Audi 100 (Rückbank-Batterie) richtig überbrücken?

Diskutiere Audi 100 (Rückbank-Batterie) richtig überbrücken? im Elektrik Forum im Bereich Technik; Hallo, Wie kann ich bei einem Audi 100, der die Batterie unter der Rückbank hat korrekt überbrücken? Normal wäre ja: -Spenderauto starten...

TB2

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Hallo,

Wie kann ich bei einem Audi 100, der die Batterie unter der Rückbank hat korrekt überbrücken? Normal wäre ja:

-Spenderauto starten
-Pluspole der Batterien verbinden
-Minuskabel an der Spenderbatterie anklemmen
-Minuskabel am Motorblock des Empfängers anklemmen
-Spenderfahrzeug mit mittleren Drehzahlen laufen lassen
-das andere Fahrzeug starten
-Starken elektrischen Verbraucher einschalten
-Minuskabel entfernen
-Pluskabel entfernen
-denVerbraucher wieder ausschalten

Aber es gibt ja keinen vernünftiges Metallteil unter der Rückbank, wo ich das Minuskabel anklemmen könnte.

Mich würde ausserdem interessieren wie es ist wenn ich so eine Energiestation verwende anstatt ein anderes Autos (Sowas in der Art: Link). Das hat ja einen an-aus Schalter. An sich müsste ich das Teil doch einfach anschliessen können und dann das Gerät anmachen, Motor starten, Gerät ausmachen, und die Kabel wieder abnehmen ohne dass Funken fliegen, oder?

Vielen Dank!
 
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MadMartin

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Moinmoin !

Der Link auf die Energiestation funktioniert nicht. Aber ich vermute, daß es sich um eine dieser "aufgemotzten Taschenlampen" handelt.

Ob die wirklich funktionieren ? Die angepriesenen 600A Startstrom kriegen die nie und nimmer hin. Da müßten dann schon Ni/Cd Akkus drin sein und das sind sie nicht. Da ist meines Wissens meist eine 17 Ah Blei/Gel Batterie drin und die schafft vielleicht 600A Kurzschlußstrom (bei 0V an der Last bzw. vollständiger Kurzschluß), aber nicht Kaltstartstrom (gemessen bei 8 (?) Volt) . Da sieht man schon die Dehnbarkeit der Marketinginformationen.

Und einen separaten Einschalter werden die ja wohl kaum für die dicken Batterieklemmkabel haben, denn ein Einschalter, der 600A auch nur kurzfristig abkann kostet deutlich mehr (70€+) als diese ganze Station (35-50€). Also werden die Batterieklemmen vermutlich nicht geschaltet und du hast das gleiche "Einschaltproblem" wie mit normalen Starthilfekabeln.
Der Schalter an dem Kasten wird wohl für Lampe und Kompressor sein.

Ich klemme Starthilfekabel bei Spender und Empfänger immer an die Batterie. Vom den vielgepriesenen Wasserstoffexplosionen beim Stromspenden liest man ja komischerweise nie was in der Presse. Gut, einmal im Jahr kann man in der IHK Zeitung nachlesen, daß sich wieder einer beim Überladen von Gabelstaplerbatterien in geschlossenen Räumen weggesprengt hat, aber wir haben keine Gabelstaplerbatterie, keinen geschlossenen Raum und schon garkeine überladene Batterie vor uns. Unsere Empfängerbatterie ist ja entladen und nicht geladen, gelle ? Bevor ich's vergesse: Beim Entladen der Spenderbatterie wird erst recht kein Wasserstoff frei.

Auch die oft gelesene Begründung "aufgrund des hohen Ladestromes ... entwickelt sich Wasserstoff" ist Unsinn. Knallgas gast aus Batterien erst dann aus, wenn sie überladen sind. Und das dauert bei einer leeren Batterie doch etwas länger. Auch mit 100+ A Ladestrom. Zumal ja die Spenderbatterie diese 100+ A Ladestrom garnicht so fürchterlich lange bereitstellen kann.

Wenn Knallgas entsteht, dann ist das in der Regel auch kein Problem, weil der Wasserstoff so schnell wegdiffundiert, daß eine große Explosionsgefahr nicht gegeben ist. Da gab es mal eine interessante Versuchsreihe der Nasa mit In-Brand-Schiessen von ganzen Tankwaggons voll gasförmigem Wasserstoff. Reichlich unspektakulär. Brennt mit einer riesen Flamme ab, aber von Explosion keine Spur. Taugt also eher zum Erschrecken, wenn man das nicht in einem geschlossenen Raum, also ohne Verdämmwirkung, macht.

Denkbare Gefahr: Die Empfängerbatterie hat kaputte Zellen und die anderen Zellen kochen dann beim Starthilfeversuch hoch und gasen u.U., weil Ihre Ladespannung heftig überschritten wird. Hat jemand das schonmal erlebt und/oder kann Referenzen angeben ? Bis dahin glaube ich nicht daran.

