Amerikanische Fahrzeuge

Diskutiere Amerikanische Fahrzeuge im TÜV-Fragen Forum im Bereich AutoExtrem; Vor einiger Zeit habe ich Fahrzeug aus den USA nach Deutschland importiert. Das Fahrzeug wurde teilweise umgerüstet und ist dann per Einzelabnahme...
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Xtreme-Powerrider

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Vor einiger Zeit habe ich Fahrzeug aus den USA nach Deutschland importiert. Das Fahrzeug wurde teilweise umgerüstet und ist dann per Einzelabnahme abgenommen worden. Das ist jetzt ein paar Jahre her. Frage: Werden die Anbauteile, die sich auf den Fahrzeug befinden, irgendwie dokumentiert und wird die Akt eine gewisse Zeit lang verwahrt, um später feststellen zu können, wie das Fahrzeug genau ausgesehen hat und welche Anbauteile vorhanden waren bei der Einzelabnahme?

Mich beschäftigt nämlich die Frage, warum Felgen, für die kein Festigkeitsgutachten besteht und für ungeprüfte Anbauteile (Hutze, Frontschütze, ect.), über die Einzelabnahme beim Import abgenommen werden. Wenn man aber später diese nachrüstet, es Probleme bei der Eintragung gibt bzw. es wohl nicht so ganz legal zu sein scheint.

Bei deutschen Fahrzeugen werden Felgen nur eingetragen, wenn man deren Festigkeit nachgewiesen hat oder diese eine Zulassung für das Fahrzeug haben. Bei amerikanischen Fahrzeugen gibt es aber keine Felgen, die diese Voraussetzungen erfüllen. Die Frage ist, ob jemanden jemals auffallen KÖNNTE, wenn man das Fahrzeug verändert. Ich gehe nämlich davon aus, dass keine Unterlagen bei der Einzelabnahme verwahrt werden und es daher nicht mehr nachvollziehbar ist, ob ein Fahrzeug nun die oder die Felge beim Import draufgeschraubt hatte. Bewegt man sich da in einer rechtlichen Grauzone oder ist das ganze lückenlos geregelt und ich übersehe etwas essenzielles?

Ich habe hier Felgen für das Fahrzeug vorliegen, die in den USA auf dieses Fahrzeug angebracht werden können. Es ist aber unmöglich an Festigkeitsgutachten zu kommen, da keine existieren. Selbst ein Gutachten erstellen zu lassen, kommt in Betracht. Wenn ich also solche Felgen auf mein deutsches Fahrzeug anbringen würde, kann ich mir sicher sein, dass ich bei der nächsten HU Probleme bekommen würde. Dann müsste es bei dem amerikanischen Fahrzeug auch so sein, aber ich hätte genausogut das Fahrzeug mit diesen Felgen importieren können und dann wären sie auch abgenommen worden. Das scheint widersprüchlich zu sein.

Meine zweite Frage ist: Mir hat ein Bekannter erzählt, dass er einen Prüfer kennt, der sich mit amerikanischen Fahrzeugen auskennt und die Felgen eintragen würde. Die Felgen sind nämlich 1" größer als die, die momentan im Fahrzeugschein eingetragen sind. Im Fahrzeugschein würden dann zwar neue zulässige Maße stehen, aber trotzdem würden die Felgen keine KBA-Nummer oder ähnliches haben, sodass ich mich frage, ob das so seine Richtigkeit haben kann. Bei dem deutschen Fahrzeug kann ich ja auch dieselbe Rädergröße haben. Wenn sie aber nicht original sind oder eine KBA-Nummer haben, nach welcher die Felgen auch für das Fahrzeug zugelassen sind, liegt keine Zulässigkeit vor. Bei der Einzelabnahme wurde aber auch nicht geschaut, um was für Felgen es sich bei der Eintragung handelt, sondern nur die Größe eingetragen. Kann das also zulässig sein?
 
Mopped

Mopped

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Zum Gutachten/Abnahme, diese sind alle hinterlegt, auf ewig glaube ich.
 
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Xtreme-Powerrider

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Was ist der Inhalt der Dokumentation? Sind Fotos vorhanden? Schließlich weiß kaum ein Prüfer was am Fahrzeug Original ist und was nachträglich in den USA verbaut wurde, aber trotzdem zulässig ist.
 
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rubberduck0_1

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Hallo,


auch der TÜV wird mittlerweile digitale Medien wie eine Digitalkamera nutzen!


Aber zu Felgen und KBA-Nummer:

Eine KBA-Nummer wird sich nur auf Felgen finden, wofür es eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) gibt bzw diese beantragt wurde! Ist auf auf einer Felge keine KBA-Nummer vorhanden, so hat diese Felge einfach keine ABE bzw wurde diese nicht beantragt. Das bedeutet aber nicht, daß sie über keinerlei Gutachten verfügt. Im Regelfall wird dann ein Teilegutachten vorhanden sein, was gleichen Wert hat.
Allerdings ist bei einem Teilegutachten immer eine Eintragung erforderlich, was bei einer ABE entbehrlich sein kann, aber nicht muß (das "Kleingedruckte" lesen!).


