Allgemeines zum Thema BELEUCHTUNG mit Downloadlinks !

Diskutiere Allgemeines zum Thema BELEUCHTUNG mit Downloadlinks ! im TÜV-Fragen Forum im Bereich TÜV-Fragen; Hallo, ich habe einen Text gefunden vom Tüv Nord - der einige offene Fragen sicherlich erklärt... Um sicherzustellen, dass das Signalbild der...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
S

Strati

Threadstarter
Dabei seit
27.08.2004
Beiträge
870
Ort
48157 Münster
Hallo, ich habe einen Text gefunden vom Tüv Nord - der einige offene Fragen sicherlich erklärt...

Um sicherzustellen, dass das Signalbild der Beleuchtungseinrichtungen an Kraftfahrzeugen und Anhängern eindeutig ist, dürfen nur die lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein, die in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vorgeschrieben und für zulässig erklärt sind.
Die Vorschriften der StVZO werden in vielen Fällen durch europäisches Recht ergänzt und zwar durch EU-Richtlinien oder ECE-Regelungen (ECE ist die Abkürzung für "Economic Commission for Europe" = Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa).

Zu den lichttechnischen Einrichtungen zählen Scheinwerfer, Leuchten, Rückstrahler und andere Reflektoren.
Alle nach vorn wirkenden Beleuchtungseinrichtungen müssen weißes, alle nach hinten gerichteten müssen rotes Licht abstrahlen. An den Fahrzeuglängsseiten dürfen nur Leuchten angebracht sein, die gelbes Licht abstrahlen. Von diesem Grundsatz sind nur Blinker mit gelbem, Nebelscheinwerfer mit hellgelbem, sowie Rückfahrscheinwerfer mit weißem Licht ausgenommen.

So ist für jeden Verkehrsteilnehmer jederzeit leicht erkennbar, ob das Fahrzeug zum Betrachter hin oder von ihm weg fährt oder sich quer dazu bewegt.
Lichttechnische Einrichtungen müssen bauartgenehmigt sein und ein entsprechendes Genehmigungszeichen tragen. Dieses besteht aus der Genehmigungsnummer und dem vorangestellten Zeichen der Genehmigungsbehörde

Beispiel 1 :
. Es handelt sich um ein Bauteil, das nach einer ECE-Regelung in den Niederlanden genehmigt wurde (die Länderkennung „4“ steht für die Niederlande).

Beispiel 2 :
. Das Bauteil wurde auf der Grundlage einer EU-Richtlinie in Deutschland (dafür steht die Länderkennung „1“) genehmigt.

Alle am Fahrzeug angebrachten lichttechnischen Einrichtungen müssen auch funktionieren. In den straßenverkehrsrechtlichen Bestimmungen gibt es keine Unterscheidung zwischen Leuchten, die im Stand oder denen, die während der Fahrt benutzt werden.

Andere lichttechnische Einrichtungen, wie zum Beispiel Unterbodenbeleuchtung, hinter den Scheiben des Innenraums angebrachte Christbäume, Leuchtdioden, Namensschriftzüge oder ähnliches sind nicht zugelassen.

Jedoch dürfte beispielsweise eine nachträglich angebaute Trittstufenbeleuchtung mit Bauartgenehmigung verwendet werden, sofern sie fachmännisch und vorschriftengemäß montiert wurde. Um eine ordnungsgemäße Schaltung und vorschriftenkonforme Funktionsfähigkeit sicher zu stellen, empfiehlt sich hierbei immer eine Beratung im Vorfeld und dann die Abnahme durch einen Sachverständigen, z.B. des TÜV.

Quelle: http://www.tuev-nord.de/21761.asp

Das sagt die Dekra:

Lichttechnische Einrichtungen und individuelle Fahrzeugbeleuchtung

Nicht alles was leuchtet, ist erlaubt...

Beleuchtungseinrichtungen an Fahrzeugen, die unzulässig oder falsch angebracht sind, führen gerade bei Nacht zu den skurrilsten Signalbildern. Damit wird das zulässige Signalbild z.T. stark verändert und kann zu Fehleinschätzungen oder Gefährdungen im Straßenverkehr führen.

Das hat zur Folge, dass derartige Einrichtungen im Rahmen von polizeilichen Kontrollen bußgeldbewehrt bemängelt werden.

Mit diesem Thema hat sich auch der zuständige Bund-Länder-Fachausschuss befasst und entschieden, dass lichttechnische Einrichtungen, die nicht zulässig sind oder die falsch oder in unzulässiger Anzahl am Fahrzeug verbaut sind, künftig als erheblicher Mangel (EM) im Rahmen der Hauptuntersuchung zu bewerten sind. Die Prüfplakette kann somit nicht zugeteilt werden.