TB2, klemm' die Kabel also von Batterie zu Batterie und gut ist.
Oder klemm das Massekabel an den Motorblock vom Spender, wenn Du glaubst, daß das was hilft.
Mit der Reihenfolge vom Anklemmen der Plus- und Minuskabel wird meines Erachtens auch nur besonderes Fachwissen vorgegaukelt. Der Stromkreis ist erst geschlossen, wenn Plus und Minuskabel angeklemmt sind. Wo also ist der Vorteil, wenn man da eine bestimmte Reihenfolge beim Anklemmen einhält ?

MfG
Martin
 

TB2

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Der Link auf die Energiestation funktioniert nicht. Aber ich vermute, daß es sich um eine dieser "aufgemotzten Taschenlampen" handelt.
So kann man es wohl nennen. Ich hab das Ding ausprobiert, und bei kleineren Motoren funktioniert es wahrscheinlich. beim 2.3l 5-Zylinder vom Audi drehte es ein Stück zu langsam, vielleicht so mit 2/3 normaler Geschwindigkeit. Hab das Bild mal hochgeladen, der Link sollte gehen: Link

Und einen separaten Einschalter werden die ja wohl kaum für die dicken Batterieklemmkabel haben, denn ein Einschalter, der 600A auch nur kurzfristig abkann kostet deutlich mehr (70€+) als diese ganze Station (35-50€).
Versteh ich nicht. Also ein Schalter der einfach nur "Verbindung" oder "Nicht-Verbindung" bewirkt muss spezieller Natur sein? Wegen dem Moment in dem die Verbindung gerade gelöst bez. hergestellt wird und nur ein kleiner Teil des Schalter die Verbindung überbrückt, oder wieso?

Wasserstoff ... Brennt mit einer riesen Flamme ab, aber von Explosion keine Spur. Taugt also eher zum Erschrecken, wenn man das nicht in einem geschlossenen Raum, also ohne Verdämmwirkung, macht.
Würde das also bei einer Batterie passieren während man sich über sie beugt würde das einem vielleicht die Haare ankokeln und das Gesicht versengen, aber nicht esplodieren? So in dem Sinne?

Mit der Reihenfolge vom Anklemmen der Plus- und Minuskabel wird meines Erachtens auch nur besonderes Fachwissen vorgegaukelt. Der Stromkreis ist erst geschlossen, wenn Plus und Minuskabel angeklemmt sind. Wo also ist der Vorteil, wenn man da eine bestimmte Reihenfolge beim Anklemmen einhält ?
Also die Reihenfolge macht durchaus Sinn, aber halt eben nur dann, wenn man die Sache mit dem Motorblock-Minus beachtet. Das ist ja der Sinn, dass man den Stromkreis entfernt von der Batterie schliesst, also eben beim Motorblock mit dem Minuskabel.
 

Patrick B.

-/-
Moderator
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An die Rückbank mußt Du zum Starthilfe geben nicht dran.
Der Audi hat im Motorraum einen "Fremdstartpunkt"
Müßte am rechten oder linken Federbeindom sein, weiß es nicht mehr genau.
Da das Plus-Kabel dran, und Minus an den Motor und starten.

Von diesen preiswerten "Powerpacks" halte ich nicht viel, entweder was richtiges, kostet dann aber teuer Geld, oder garnichts.

Mfg Patrick
 

TB2

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Ah ha! so ist das also, das muss man auch erst mal wissen ;)

Danke!
 

MadMartin

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Moinmoin !
Mit dem Fremdstartpunkt hab ich auch noch was gelernt. Danke, Patrick !

@TB2:
wegen: Haare versengen an der Batterie:
Nein, das wird nie passieren, denn bei der Spenderbatterie entsteht wie gesagt kein Wasserstoff.
Wenn (Zauberei oder ähnliches) doch Wasserstoff vorhanden wäre, dann wäre das mit dem Haareversengen eventuell richtig.

Aber die mögicherweise erzeugbaren Wasserstoffmengen beim Gasen einer Batterie sind lächerlich. <Taschenrechner greif>
Bringen wir mal eine Batterie bei 100A Ladestrom zum Gasen:
H2O -> H2 + O | braucht n=2 Elektronen pro H2-Molekül
100 A = 100 C/s | x 1 Sekunde
100 A x 1 s = 100 C => Ladung Q, die in einer Sekunde zum Erzeugen von Knallgas zur Verfügung steht.


nH2 = Q/(n*F) = 100 C / (2*96485 C/mol) = 0,000518 mol. => Entstehende Wasserstoffmenge in 1 Sekunde bei 100 A Gasungstrom

Derselbe Strom fließt aber durch 6 in Reihe geschaltete Batteriezellen -> es entsteht die 6fache Gasmenge:
nH2' = 6x nH2 = 6x 0,000518 mol = 0,003109 mol.

