BMW i3 soll Elektrofahrzeuge massentauglich machen - UPDATE

Diskutiere BMW i3 soll Elektrofahrzeuge massentauglich machen - UPDATE im BMW i Forum im Bereich BMW; 16. Juli 2013 14:48 Uhr Bis vor kurzem gab es eigentlich nur zwei Sorten von Elektrofahrzeugen: Einfache Kunststoffbomber aus mehr oder weniger...
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geronimo

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16. Juli 2013 14:48 Uhr
Bis vor kurzem gab es eigentlich nur zwei Sorten von Elektrofahrzeugen: Einfache Kunststoffbomber aus mehr oder weniger dubiosen Hinterhof-Werkstätten, in denen man tunlichst nicht mal mit einem Fahrrad kollidieren sollte, oder umgebaute Serienfahrzeuge großer Hersteller, die auch ohne schwere Batterie zahlreiche überflüssige Pfunde mit sich rumschleppen. BMW will jetzt mit einem eigens entwickelten Fahrzeug die neue Messlatte im Bereich der Elektromobilität werden



Erst seit einiger Zeit gibt es Elektrofahrzeuge bekannter Hersteller, die direkt auf die Belange der Technologie hin entwickelt wurden. Exemplarisch sind Renault Zoe oder auch der Nissan Leaf. Davor waren solche Fahrzeuge allenfalls mehr oder weniger schlechte Kompromisse aus Leichtbau und vorhandener Großserientechnik. Jetzt will BMW mit dem neuen i3 zeigen, dass es bei einem entsprechend durchdachten Konzept bereits jetzt möglich ist, hohe Reichweiten, Komfort, Sicherheit und Fahrspaß unter einen Hut zu bringen. Dafür wurde das neue Elektroauto aus München von Grund auf neu entwickelt, es gab vor dem ersten Federstrich keinerlei Vorgaben in Bezug auf die technische Basis. Daher mussten bei der Konstruktion auch keine Rücksicht auf bereits vorhandene Strukturen gemacht werden, die beispielsweise den Einbauort der Akkus oder des Elektromotors vorgeben hätten.

Die Basis für den i3 bildet das sogenannte Drive-Modul, dias aus Aluminium gefertigte Grundgerüst, in dem auch der Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 22 kWh sowie der lediglich 50 kg schwere Elektromotor untergebracht sind. Dieser liefert eine Leistung von 125 kW/170 PS sowie ein maximales Drehmoment von 250 Nm, das bauartbedingt bereits ab Leerlaufzahl zur Verfügung steht. So ausgerüstet beschleunigt der i3 in sportlichen 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 60 km/h, Tempo 100 ist bereits nach 7,2 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h begrenzt, andernfalls ließen sich die Reichweiten von bis zu 200 km im Eco Pro+ Modus nicht erreichen. Die Grundkonstruktion kann auch einen zusätzliche 650 ccm Motor aufnehmen, der mit seinen 25 kW/ 34 PS als sogenannter Range Extender funktioniert und die Reichweite auf bis zu 300 km erhöht.



Auf dem Drive-Modul als Grundplatte wird das Life-Modul als Karosserie und somit Lebensraum der Insassen aufgesetzt. Dieses ist komplett aus dem sehr leichten, aber gleichzeitig extrem stabilen Verbundmaterial kohlenstoffaserverstärktem Kunststoff (CFK) aufgebaut und wurde von BMW zusammen mit dem deutschen Spezialisten SGL Carbon entwickelt. Dank des konsequenten Leichtbaus bei Basis und Fahrgastzelle konnte das Gewicht des i3 im fahrfertigen Zustand bei 1.195 kg gehalten werden. Damit ist der i3 in etwa so schwer wie ein in der Größe vergleichbarer VW Polo mit konventionellem Antrieb und nur 100 kg schwerer als ein wesentlich kleinerer VW e-up.

Die hochentwickelte Technologie hat aber ihren Preis, denn der i3 wird nach aktueller Informationslage bei rund 36.000 Euro beginnen. Dafür erhält der Kunde aber nicht nur ein für BMW-Verhältnisse relativ großzügig ausgestattetes Basismodell, sondern auch einige spezielle Zugaben obendrauf. Dazu zählt auch eine eigene Smartphone-App, die sogar den öffentlichen Nahverkehr in die Routenplanung mit einbezieht. Zudem werden bei der Routenberechnung die mögliche Reichweite, das Streckenprofil sowie besonders energiesparende Alternativstrecken und Auflademöglichkeiten unterwegs berücksichtigt. Und falls doch einmal eine längere Fahrt notwendig sein sollte, die sich mit dem i3 partout nicht bewältigen lässt, bietet BMW den i3-Fahrern Alternativfahrzeuge aus seiner Palette an.

Update, 22. Juli 2013, 14:34 Uhr: Heute hat BMW den Einstandspreis des i3 offiziell bekannt gegeben. Nach Angaben des Herstellers wird das Elektrofahrzeug in Deutschland ab 34.950 Euro in den Handel kommen. Damit liegt der Preis deutlich unter den Anfangs vermuteten 40.000 Euro, aber auch noch unterhalb der hier genannten 36.000 Euro. BMW machte allerdings noch keine Angaben zur Basisausstattung des i3, diese Informationen dürften aber sicherlich am 19. Juli veröffentlicht werden, wenn das Elektromobil zeitgleich in London, New York und Peking offiziell vorgestellt werden wird. Die Markteinführung erfolgt dann im November diesen Jahres.

Dann wird es wohl auch weitere Details zum Programm 360° Electric geben, das BMW dem i3 zur Seite stellt. Dieses basiert auf den vier Säulen Aufladen zu Hause, Aufladen an öffentlichen Ladestationen, Mobilitätssicherung sowie innovative Mobilitätskonzepte. Zu letzterem neben Wartungsdienstleistungen und Mobilitätsgarantien auch die bereits erwähnten Apps sowie das Carsharing-Angebot, das den i3-Kunden für längere Strecken konventionelle den Zugang zu "normalen" Fahrzeuge aus der Modellpalette von BMW ermöglicht.
 
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