Android Auto: Audi, BMW, Mercedes und der Datenschutz

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Mit Android Auto lassen sich Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem von Google mit einem Fahrzeug koppeln. Einerseits können so Funktionen und Fähigkeiten des Mobiltelefons im Auto genutzt werden, anderseits greift das Telefon aber auch auf Fahrzeugdaten zu. Die Bedenken der deutschen Premium-Hersteller in Bezug auf den Umgang mit den so ermittelten Daten sind unterschiedlich ausgeprägt. Am konsequentesten gibt sich dabei BMW



Als einer der ersten deutschen Autohersteller hat sich Audi der Open Automotive Alliance (OAA) von Google angeschlossen, die über den Standard Android Auto die Verbindung eines Smartphone mit den fahrzeugeigenen Infotainment-System ermöglicht. Wie üblich stellt Google die Software kostenfrei bereit, doch im Gegenzug sammelt das Unternehmen reichlich Daten der Nutzer. Wobei längst nicht klar ist, welche Daten gesammelt werden und was mit ihnen geschieht. Bei Audi will man aber die Sammelwut der Amerikaner aber zumindest eingeschränkt haben, wie Audi-Chef Rupert Stadler betont: "Wir haben mit Google abgemacht: Es gibt ein paar Daten, die wir gegenseitig austauschen. Es gibt aber auch andere Daten, die Google von uns nie bekommen wird. Das war die Grundbedingung für die Zusammenarbeit, und das hat Google respektiert". Weitere Informationen wollte Stadler allerdings nicht machen, weshalb die Audi-Kunden weiterhin nicht transparent darüber informiert werden, was mit welchen ihrer Daten gemacht wird.

Ähnlich schwammig klingen auch die Aussagen von Mercedes, dem jüngsten Mitglied der OAA. Die Erklärungen eines Unternehmenssprechers tragen dann auch eher zur Verwirrung bei, als dass sie tatsächlich Aufklärung über den Umgang mit persönlichen Daten liefern: "Wir glauben, dass Google für die Integration von Smartphones beispielsweise nicht auf die Daten der Tankfüllung zugreifen und auch nicht über das Auto die GPS-Daten abfragen muss, wenn der Fahrer diese ohnehin schon mit seinem Smartphone übermittelt, das er mit dem Auto verbindet.". Welche Daten aber tatsächlich abgefragt und übermittelt werden, und was mit ihnen geschieht, bleibt auch bei Mercedes im Dunkeln.

Dass die mangelnde Informationsveröffentlichung aber eher bei Google als bei den Autoherstellern liegt, verdeutlicht die Haltung von BMW, wo man einer Kooperation mit Android eine Absage erteilt hat. "Wir haben uns intensiv mit Google beschäftigt und sind nicht bereit, die Daten unserer Kunden zur Verfügung zu stellen", sagte dazu BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich. Seine Ergänzung verdeutlicht, dass offenbar auch die Geschäftspartner von Google über die genauen Modalitäten im Unklaren gelassen werden: "Eine Geschäftsgrundlage mit Firmen, die Daten verwenden, ohne die genaue Nutzung zu beschreiben, ist für uns nicht möglich".

Audi und Mercedes machen das Spiel von Google mit, bei BMW verweigert man sich. Ob man sich damit einen Gefallen tut, steht auf einem anderen Blatt, denn viele Kunden werden die Systeme trotz Bedenken beim Datenschutz verlangen - und bei der Konkurrenz werden sie fündig. Doch bei BMW wird es ganz sicher alternative Systeme wie MirrorLink geben, mit denen ein Smartphone gekoppelt werden kann. Es bleibt aber abzuwarten, welche Informationen es dort zum Thema Datenschutz gibt.
(Mit Material von: Automobilwoche)​


Meinung des Autors: Android Auto bietet viele mehr oder weniger sinnvolle Funktionen, doch Datenschutz findet eher nicht statt. Bei BMW hat man daraus im Gegensatz zu Audi und BMW Konsequenzen gezogen. Findet ihr das richtig und gut?
 
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G

Gast

Guest
Mein Dank gilt BMW für die Umsicht, an der es der Masse bereits fehlt! Ein System, was mit Google kooperiert, ist ein No-Go für mich!
 
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