Gruss.
 
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Windschatten

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Hallo,


auch der TÜV wird mittlerweile digitale Medien wie eine Digitalkamera nutzen!


Aber zu Felgen und KBA-Nummer:

Eine KBA-Nummer wird sich nur auf Felgen finden, wofür es eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) gibt bzw diese beantragt wurde! Ist auf auf einer Felge keine KBA-Nummer vorhanden, so hat diese Felge einfach keine ABE bzw wurde diese nicht beantragt. Das bedeutet aber nicht, daß sie über keinerlei Gutachten verfügt. Im Regelfall wird dann ein Teilegutachten vorhanden sein, was gleichen Wert hat.
Allerdings ist bei einem Teilegutachten immer eine Eintragung erforderlich, was bei einer ABE entbehrlich sein kann, aber nicht muß (das "Kleingedruckte" lesen!).


Gruss.
Ja, ich denke auch, dass der TÜF so Fortschrittlich ist.... :)


Ich wusste gar nicht, das Felgen eine Betriebserlaubnis haben müssen....

Naja, schon klar, dass alles ne Erlaubnis braucht, aber was könnte denn an Felgen sein, das sie nicht Betriebstauglich macht?
 
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Windschatten

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Oh, das ist ja übel.
Ich sehe ein, dass auch Felgen auf jeden Fall geprüft werden müssen!!!!
 
TheBoxer

TheBoxer

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ich habe mal nen Monat beim Tüv im Büro gearbeitet, Dispo der Prüfungen von Öl und Druckluftbehältern. Da waren zwar einheitlich eine EDV und entsprechend ausgerüstete Labtops für die Prüfer eingeführt, jedoch haben die Prüfer sich einen Dreck um die Dokumentation geschert (Neumodisches Zeug, nur mehr Arbeit) und die 50 Jahre alten Mappen aus dem Hängeschrank holen lassen - um diese nach dem Prüftermin auf den Tisch / Boden zu werfen... (das wohl noch vor drei Jahren so nach Aussage eines Ex-Kollegen der dort fest "gearbeitet" hat)

Bei einer meiner Fahrzeugprüfungen war es den Tüvmitarbeitern zu viel, eine KBA Nummer von (Werks-)Alufelgen zu ziehen, als das Herstelleremlem gegen eine blanke Narbenabdeckung getauscht wurde. Kompetenz habe ich immer wieder beim DEKRA erfahren, nie beim Tüv. Beim Dekra wurde mir auch gegen nen kleinen Schein für die Kaffeekasse mit der Dokumentation für die Eintragung der Alufelgen geholfen, die in Verbindung mit dem Fahrwerk leider nur vom Tüv gemacht werden durfte. Beim Dekra wurde aber ein kompletter Fahrwerkstest inkl. Spreizung- ect durchgeführt, bei der Eingtragungsprüfung beim Tüv ist man auf den Holzbock gefahren..

Also mein Tip wäre im Zweifelsfall einfach mal bei euch vor Ort schauen ob man dazu kompetente Hilfe bekommt damit man dann die Tüv-konforme Dokumentation (Freigabe, Gutachten ect.) zur Hand hat.
 
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rubberduck0_1

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(...) Beim Dekra wurde mir auch gegen nen kleinen Schein für die Kaffeekasse mit der Dokumentation für die Eintragung der Alufelgen geholfen, die in Verbindung mit dem Fahrwerk leider nur vom Tüv gemacht werden durfte. (...)
Den Schein für die Kaffeekasse kann man wohlwollend noch als "Vorteilnahme im Amt" verbuchen - auch nicht Toll. Mit der dann verbundenen Eintragung, die nicht hätte vom Dekra getätigt werden dürfen (ich denke keine ausreichenden Befugnisse: nur 19.3 StVZO, nicht §19.2StVZO i.Verbdg m. §21StZVO), wie du es sagst, hätte von dem Prüfingenieur garnicht durchgeführt werden dürfen.
Im Klartext: Der "Schein in die Kaffeekaase" ist eine mindestens genannte Vorteilnahme, wenn nicht sogar eine Bestechung, die von dem DEKRA Prüfingenieur angenommen wurde und er dann eine Eintragung tätigte, die mit seinen Befugnissen nicht vereinbar waren: Er durfte sowas nicht eintragen!
Das sind zwei Tatbestände, wo sich bestimmt gerne ein Staatsanwalt mit beschäftigt (Bestechung/Vorteilnahme im Amt) oder/und der BMVBS (Befugnisüberschreitung)!
 
TheBoxer

TheBoxer

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auch wenn älter, Nein, der Dekra hat keine Eintragung ect vorgenommen da es ja nicht gesetzl. erlaubt war..
Jedoch hat der Prüfer mir im Internet gezeigt, wo man die Eintragungs-relevanten Daten findet (Herstellerseite / Freigabe ABE) und mir die freundlicher weise sogar noch ausgedruckt. Dafür darf man sich gerne bedanken, schau dir doch mal unsere Politik, Industrie und Polizisten selbst an was dort ganz normal gang und gebe ist. Eine Hand wäscht die andere - und einigen Leuten fällt es eben leichter Helfen und Hilfe anzunehmen, genauo wie einen Dank zu Honorieren.

