos eklatante Schwächen gezeigt. Nachfolgend die Ergebnisse in der Kategorie "Fußgänger" und der jeweils erreichte Prozentwert. Die Testergebnisse sind allerdings auch für Radfahrer und Motorradfahrer von Interesse.

Die sichersten Fahrzeuge:
  • Mazda MX-5 - 93 Prozent
  • BMW Z4 - 91 Prozent
  • Infinity Q30 - 91 Prozent
  • VW Arteon - 85 Prozent**
  • Mazda CX-3 - 84 Prozent
  • Mazda 2 - 84 Prozent
  • Subaru XV - 84 Prozent**
  • Opel Astra - 83 Prozent
  • Toyota Hilux - 83 Prozent*
  • Audi TT - 82 Prozent
  • Mercedes GLC - 82 Prozent
  • Subaru Impreza - 82 Prozent**
  • Jaguar XE - 81 Prozent
  • Citroen C4 Catus - 80 Prozent
  • Jaguar F-Pace - 80 Prozent**
  • Jaguar XF - 80 Prozent
  • Mercedes X-Klasse - 80 Prozent**
  • Mitsubishi Eclipse Cross - 80 Prozent**
  • Ford Galaxy - 79 Prozent
  • Ford S-Max- 79 Prozent
  • Hyunda i20 - 79 Prozent
  • Lexus RX - 79 Prozent
  • Nissan Micra (Sicherheitspaket) - 79 Prozent**
  • VW T-Roc - 79 Prozent**
  • Ford Mustang - 78 Prozent** (Nachprüfung)
  • Kia Stinger - 78 Prozent**
  • Mazda CX-5 - 78 Prozent**
  • Opel Insignia - 78 Prozent**
  • SJaguar E-Pace - 77 Prozent**
  • Mercedes E-Klasse - 77 Prozent*
  • Seat Arona - 77 Prozent**

Die unsichersten Fahrzeuge:
  • Citroen e-Mehari - 48 Prozent**
  • Fiat Panda Cross - 50 Prozent
  • Fiat Punto - 52 Prozent**
  • Fiat 500 - 53 Prozent**
  • Opel Vivaro - 53 Prozent
  • Renault Trafic - 53 Prozent
  • Citroen C-Elysée - 54 Prozent
  • Kia Picanto (Sicherheitspaket) - 54 Prozent**
  • Peugeot 301 - 54 Prozent
  • Dacia Logan MCV - 55 Prozent
  • DS 3 (Citroen) - 55 Prozent**
  • SsangYong Tivoli - 55 Prozent*
  • Dacia Duster - 56 Prozent**
  • Smart fortwo - 56 Prozent
  • Kia Niro - 56 Prozent*
  • Fiat Doblò - 57 Prozent**
  • Ford Ka+ - 57 Prozent**
  • VW Caddy - 58 Prozent
  • Alfa Romeo Giulietta - 59 Prozent**
  • Citroen C3 - 59 Prozent**
  • Ford C-Max - 59 Prozent**
  • Ford Grand C-Max - 59 Prozent**
  • Kia Soul - 59 Prozent
  • Kia Soul EV - 59 Prozent
  • MG 3 - 59 Prozent
  • MG ZS - 59 Prozent**
  • BMW 2er Active Tourer - 60 Prozent
  • Nissan e-NV Evalia - 60 Prozent
  • Porsche Macan - 60 Prozent
  • Renault Mégane - 60 Prozent (altes Modell)
  • Fiat Tipo - 62 Prozent*
  • Hyundai Kona - 62 Prozent**
  • Kia Rio - 62 Prozent**
  • Kia Stonic - 62 Prozent**
  • Opel Insignia - 62 Prozent**
  • Renault Koleos - 62 Prozent**
  • Opel Grandland X - 63 Prozent**
  • Toyota Yaris - 63 Prozent**
  • Citroen C3 Aircross - 64 Prozent**
  • Ford Fiesta - 64 Prozent**
  • Ford Mustang - 64 Prozent** (1. Prüfung)
  • Hyundai i30 - 64 Prozent**
  • Jeep Compass - 64 Prozent**
  • Lancia Ypsilon - 64 Prozent
  • Mini Countryman - 64 Prozent**
  • Toyota Aygo - 64 Prozent**
  • Suzuki Baleno - 65 Prozent*

In vorherigen Vergleichen haben wir bereits den Schutz von in den Kategorien "Kinder" und "Erwachsene Insassen" gegenübergestellt, wo es ebenfalls teilweise überraschende Ergebnisse gegeben hat. Ein Vergleich der "Sicherheitsunterstützung" wird noch folgen.

