AutoScout24: Personalabbau bestätigt Befürchtungen nach der Übernahme durch einen Investor - UPDATE

Diskutiere AutoScout24: Personalabbau bestätigt Befürchtungen nach der Übernahme durch einen Investor - UPDATE im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 25.08.2014, 17:36 Uhr: Als die Deutsche Telekom vor knapp einem Jahr die Scout24-Holding inklusive aller Untermarken wie AutoScout24 oder...
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geronimo

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25.08.2014, 17:36 Uhr:
Als die Deutsche Telekom vor knapp einem Jahr die Scout24-Holding inklusive aller Untermarken wie AutoScout24 oder ImmobilienScout24 an einen US-amerikanischen Finanzinvestor verkauft hat, wurde ein deutliche Reduzierung der Belegschaft befürchtet. Jetzt scheint es soweit zu sein, allerdings gibt es noch keine Aussagen über die Anzahl der Betroffenen bei der Internet-Verkaufsplattform



Die satirische Internetseite Der Postillon hat erst vergangene Woche scherzhaft gemeldet, dass Lohnzahlungen Milliardenschäden für deutsche Unternehmen verursachen. Offenbar wird das bei den oftmals als Heuschrecken bezeichneten Investorengruppen aber zumeist genau so gesehen, denn in (un)schöner Regelmäßigkeit folgt auf eine Übernahme eines Unternehmens mehr oder weniger kurze Zeit später ein Stellenabbau. Dabei ist es teilweise unerheblich, ob die "McKinsey-Methode" langfristig Erfolg mit sich bringt, denn kurzfristig lassen sich auf jeden Fall Einsparungen erzielen. Befürchtungen, dass dies auch bei AutoScout24 so kommen wird, machten bereits rund um die Übernahme der kompletten Mutterfirma Scout24 durch den Investor Hellman & Friedman im vergangenen November die Runde. Der Abgang der beiden Geschäftsführer Alberto Sanz de Lama und André Stark im Juni dieses Jahres dürfte die Sorgen der Mitarbeiter noch vergrößert haben.

Dass die schlimmsten Prognosen durchaus zutreffend sind, hat sich heute bestätigt. Wie das Branchenblatt Automobilwoche heute unter Berufung auf eine Aussage von AutoScout24 berichtet, wurden "im Rahmen eines sogenannten 'Freiwilligenprogramms' ausgewählten Mitarbeitern betroffener Bereiche attraktive Angebote unterbreitet". Mit anderen Worten: derzeit werden anscheinend Abfindungen für das Verlassen des Unternehmens angeboten, die über die üblichen wenigen Monatslöhne hinausgehen. Wie "attraktiv" die angebotenen Leistungen wirklich sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

AutoScout24 teilte aber auch mit, dass einige "Veränderungen in der Organisations- und Personalstruktur notwendig" seien, um auch künftig das aktuelle Niveau von Marktanteil und Wachstum halten zu können. Die einzelnen Maßnahmen wirken sich nach Unternehmensangaben stärker auf einige Geschäftsbereiche aus als auf andere. Was das konkret bedeutet, wollte man sich aber nicht entlocken lassen. Demnach gibt es bislang auch keine Informationen, wie viele Mitarbeiter real und anteilig ihre Stelle verlieren werden. Die zwischen den Zeilen zu vermutenden Aussagen deuten aber möglicherweise auf einen Stellenabbau in größerem Umfang hin.

Update, 26.08.2014, 18:22 Uhr: Offizielle Angaben zum geplanten Stellenabbau sind von AutoScout24 nicht zu bekommen, abgesehen von den bereits getätigten Aussagen zum "Freiwilligenprogramm". Doch möglicherweise gibt es dennoch Zahlen, die die Größenordnung der geplanten Personalkürzungen verdeutlichen. Wie wir aus einer anonymen Quelle erfahren haben, sollen bei AutoScout24 rund 70 Arbeitsplätze durch die in Aussicht gestellten Abfindungen gestrichen werden. Sofern dieses Ziel nicht erreicht wird, könnte es auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Doch nicht nur der virtuelle Automarktplatz ist betroffen. Auch in anderen Bereichen der Scout24-Holding soll es zu Personalabbau kommen, explizit genannt wird der Bereich ImmobilienScout24. Am Ende könnten rund 15 Prozent aller Mitarbeiter im Gesamtunternehmen auf der Strecke bleiben. Unklar ist derzeit, wie sich die Entlassungen auf die einzelnen Unternehmensteile aufteilen.

Allerdings steht hinter diesen recht konkreten Angaben natürlich ein ganz gewaltiges Fragezeichen, denn eine Bestätigung wollte die Unternehmensgruppe bislang nicht geben. Vielmehr teilte man uns dort auf Anfrage mit, dass die Planungen zum Stellenabbau noch nicht abgeschlossen seien, weswegen man (noch) keine Zahlen nennen könne. Von unserer Seite lässt sich aber weder der Wahrheitsgehalt dieser Information noch die Korrektheit der anonym genannten Werte überprüfen, weswegen wir einfach beide Aussagen ungefiltert und natürlich völlig wertungsfrei weitergeben.
 
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Eine langfristige Strategie wäre mit Sicherheit viel sinnvoller, als nur auf kurzfristigen Profit zu schauen. Aber soweit denken die ja nicht.
 
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