Super. Aber wieviel ist denn das nun in verständlichen Größen ? Ein Mol Gas nimmt bei Raumtemperatur und Standarddruck auf Meereshöhe etwa Vm = 22,4 L ein.
V = Vm x n = 22,4L x 0,003109 mol = 69,7 mL.

Wer kennt das Schulexperiment, bei dem ein Reagenzglas (etwa 20 mL) vom Lehrer mit Wasserstoff gefüllt wird, der dann zur Verpuffung gebracht wird ?
Die gasende Batterie erzeugt ca. 3x soviel Wasserstoff pro Sekunde.
Nun erinnert man sich aber auch dran, daß der Lehrer den Wasserstoff sorgfältig im umgedrehten Reagenzglas sammeln mußte, um ihn überhaupt entzünden zu können.

Schlußfolgerung: Solange man den Wasserstoff aus der Batterie nicht gezielt sammelt, hat man keine Chance, eine brand- oder explosionsfähige Menge zusammenzubekommen.

MfG
Martin
 

MadMartin

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So kann man es wohl nennen. Ich hab das Ding ausprobiert, und bei kleineren Motoren funktioniert es wahrscheinlich. beim 2.3l 5-Zylinder vom Audi drehte es ein Stück zu langsam, vielleicht so mit 2/3 normaler Geschwindigkeit.
Na gut zu wissen, daß die Dinger tatsächlich wie erwartet Müll sind ;)

Versteh ich nicht. Also ein Schalter der einfach nur "Verbindung" oder "Nicht-Verbindung" bewirkt muss spezieller Natur sein?
Es kommt auf den sogenannten Übergangswiderstand an.
Je nachdem wie groß und wie gut die Kontaktflächen im Schalter sind, entsteht dort ein Widerstand.
Der behindert den Stromfluß. Außerdem erwärmt sich die Trennstelle. Die Erwärmung ist proportional zum Quadrat des fließenden Stromes. Also: Strom verdoppeln, vierfache Abwärme. Bei mehreren 100 A, die der Schalter schalten müßte verwandeln sich alle kleinen Kippschalter mit einem kleinen "Puff" in eine lustige Schmelzmasse aus Plastik und Metallresten.

Übliche Kippschalter an Geräten (so wie in der Energiestation montiert) können bis maximal 20A ab.
Für größere Ströme sehen fast alle Schalter so oder so ähnlich aus: http://www.block-und-log.de/bordelektrik/hauptschalterverteiler/batterietrennschalter.html
Und sowas ist an der Energiestation halt nicht dran.

Man kann es auch anders sehen: Durchschnittliche Kippschalter für so 12 oder 20 A haben einen Übergangswiderstand von ca. 0,015 .. 0,020 Ohm. Das ist ein Wert, den ich schon öfter in Datenblättern gesehen habe. Und nun, Witz-komm-raus, wieviel Spannung verliere ich an so einem Schalter, wenn durch ihn so sagen wir mal 200 A Startstrom fließen sollen ?
Spannung am Schalter: 200A x 0,015 Ohm (ein eher besserer Schalter) = 3 Volt.
Reststspannung für den Starter: 12 V - 3 V = 9 Volt

Und mit 9 Volt wird ich nicht mehr so dolle gestartet ;( Das hast du ja so ähnlich selbst erlebt, auch wenn der Schalter in dem Fall nicht der Schuldige war.

Außerdem muß der Schalter 200 A x 3 V = 600 W elektrischer Leistung als Abwärme loswerden. Mit 600 W "Heizleistung" sind die winzigen Metallkontakte in jedem Wippschalter schon nach tausendstel Sekunden rotglühend und ganz kurz drauf verwandeln sie sich in besagte Schmelzmasse :D

Das heißt aber im Umkehrschluß: Wenn so ein Schalter im Stromkreis montiert ist, dann kann man vergessen, da große Ströme draus zu ziehen, weil der Schalter zum strombegrenzenden Element wird :(

Würde das also bei einer Batterie passieren während man sich über sie beugt würde das einem vielleicht die Haare ankokeln und das Gesicht versengen, aber nicht esplodieren?
Vermutlich nichtmal das, siehe Beitrag obendrüber.

Das ist ja der Sinn, dass man den Stromkreis entfernt von der Batterie schliesst, also eben beim Motorblock mit dem Minuskabel.
Genau diesen "Sinn" halte ich für ein Märchen.

MfG
Martin
 

TB2

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Guute Erklärungen, danke, alles klar nun ;)

Genau diesen "Sinn" halte ich für ein Märchen.

Ja, also eben, geht man davon aus dass die entstehenden Funken etwas entzünden können, dann macht es ja logisch geschlossen Sinn dafür zu sorgen, dass diese Funken beim Motor entstehen und nicht bei der Batterie... ;) Aber da es wohl mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit nichts zu entzünden gibt, kommt es nicht darauf an.
 
Thema:

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