Auto und Recht: Änderungen im Jahr 2018 im Überblick - UPDATE

Diskutiere Auto und Recht: Änderungen im Jahr 2018 im Überblick - UPDATE im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 14.12.2017, 15:16 Uhr: In weniger als drei Wochen ist 2017 bereits Geschichte. Für Autofahrer bringt der Jahreswechsel einige Änderungen mit sich...
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geronimo

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14.12.2017, 15:16 Uhr:
In weniger als drei Wochen ist 2017 bereits Geschichte. Für Autofahrer bringt der Jahreswechsel einige Änderungen mit sich, beispielsweise bei der Hauptuntersuchung, der Kfz-Steuer und der Anschaffung von Winterreifen


Im Jahr 2018 treten einige Veränderungen rund um das Thema Auto in Kraft. Nachfolgend ein Blick auf die wichtigsten Neuerungen und Umstellungen.

  • Abgasuntersuchung (AU): Der Dieselskandal ist Schuld, dass künftig alle Autofahrer tiefer in die Tasche greifen dürfen, also auch die von Fahrzeugen mit Benzinmotor. Denn für alle Pkw ist ab 1. Januar wieder die sogenannte Endrohrmessung Pflicht, bei der die Abgaswerte direkt am Auspuff überprüft werden. Seit einigen Jahren wurde dieses Verfahren nur noch angewendet, wenn die On-Board-Diagnose (OBD) einen Fehler im Abgassystem gemeldet hat, jetzt wird sie wieder obligatorisch. Und das lassen sich die Prüforganisationen auch mit ein paar Euro extra bezahlen, die auf die bisherige Gebührt für die Hauptuntersuchung (HU) aufgeschlagen werden.

  • Winterreifen: Alle ab dem 1. Januar 2018 produzierten Winterreifen müssen über eine spezielle Kennzeichnung verfügen, damit sie den europäischen Vorschriften entsprechen. Alle Details und Übergangsfristen haben wir bereits in einem gesonderten Ratgeber zusammengefasst.

  • Notrufsystem eCall: Fahrzeuge, die nach dem 31. März 2018 mit einer neuen Typenzulassung auf dem Markt eingeführt werden, müssen zwingend mit dem sogenannten eCall-System ausgestattet sein. Dieses besteht aus einem Mobilfunkmodul und einem GPS-Empfänger, und alarmiert nach einem schwren Unfall selbsttätig die Rettungskräfte, wobei auch die exakte Position in Form von Koordinaten übermittelt wird. Neufahrzeuge mit bestehender Typengenehmigung und ältere Pkw müssen weder serienmäßig damit ausgestattet sein, noch nachgerüstet werden.

  • Kfz-Steuer: Die Kraftfahrzeugsteuer wird nach dem Verbrauch der Fahrzeuge ermittelt. Statt der bisherigen Norm NEFZ wird dabei bei allen nach dem 1. September neu angemeldeten Fahrzeugen der WLTP-Zyklus herangezogen. Dieser gibt den Verbrauch realistischer, und demnach auch höher wieder, weswegen die Steuer bei vergleichbaren Modellen in den meisten Fällen ansteigen wird.

  • Schadstoffklasse: Bereits seit dem 1. September 2017 müssen alle Fahrzeuge mit neuer Typengenehmigung die Schadstoffklasse Euro 6c beziehungsweise Euro 6d-TEMP erfüllen. Ab dem 1. September 2018 gilt das für alle Neufahrzeuge, was aufgrund der aufwendigeren Abgasreinigung zu Zusatzkosten bei der Anschaffung führen kann.

Jede Änderung erscheint für sich betrachtet sinnvoll zu sein. Dennoch gibt es Kritik, vor allem am erstgenannten Punkt. Denn die Endrohrmessung ist auch deshalb abgeschafft worden, weil sie sich als nicht besonders wirkungsvoll erweisen hat. Die Rückkehr wird daher als Lizenz zum Gelddrucken für Dekra, TÜV und Co. angesehen.

Update, 29.12.2017, 11:25 Uhr: Hier noch ein Nachtrag mit einer weiteren Änderung, die ab 1. Juli 2018 greift. Ab diesem Termin werden fast 40.000 km an Bundesstraßen, aber auch an einigen Landstraßen, in das Streckennetz der Lkw-Maut aufgenommen. Das dürfte in zahlreichen Ortschaften, die bislang als Ausweichstrecke herhalten mussten, eine deutliche Beruhigung der Verkehrslage mit sich bringen - gleichzeitig aber auch so manchen Autobahnabschnitt wesentlich stärker auslasten.

Meinung des Autors: Direkt zum Jahreswechsel beziehungsweise im Lauf des Jahres treten diverse (mehr oder weniger sinnvolle) Änderungen für Autofahrer in Kraft. Einige davon betreffen in erster Linie Neuwagenkäufer, doch am Ende haben sie alle eines gemeinsam: in der Regel kosten sie die Autobesitzer zusätzliches Geld.
 
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