Automesse in China: diese Neuheiten kommen leider nicht nach Europa

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Für viele Hersteller ist der chinesische Automarkt extrem wichtig, denn nach wie vor wachsen dort die Umsätze. Dem teilweise etwas eigenwilligen Geschmack im Reich der Mitte wird immer öfter mit speziellen Fahrzeugen Rechnung getragen. Diese Versionen wecken auch Begehrlichkeiten in anderen Märkten, doch Kunden in Deutschland und vielen anderen Ländern warten vergeblich auf die durchaus interessanten Entwicklungen



In China sind teilweise andere Fahrzeuge gefragt als in anderen Märkten. Dabei stehen vor allem Langversionen bekannter Fahrzeuge im Fokus, die dem Bedürfnis nach mehr Platz im Fond und Fahren mit Chauffeur Rechnung tragen. Doch auch spezielle Modelle, die technisch gelegentlich nicht ganz so aufwendig wie Fahrzeuge für Europa sind, werden angeboten. Inzwischen gibt es etliche Autos, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt werden, und diese würden auch hierzulande oftmals eine gute Figur machen. Das zeigt der Blick auf die derzeit laufende Peking Motor Show, auf denen etliche Neuheiten zu sehen sind, von denen wir einige kurz vorstellen:

Audi A4L:

Audi zeigt in Peking eine verlängerte Version seiner Limousine A4 der jüngsten Generation. Diese bietet mehr Platz auf der Rückbank, wobei die zusätzlichen 9 cm beim Radstand zwar spürbar sind, aber optisch kaum auffallen. Doch wer die nicht gerade üppigen Platzverhältnisse im Fond der aktuellen Version kennt, dürfte sich auch in Europa über etwas mehr Beinfreiheit freuen.



BMW X1 Langversion:

Dass Limousinen mit verlängertem Radstand angeboten werden, ist in China nur bedingt eine Neuheit. Bei BMW hat man daher nach einer anderen Lösung gesucht und dabei ein Auto gefunden, bei dem man eine Verlängerung nicht unbedingt erwarten würde: in Peking wurde das kompakte Einstiegs-SUV X1 mit zusätzlichen 12 cm Radstand vorgestellt, was die Beinfreiheit gegenüber dem Vorgänger um satte 18 cm erhöht. Gerade in einem auf den hinteren Plätzen recht engen BMW erscheint dies sinnvoll, und angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises dürfte sich dieses Fahrzeug auch bei Familien großer Beliebtheit erfreuen.



Citroen C6:

Mit dem C-Elysée haben die Franzosen bereits ein eigenes China-Modell im Angebot. Nun folgt die Mittelklasse-Limousine C6, die es in dieser Form nicht nach Europa schaffen wird. Dort wird der Markt von den Premium-Fahrzeugen von Audi, BMW und Mercedes dominiert, was für andere Hersteller kaum Platz für eigene Angebote gibt. Dabei würde Citroen mit dem C6 möglicherweise durchaus punkten können, denn dieser basiert auf einer etwas älteren Plattform, was ihn zwar nicht zum modernsten Vertreter seiner Klasse macht, dafür aber sehr günstige Preise ermöglicht. Und eine preiswerte, aber gut ausgestattete Limousine mit fast 5 m Länge dürfte in Europa möglicherweise doch genügend Käufer finden.



DS 4:

Seit einiger Zeit wird DS als eigenständige Marke vertrieben. In China bekommt die Citroen-Tochter jetzt ein eigenes Modell, das schlicht DS 4 heißt. Der Kombi bietet reichlich Chrom und ein in Handarbeit hergestelltes Cockpit. Von der Größe her ordnet er sich zwischen dem kompakten DS 3 und der Mittelklasse DS 5 ein, doch aufgrund der vergleichsweise geringen Nachfrage nach diesen Fahrzeugen bleibt der Neuling ebenfalls dem chinesischen Markt vorbehalten.
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Jaguar XF L:

Auch Jaguar ist in China eine überaus bekannte Marke. Die sportlich-luxuriösen Fahrzeuge bieten sich natürlich für eine Verlängerung an, was jetzt mit einer Langversion des XF umgesetzt wird. Dabei bietet die Limousine aus der oberen Mittelklasse aber nicht einfach nur knapp 16 cm mehr Beinfreiheit, sondern wird auch noch standesgemäß veredelt. So gibt es etwa hinten eine Sitzanlage mit Belüftung und Massage, darüber ein gewaltiges Panoramadach, dazu ein Rear-Seat-Entertainment-System in den vorderen Kopfstützen, ausklappbare Tische und auch noch eine Vierzonen-Klimaautomatik. In diesem Jaguar ist der beste Platz ganz klar nicht vorne links.
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Mazda CX-4:

Als BMW mit dem X6 auf den Markt kam, rieben sich viele verwundert die Augen: ein SUV als viertüriges Coupé, das war für vielleicht nicht das Auto, auf das die Welt gewartet hatte. Doch der Erfolg gab den Münchnern recht, inzwischen wird das Konzept vielfach kopiert, wobei selbst Skoda ein entsprechendes Fahrzeug plant. Dieses wird allerdings vorerst nur in China angeboten werden - wie auch der jetzt vorgestellte Mazda CX-4. Dieser basiert auf dem CX-3, bekommt jedoch die erwähnte abfallende Dachlinie, die für eine eigenständige Optik sorgt. Im Innenraum und bei der Technik bedient sich der CX-4 bei diversen Konzernmodellen.



Mercedes E-Klasse Langversion:

Es ist nicht das erste Mal, dass Mercedes in China eine verlängerte E-Klasse (Bild ganz oben) anbietet. Der feuchte Traum deutscher Taxi-Fahrer und ihrer Kunden stellt auf den Rücksitzen rund 14 cm Platz bereit. Ähnlich wie bei Jaguar setzt Mercedes dabei aber auch auf eine umfangreiche Verbesserung der Ausstattung auf den hinteren Plätzen. Bislang ist diese Version ebenfalls dem chinesischen Markt vorbehalten, doch immerhin dürfen sich Kunden Hoffnungen machen, dass es später auch europäische Version geben wird. Diese wird aber wohl kein Schnäppchen werden und daher für Taxis kaum in Frage kommen, denn in Deutschland und anderen Ländern wird das Fahrzeug wohl unter dem Namenszusatz Maybach vermarktet werden - bei entsprechenden Preisen.

Meinung des Autors: Auf der derzeit stattfindenden Peking Motor Show gibt es wieder zahlreiche Neuheiten zu sehen. Doch viele davon sind exklusiv für den Verkauf in China vorgesehen. Das ist in einigen Fällen überaus schade, denn so manches dieser Fahrzeuge hätte sicher auch in Europa gute Chancen. Welche der gezeigten Neuheiten wäre euer Favorit?
 
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