Sie vermeiden unnötige Kosten und Aufwand, wenn Sie veranlassen, dass alle nicht zulässigen oder falsch angebrachten leuchtenden Einrichtungen an und in Fahrzeugen, auch wenn sie nicht funktionsfähig sind, dauerhaft entfernt werden. Im Wesentlichen betrifft das:

Beleuchtete Firmenschilder
Unzulässige Begrenzungs-/Umrissleuchten und/oder Scheinwerfer am/auf dem Lkw-Führerhaus mit farbigem Licht
Gelbe Leuchten/Rückstrahler, nach vorne wirkend
Beleuchtete "Michelin-Männchen" o.ä.
Unzulässig sind aber auch alle im Lkw-Führerhaus innen angebrachte Beleuchtungseinrichtungen mit Außenwirkung, wie z.B.:

Namensschilder/Symbole mit (umlaufenden) Licht
Punktstrahler mit blauem oder andersfarbigem Licht
Für Fragen stehen Ihnen unsere Prüfingenieure gerne zur Verfügung.

Hinweis zur Unterboden- bzw. Unterflurbeleuchtung

In der StVZO (§ 49a Abs.1) ist festgelegt, dass an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern nur die vorgeschriebenen und zulässigen lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein dürfen.

Mit dem Thema der Unterbodenbeleuchtung haben sich Fachgremien beschäftigt und sich u.a. wie folgt geäußert:

die Unterflurbeleuchtung verändert das Signalbild des Fahrzeugs
die Unterflurbeleuchtung erzeugt unnötige Aufmerksamkeit und kann andere Verkehrsteilnehmer irritieren
bei nasser Straße könnte es zu einer direkten Reflektion des Lichtes kommen, sodass durch den direkt reflektierenden Anteil andere Verkehrsteilnehmer mehr als unvermeidbar behindert oder belästigt werden können
das von der Unterflurbeleuchtung erzeugte Licht hat eine unbestimmte und nicht definierte Signalwirkung und wirkt deshalb verwirrend
Begutachtungen im Rahmen von § 19 (2) StVZO bzw. Änderungsabnahmen nach § 19 (3) StVZO können demnach nicht positiv abgeschlossen werden; diese Aussage trifft auch für Fahrzeuge mit ausgeschalteter Zündung zu.


Quelle: http://www.dekra.de/dekra/show.php3?id=434&nodeid=434&_language=de

Folia Tec hat nun eine Einstiegsbeleuchtung mit Tüv-Gutachten, hier der offizielle Pressetext:
FOLIA TEC®: UNTERBODEN-KIT MIT TÜV-SEGEN







Die super Show für Tuningfans und Clubmeeting-Spezialisten verspricht FOLIA TEC...the Carstyling Factory® mit dem coolen weißen LED-SpotLight, einem Unterboden-Kit der Sonderklasse mit TÜV-Teilegutachten! Diese exceptionelle Aufwertung des Car Outfits erregt großes Aufsehen und macht die Standspur auf dem nächtlichen Event zur glitzernden Erlebnis-Street. Neben Unterboden, können auch Türverkleidungen, Spoiler und andere Teile ins rechte Licht gesetzt werden. Damit dabei allen Wünschen Rechnung getragen wird, bietet FOLIA TEC® in den Farben weiß und blau jeweils zwei Varianten zur Auswahl: Einmal die Version Kit mit 2 x 4 klaren Einzelleuchten im Chromring mit jeweils 3 LEDs und zum zweiten, das Set mit 2 x 4 klaren Einzelleuchten im Kunststoffgehäuse mit jeweils 5 LEDs ( beide Male: Durchmesser 5 mm).

Vorteile der LED-Lichtspender: sie sind langlebig, hoch unempfindlich gegen Stoß- und Vibration, verbrauchen wenig Strom und können angeschraubt oder angeklebt werden. Während der Einbau der weißen SpotLights als Einstiegsleuchten vom TÜV bestätigt werden – das Teilgutachten mit ausführlicher Gebrauchsanleitung (in 9 Sprachen) liegt den Packungen bei – müssen die blauen Spots noch auf die Genehmigung verzichten. Preis für die Sets zwischen 36.50 € und 79.90 €.

