Billige Kindersitze im Test: nur einer gut, mehr als die Hälfte mangelhaft

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geronimo

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Eigentlich heißt es: wer billig kauft, kauft zweimal. Bei Kindersitzen gilt dieser Grundsatz aber nur bedingt, denn hier kann ein Kauf durchaus so schwerwiegende Folgen haben, dass es erst gar nicht zum Kauf eines besseren Modells kommt. Das belegt ein Test von Kindersitzen für maximal 70 Euro, der teilweise erschreckende Schwächen bei den Aufpralltests oder der Schadstoffprüfung offenbarte



Vor rund eineinhalb Jahren hat ein Test das ADAC gezeigt, dass richtig teure Kindersitze nicht immer auch die besten Testergebnisse einfahren. Umgekehrt bedeutet das aber keinesfalls, dass billige Kindersitze die Aufgaben ähnlich gut erledigen. Auch das wurde vom Automobilclub nachgewiesen, der sich in einer aktuellen Untersuchung speziell auf Schutzsysteme aus den unteren Preisklassen konzentriert hat. Die zum Test angetretenen Kindersitze haben Listenpreise zwischen unter 30 bis knapp 70 Euro. In der wichtigen Kategorie Sicherheit konnte nur ein einziger Sitz mit der Note gut überzeugen, dafür erhielten aber die Hälfte der Testobjekte die schlechteste Bewertung mangelhaft. Bei der ebenfalls wichtigen Untersuchung auf Schadstoffe sieht es ein wenig besser aus, denn hier wurden nur zwei Sitze mit mangelhaft bewertet. Die Noten gut oder gar sehr gut wurden in dieser Disziplin allerdings nicht verteilt.

Bester Kindersitz im Test war der Nania Beone SP in der Klasse bis ca. 1,5 Jahre für 59 Euro, der als einziger die Note gut erreicht hat. Aus diesem Ergebnis sollten aber nicht unbedingt generelle Rückschlüsse auf die Qualitäten anderer Sitze der Marke gezogen werden, denn von drei weiteren Sitzen dieser Firma wurden zwei in Test mit mangelhaft bewertet. Etwas sicherer sind generell die Kindersitze des Spielzeugherstellers Fisher Price, die beide mit einem befriedigend abgeschnitten haben. Der FP3000 für Kinder zwischen 9 und 36 kg (1 bis 12 Jahre) war dabei mit knapp 70 Euro der teuerste im gesamten Testfeld. Für nur wenige Euro mehr lassen sich aber oftmals bereits Sitze bekommen, die in früheren Tests im Oktober 2014 oder im Mai 2015 mit gut oder gar sehr gut abgeschnitten haben, inzwischen aber zu vergünstigten Preisen als Auslaufmodell angeboten werden.

Nachfolgend die Ergebnisse im Überblick:

Bis 13 kg (0+), bis ca. 18 Monate:
  • Nania Beone SP: gut

Bis 18 kg (0/I), bis ca. 4 Jahre:
  • Nania Safety Paris: mangelhaft

9 bis 36 kg (I/II/III), ca. 1 bis 12 Jahre:

  • Nania Racer SP: befriedigend
  • Fisher Price FP300: befriedigend
  • United-Kids Alpha Deluxe: mangelhaft
  • United-Kids Kid Comfort : mangelhaft
  • United-Kids Kidstar: mangelhaft
  • Tiggo Bebehut: mangelfaht

15 bis 36 kg (II/III), ca. 4 bis 12 Jahre:
  • Fisher Price FP4000: befriedigend
  • Nania Starter SP: mangelhaft

Eine Übersicht aller Testergebnisse der vergangenen Jahre findet sich auf der Homepage des ADAC.
 
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auto-freak

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Guter Artikel, suche gerade nach einem Kindersitz für meinen Lütten. Da kommt mir der Test vom ADAC gerade recht. Bei der Vielzahl an Modellen weiß man ja sonst wirklich nicht, was man kaufen soll.
 
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Friedo

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Danke für den Link:D
 
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Jan90

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Dass Kindersitze, die bei Tests solche katastrophalen Ergebnisse zeitigen, überhaupt zum Verkauf zugelassen werden, finde ich skandalös. Schließlich kann es im Ernstfall und Leben oder Tod gehen... :(
 
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gerlinde11

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Also ich habe diese Erhöhung gekauft und ich könnte mich wirklich nicht darüber beklagen. Ich denke, viele übertreiben oft einfach viel zu schnell und viel zu viel! Die Kinder finden ihn auch recht angenehm, es hat noch nie Probleme gegeben, also wüsste ich nicht, warum ich diesen nicht noch einmal kaufen sollte...!
 
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