Update, 18.01.2017, 14:38 Uhr: Die Ende 2015 veröffentlichte Übersicht wurde jetzt um die Neuzugänge des Jahres 2016 erweitert. Die neu hinzugekommenen Fahrzeuge sind mit einem Stern gekennzeichnet. Dabei muss leider festgestellt werden, dass analog zum Schutz der Kinder auch bei den Fußgängern kaum Fortschritte festzustellen sind. Bei den sichersten Fahrzeugen gibt es nur zwei, die neu hinzugekommen ist. Und dabei kann nicht einmal die neue E-Klasse des Sicherheitspioniers Mercedes überzeugen. Bei den unsichersten Autos hingegen sind einige Neuzugänge zu verzeichnen, wobei der vielfach gelobte Kia Niro wohl die größte Überraschung ist.

Auffällig ist zudem, dass die meisten Fahrzeuge mit Werten von 65 bis 75 Prozent sehr eng beisammen liegen. Und von denen haben einige ihre Bewertung nur deshalb erreicht, weil der serienmäßige oder sogar nur optionale Notbremsassistent für zusätzliche Punkte gesorgt hat. Aktive Systeme zur Schadensbegrenzung, wie sie beispielsweise Jaguar bei einigen Modellen einsetzt, sind weiterhin Mangelware. Auf diesem Gebiet haben fast alle Hersteller großen Nachholbedarf.

Update, 05.01.2018, 15:09 Uhr: Die beiden Listen wurden jetzt durch die Testergebnisse aus dem Jahr 2017 ergänzt, die jeweils mit zwei Sternen gekennzeichnet sind. Und leider zeigt sich, dass die Hersteller beim Insassenschutz von Erwachsenen weiterhin deutliche Fortschritte machen, während analog zum kaum verbesserten Schutz von Kindern beim Fußgängerschutz noch viel Luft nach oben ist. Dementsprechend hält sich die Zahl der "sicheren" Neuzugänge in Grenzen, und einen neuen Spitzenreiter gibt es auch nicht. Die meisten der neuen Kandidaten sortieren sich am unteren Ende der Liste ein, was insgesamt einen Platz im oberen Mittelfeld bedeutet.

Bei den "unsicheren" Neuzugängen sieht es leider anders aus. Hier gibt es mit dem Citroen e-Mehari tatsächlich ein neues Schlusslicht, das man allerdings kaum jemals zu Gesicht bekommen dürfte. Anders sieht es bei weiteren Modellen der Franzosen aus, die kaum besser abschneiden, aber durchaus zahlreich auf den Straßen unterwegs sind. Das gilt auch und ganz besonders für den Fiat 500, dessen vielen Exemplaren Fußgänger besser aus dem Weg gehen. Wie am besten jedem Fiat, denn seine Brüder schneiden allesamt ähnlich schlecht ab. Hier sollte dringend von allen Herstellern nachgebessert werden. Dass sich das durchaus lohnen kann, hat der Ford Mustang bewiesen, der im ersten Test ziemlich schlecht abgeschnitten hat. Bei einer zweiten Prüfung mit einem überarbeiteten reichte es dann locker zu einer Platzierung im oberen Bereich.

Meinung des Autors: Als Fußgänger und Radfahrer gehört man zu den gefährdedsten Verkehrsteilnehmern, die Folgen bei einem Unfall mit einem Auto können verheerend sein. Da ist es gut zu wissen, dass die Autohersteller inzwischen verstärkt aktive und passive Sicherheitssysteme einbauen. Doch diese sind längst noch nicht Standard, wie unser Vergleich von Crashtest-Ergebnissen zeigt.
 
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