Quelle: foliatec.de
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
S

Strati

Threadstarter
Dabei seit
27.08.2004
Beiträge
870
Ort
48157 Münster
Umrüstung auf Xenon Look

Das sagt das KBA:

Verbraucherwarnung vor Gasentladungs-Lichtquellen mit Vorschaltgeräten ohne Genehmigungszeichen



Flensburg, 26.09.2002. Das KBA warnt vor zunehmend zum Beispiel via Internet oder Zeitschriften angebotenen Gasentladungs-Lichtquellen mit Vorschaltgeräten zur nachträglichen Umrüstung von Scheinwerfern. Diese Systeme erwecken den Anschein einer legalen Nachrüstmöglichkeit und nur der aufmerksame Verbraucher entdeckt unter Umständen das Fehlen des Genehmigungszeichens. Sie sind nicht für den Straßenverkehr zugelassen, entsprechen nicht der StVZO und können die Verkehrssicherheit erheblich gefährden.

Nachträgliche Veränderungen an bauartgenehmigten Lichtquellen (dazu zählt auch der Sockel) oder an bauartgenehmigten Scheinwerfern (einschließlich der mit der Genehmigung für den Scheinwerfer festgelegten Lichtquelle) können zum Erlöschen der Bauartgenehmigung und somit zum Erlöschen der Betriebserlaubnis für das Fahrzeug führen. In diesem Zusammenhang sollen auch die weiteren Forderungen des Verordnungsgebers bei Verwendung von Xenon-Scheinwerfern für Abblendlicht in Kraftfahrzeugen nicht unerwähnt bleiben. Kraftfahrzeuge mit Xenon-Scheinwerfern für Abblendlicht sind zusätzlich mit einer automatischen Leuchtweiteregulierung, einer Scheinwerferreinigungsanlage und einem System, das das ständige Eingeschaltetsein des Abblendlichtes auch bei Fernlicht sichergestellt, auszurüsten – gemäß

der Richtlinie des Rates 76/756/EWG über den Anbau der Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger
der ECE-Regelung 48 "Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich des Anbaus der Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen"
§ 50 Abs. 10 StVZO).
Bei der nachträglichen Umrüstung älterer Kraftfahrzeuge dürfen seit 01.04.2000 nur bauartgenehmigte Scheinwerfer mit Gasentladungslampen unter den in § 50 Abs. 10 StVZO genannten Bedingungen verwendet werden (§ 72 Abs. 2 zu § 50 Abs. 10 StVZO).

Das Kraftfahrt-Bundesamt wird Anbieter von Gasentladungs-Lichtquellen mit ungültigen oder fehlenden Genehmigungszeichen beziehungsweise Umbausets mit Vorschaltgeräten, die zum Umrüsten von genehmigten Scheinwerfern mit Glühlampen bestimmt sind, soweit bekannt und erreichbar, darüber in Kenntnis setzen, dass Hinweise wie: "... nicht für den Straßenverkehr zugelassen und entspricht nicht der StVZO!" oder ähnliche Formulierungen nicht ausreichen, um gegenüber dem Endverbraucher eine ausreichende Warnfunktion hinsichtlich der rechtlichen Konsequenzen beim Einbau dieser Komponenten auszulösen.

Da von derart veränderten Scheinwerfern eine erhebliche Gefährdung für die Verkehrssicherheit ausgehen kann, wird das KBA die angebotenen Umrüstsätze weiterhin kritisch beobachten.

Demgegenüber richtet sich die Verbraucherwarnung nicht gegen komplette Scheinwerfer mit Gasentladungs-Lichtquellen, die nach der ECE-Regelung 98 genehmigt wurden.

Quelle: http://www.kba.de/Stabsstelle/Presseservice/Pressemitteilungen/pressemitteilungen2002/pm_33_2002.htm

Das sagt die Dekra:

Eine derartige Umrüstung ist nur zulässig, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Diese sind im § 50 Abs. 10 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) wie folgt benannt:
Kraftfahrzeuge mit Scheinwerfern für Fern- und Abblendlicht, die mit Gasentladungslampen ausgestattet sind, müssen mit

einer automatischen Leuchtweitenregulierung (im Sinne des Absatzes 8)
einer Scheinwerferreinigungsanlage
einem System, das das ständige Eingeschaltetsein des Abblendlichtes auch bei Fernlicht sicherstellt,
ausgerüstet sein.

Die Scheinwerfer müssen

für Gasentladungslampen geeignet
in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt und gekennzeichnet sein.
In Zweifelsfällen sollten Sie unbedingt Kontakt mit unseren Sachverständigen oder Prüfingenieuren aufnehmen. Und das ist an allen DEKRA Standorten in ganz Deutschland möglich.