Wo Neid, Geiz, Rücksichtslosigkeit regieren - dort ist auch Unzufriedenheit nicht weit und es wird gerne gedroht. Zu deutsch: Ball flach halten und wenn man schon mit hochtrabenden Anschuldigungen wie Bestechung und anderen Straftaten kommt, sollte man auch genau lesen können. Dies ist insbesondere bei der klärung der Rechtslage unabdingbar.
 
Carstylerz

Carstylerz

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US-Fahrzeuge und der TÜV,
das leidige Thema womiut sich jeder Freund von US-Cars rumärgern kann und muß. Ich hatte mir vor Jahren einen Chevy Blazer K5 umgebaut, was man so halt macht, höherlegung des Bodys, 3" Rancho-Fahrwerk und die Bereifung 33x12,5. Die Felgen die ich benutzte waren von der Fa. Mangels und mußten natürlich eingetragen werden. Damals erfuhr ich, das ich ein Festigkeitsgutachten bzw. ein Traglastgutachten der Felge benötige. Dies bekam ich nach mehreren Wochen von der Herstellerfirma. Zwischenzeitlich besorgte ich mir über entsprechende Foren eine Kopie eines Fahrzeugbriefes eines gleichen Fahrzeuges mit der selben Rad-Reifenkombination. Damit fuhr ich dann zum TÜV und bekam die Felgen/Reifenkombination auch problemlos gegen Gebühr (Einzelabnahme) eingetragen.

Da ich auch weiterhin ab und an mit US-Cars zu tun habe, machte ich bisher die Erfahrung, das es auch viel auf den Prüfer ankommt, was eigetragen wird und was nicht. Es liegt einiges im Ermessensspielraum des Prüfers (Aussage eines Prüfers)

Gruß
Mike
 
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Manuel_GT

Manuel_GT

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Ich möchte mir demnächst nen Mustang 4.6L V8 Bj. 1999 beim Händler holen, er hat US Papiere und wurde in D verzollt.
Hat der Wagen automatisch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung wegen Verzollung? Abgasgutachten müsste für diesen Typ Mustang eigtl. schon vorliegen, oder?

Wird sonst noch etwas an Papieren benötigt zwecks TÜV?
 
Carstylerz

Carstylerz

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Hallo Manuel,

das kommt auf Deinen Händler an. Die meisten haben diese beim Verkauf schon dabei, wenn nicht, keine Angst, es ist kein großes Ding diese selbst zu besorgen.
Da Du Dir ´nen gebrauchten holen willst, hast Du schonmal die Fahrzeug ID gecheckt ??? Nicht das Du irgendwann das große Wunder erlebst und plötzlich Bilder von Deinem Fahrzeug siehst, auf denen er etwas zerknittert ist.
Wir haben hier gerade akkut einen Fall. Mittlerweile ´ne zwielichtige Sache. Wir haben bereits Kontakt mit Kunden die auch an dem Fahrzeug Interesse hatten, die hörten alleine schon zwei Storys wegen dem Verkauf. Die fanden aber auch Bilder (aus den USA) auf dem der Wagen einen Seitenschaden in Höhe von 15000 US $ hatte. Der Händler meinte nur, das Internet lügt, nur komisch das bei "Carfax" und ähnlichen Seiten, man die Fahrgestellnummer auf der Frontzscheiobe erkennen kann, die wird nämlich extra darauf geschrieben ;-)

Bei weiteren Fragen....PN oder Mail reicht

Gruß
MIke
 
Carstylerz

Carstylerz

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Nun ist es ja schoin eine Weile her, aber es hat sich in der ganzen Sache etwas zum Guten des Besitzers getan. Nachdem wir dem Fahrzeug im Inneren SMD-Led´s mit Farbwechsel und Touchscreen-Fernbedienung sowie eine neue Soundanlage (Doppel-Din Radio von Pioneer und Lautsprechersystem von Monacor) verbauen sollten, stellten wir fest, das auf der rechten Seite der komplette Rahmen (auchz B-Säule) geriochtet wurden und verspachtelt, also irgendwie reiner Pfusch. Wir machten natürlich jede Menge Bilder. Nach ein paar Schreiben des Rechtsanwaltes gab der Verkäufer letztendlich nach und bot an, 4000 Euro zurück zu zahlen. Der neue Besitzer nahm das Angebot an und soweit ist erstmal alles einigermaßen gut verlaufen.

Man sieht also, nicht gleich, wenn einem ein Fahrzeug gefällt, drauf los und kaufen. Erstmal in Ruhe alles prüfen. Ich kann Euch mehrfach bestätigen, sobald einer Probleme hat Euch die VIN vom Fahrzeug zu geben, ist irgendetwas faul.
 
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