Alternative Antriebe: Elektro eher teuer, Plug-in-Hybrid rechnet sich oftmals

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Trotz oder auch wegen immer besserer Umweltschutztechnologien steigt die Belastung durch Pkw-Verkehr weiter an. Neben nochmals verbesserten Reinigungssystemen kann nur die Senkung es Verbrauchs oder die Vermeidung von lokalen Emissionen helfen. Fahrzeuge mit reinem oder zumindest teilweisem Elektroantrieb scheinen da eine gute Lösung zu sein. Bei den Unterhaltskosten sollte man allerdings genau hinsehen


Alleine aufgrund der relativ hohen Anschaffungskosten sind Elektrofahrzeuge auf Dauer teurer, als vergleichbare Autos mit Verbrennungsantrieb. Das ist die landläufige Meinung - und eine aktuelle Untersuchung des ADAC bestätigt dies. Verglichen wurden dabei die Elektroautos diverser Hersteller sowie je ein Vergleichsmodell mit Benzin und Diesel aus dem gleichen Unternehmen (mit Ausnahme von Tesla, wo Mercedes als Messlatte dient). In den 10 markeninternen Duellen ist die elektrische Version lediglich bei Kia und Mercedes die günstigste Wahl.

Bei den anderen Marken liegt zumeist einer der nichtelektrischen Antriebe vorne. Dabei liegen die Werte aber so dicht beisammen, dass bereits kleinste Abweichungen von den Testkriterien Anschaffungspreis, Wertverlust, Kraftstoff- bzw. Stromkosten, Werkstatt- und Reifenkosten sowie Steuern und Versicherung bei einer Haltedauer von fünf Jahren und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern für deutliche Abweichung sorgen können. Beim VW e-up! und vor allem beim meistverkauften E-Auto Deutschlands - Renault Zoe - müsste aber schon viel passieren, dass sich die Anschaffung der E-Version lohnt, denn hier liegen die vom ADAC errechneten Mehrkosten bei 25 bis 30 Prozent.


Anders sieht der Vergleich aus, wenn statt Elektro ein Plug-in-Hybrid zum Einsatz kommt. Dabei kann ein relativ kleiner Akku an einer Steckdose vorgeladen werden, während unterwegs der Verbrenner für Energie und Vortrieb sorgt. Dieses Konzept ermöglicht einerseits das komplett abgasfreie Fahren auf bestimmten Strecken, und sorgt andererseits für eine allgemeine Absenkung des Verbrauchs. Und diese wirkt sich deutlich auf die Kosten aus, denn in 5 von 8 Fällen ist es das günstigste Antriebskonzept, und zwar bei Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW. In zwei weiteren Fällen liegt der Plug-in-Hybrid immerhin auf Platz 2, und wird lediglich vom jeweiligen Diesel geschlagen. Und bei Toyota verliert der Plug-in-Hybrid deshalb, weil der Prius im Prinzip in einer anderen Klasse antritt als der Auris.

Allerdings muss auch bei diesem Vergleich an Unwägbarkeiten bei der Berechnung gedacht werden. Eine stammt vom ADAC selber, denn sofern keine Messergebnisse von realen Testfahrten vorlagen, wurde für den Verbrauch die NEFZ-Angabe herangezogen. Und diese ist bei Plug-in-Hybriden zumeist völlig an den Haaren herbeigezogen. Eine andere sind die Faktor Mensch und Technik, denn der Plug-in-Hybrid kann sein Sparpotenzial nur dann wirklich ausspielen, wenn er auch tatsächlich halbwegs regelmäßig elektrisch geladen wird. Und das wird angeblich oftmals nicht getan, sei es wegen fehlender Lademöglichkeiten oder aus Bequemlichkeit des Benutzers.



Meinung des Autors: Nicht wenige sind der Meinung, dass Elektroautos die Zukunft gehört. Bislang scheitert die Umsetzung aber nicht nur an technischen Hürden, sondern auch an den Kosten. Allerdings ist es das auch manchem im Sinne der Umwelt wert. Als Alternative kann sich aber ein anderes Konzept anbieten.
 
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