Alternative Antriebe, Tesla und Messepreise: die Flops der IAA

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geronimo

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Als Besucher der IAA bekommt man viele Autos zu sehen, unter denen sich auch der ein oder andere Zukunftstraum in Form einer Studie befindet.Doch manchmal fallen einem auch die Dinge ins Auge, die man nicht sieht. Und davon gab es auf der diesjährigen "Internationalen Automobil-Ausstallung" durchaus einiges. Sofern man sich das Vergnügen eines Messebesuchs überhaupt leisten möchte


Auf der IAA 2013 waren umweltfreundliche Technologien wie Hybrid und Elektroantrieb der große Brennpunkt fast aller Hersteller. Unzählige neue Modelle und Projekte wurden vorgestellt oder angekündigt, einiges davon war sogar auf der Messe zu sehen und auch zu testen. Zwei Jahre später ist davon (fast) nichts mehr zu merken. Es gibt nur einige wenige Neuvorstellungen wie den von uns bereits gefahrenen VW Passat GTE oder den kommenden Toyota Prius, dazu bereits erhältliche Fahrzeuge sowie "Sonderlinge" wie den Hyundai iX35 Fuel Cell oder den Toyota Mirai, die beide mit Brennstoffzellen ausgestattet sind. Zudem sind natürlich noch einige Studien zu sehen, darunter ein elektrischer Porsche, der irgendwann auch Realität werden soll. Alles in allem war das gezeigte Angebot aber zum einen eher dürftig, und zum anderen auf den Messeständen teilweise wenig auffallend präsentiert. Dabei bieten diese Konzepte die Möglichkeit, sparsamer und teilweise gänzlich ohne (direkten) Ausstoß von Schadstoffen fahren zu können. Wie wichtig ein solcher Fortschritt ist, hat sich erst jüngst gezeigt, als bekannt geworden ist, dass VW beim Schadstoffausstoß manipuliert hat und Grenzwerte im realen Fahrbetrieb teilweise deutlich überschritten wurden.

Zu den wenigen Herstellern, bei denen die Nutzung alternativer Antriebe zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren elementarer Bestandteil der Geschäftsphilosophie ist, gehört Tesla aus Kalifornien. Die Amerikaner fertigen ausschließlich Elektrofahrzeuge, doch das auf der Messe zu sehende Model S ist, trotz zahlreicher Nach- und vor allem Verbesserungen in den vergangenen zwei Jahren, inzwischen schon ein alter Bekannter. Frischen Wind verspricht das neue SUV Model X, von dem erste Serienfahrzeuge am 29. September - also zwei Tage nach Beendigung der IAA - an Kunden ausgeliefert werden. Dass angesichts dieses Terminplans kein Fahrzeug den Weg nach Frankfurt gefunden hat, ist mehr als traurig. Viele Besucher auf dem stets gut besuchten Tesla-Stand äußerten darüber ihr Unverständnis, einige waren sogar hauptsächlich wegen der Aussicht auf den neuen und lang ersehnten Geländewagen gekommen. Hier hat das junge Unternehmen eindeutig eine riesige Chance verspielt, den kritischen aber durchaus begeisterungsfähigen europäischen Messebesuchern zu zeigen, dass man nicht auf der Stelle tritt und was man inzwischen drauf hat.

Und an Publikum gibt es reichlich, denn bis zum vergangenen Sonntag nachmittag strömten bereits über 350.000 Besucher auf das Messegelände. Davon kamen alleine 99.700 am Samstag, was laut den Berichten diverser Aussteller vor allem in den besonders gut besuchten Hallen wahrlich kein Vergnügen gewesen sein soll. Nicht wenige Besucher dürften sich dabei (wieder einmal) über die Preise auf der Messe geärgert haben. Während sich die Eintrittspreise mit Beträgen von maximal 16 Euro an den Publikumstagen in Grenzen halten, wird bei den Nebenkosten ordentlich zugelangt. Dabei sind die teilweise exorbitant hohen Messepreise für Speisen und Getränke nur die eine Seite der Medaille. Hier ist den Sparfüchsen unbedingt der Besuch eines der (etwas versteckten) Supermärkte auf dem Gelände zu empfehlen, wo sich so mancher Euro sparen lässt. Doch so richtig weh tut erst das Bezahlen des Parktickets, das fast schon zwingend fällig wird, weil die Eintrittskarten nicht für den öffentlichen Nahverkehr genutzt werden können. Im zentral gelegenen Parkhaus am Rebstock, zu dem das aktive Verkehrsleitsystem als erstes führt, werden für das Tagesticket satte 13 Euro fällig. Und etwas anderes als das Tagesticket gibt es nicht. Ein solcher Preis darf selbst für Messeverhältnisse als überzogen angesehen werden. Dem ist man sich wohl auch bei der Messegesellschaft bewusst, denn auf der Homepage der IAA finden sich keine Hinweise zu den Kosten für das Parken.

Zwei Highlights der IAA können übrigens hier entdeckt werden.

Meinung des Autors: Die IAA in Frankfurt hat viel spannendes zu bieten, doch einiges wird auch vermisst. Dabei handelt es durchaus um wichtige Dinge, deren Fehlen man als echten Flop der Messe empfinden kann. Dabei sah es vor zwei Jahren eigentlich noch ziemlich gut aus...
 
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