Quelle: http://www.dekra.de/dekra/show.php3?id=436&nodeid=436&_language=de

Das sagt der Tüv:

Im Fahrzeugzubehörhandel werden vermehrt Gasentladungs-Lichtquellen mit Vorschaltgeräten zum nachträglichen Einbau in Scheinwerfer angeboten, die ausschließlich mit herkömmlichen Glühlampen als Leuchtmittel genehmigt worden sind. Bei diesen Angeboten werden die Gasentladungs-Lichtquellen häufig auch als Xenon-Glühlampe oder Xenon-Brenner bezeichnet. Teilweise gibt es bereits schon entsprechend umgerüstete Scheinwerfer im Angebot.


Derartige Umrüstungen auf Xenon-Licht sind unzulässig, da nachträgliche Veränderungen an bauartgenehmigten Scheinwerfern, zu denen auch der Sockel und die mit der Bauartgenehmigung festgelegte Lichtquellen-Art gehört, zum Erlöschen der Bauartgenehmigung der Scheinwerfer und damit auch zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs führen.
Zulässige Umrüstungen auf Xenon-Licht sind nur durch Einbau von kompletten Scheinwerfersätzen möglich, die eine entsprechende Bauartgenehmigung aufweisen. Dabei ist zu beachten, dass Kraftfahrzeuge, die auf Xenon-Abblendlicht umgerüstet werden, zusätzlich ausgerüstet sein müssen mit:

einer automatischen Leuchtweitenregelung
einer Scheinwerferreinigungsanlage und
einem System, dass das ständige Eingeschaltetsein des Abblendlichts auch bei Fernlicht sicherstellt.
Wir empfehlen Ihnen, nur Umrüstsätze auf Xenon-Licht zu erwerben, für die ein Teilegutachten oder eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorliegen. Nur so können Sie sicher sein, dass die Scheinwerfer eine gültige Bauartgenehmigung haben. Der zugehörigen Einbauanleitung können Sie entnehmen, welche Umbauarbeiten am Fahrzeug neben der eigentlichen Scheinwerferumrüstung zusätzlich erforderlich sind.

Wir wollen, dass Sie sicher fahren.

Ihr TÜV NORD STRASSENVERKEHR

Quelle: http://www.tuev-nord.de/21868.asp
 
Zuletzt bearbeitet:
Z

zpeedy

Dabei seit
24.11.2003
Beiträge
1.086
Beleuchtung im Innenraum

Für die BRD gilt: Grundlage § 49a und § 30 der STVZO und ECE R48 (lichttechnische Einrichtungen). Danach darf die Innenbeleuchtung die Sicht des Fahrzeugführers wie auch die Sicht auf die Instrumente nicht beeinträchtigen. Dringt Licht nach außen, so dürfen die vorgeschriebenen lichttechnischen Einrichtungen und der Begegnungsverkehr nicht beeinträchtigt werden.Die Innenbeleuchtung ist so anzuordnen, daß kein direktes Licht nach außen dringen kann. Auf keinen Fall darf weißes Licht nach hinten abgestrahlt werden. Blinklicht ist unzulässig.
 
A

astracar

Chef-Einträger
Dabei seit
01.12.2004
Beiträge
2.906
Ort
D:Bayern/Mittelfranken
Wissenswertes zu Scheinwerfern und Leuchten

Zeichen und deren Bedeutung auf Scheinwerfern und Leuchten:

Scheinwerfer

B Nebellicht
C Abblendlicht
R Fernlicht
RL Tagfahrlicht
CR Fern- u Abblendlicht
C/R Abblendlicht oder Fernlicht
HC Halogen-Abblendlicht
HR Halogen-Fernlicht
HCR Halogen-Fern- u -Abblendlicht
HC/R Halogen-Fern- u -Abblendlicht, nicht zusammen einzuschalten
DC Xenon-Abblendlicht
DR Xenon-Fernlicht
DC/R Bi-Xenon-Fern- u Abblendlicht, nicht zusammen einzuschalten
/ nicht zusammen einzuschalten
<-- Linksverkehr
<--> Links- oder Rechtsverkehr
kein Pfeil: Rechtsverkehr

Leuchten

A Begrenzungsleuchte
AR Rückfahrscheinwerfer
F Nebelschlussleuchte
IA/IB Rückstrahler
R Schlussleuchte
S1 Bremsleuchte
1,1a,1b Vordere Blinkleuchte (unterschiedliche technische Auslegungen)
2a Hintere Blinkleuchte
5 Zusätzliche seitliche Blinkleuchte (für Fz bis 6 m Länge)
6 Zusätzliche seitliche Blinkleuchte (für Fz länger als 6 m)
SM1 Seitenmarkierungsleuchte (für alle Fz)
SM2 Seitenmarkierungsleuchte (für Fz bis 6 m)

Zu beachten ist vor allem bei geänderten Heckleuchten, dass das Zeichen " IA " oder " IB " für die Rückstrahler drauf sein muss, ansonsten sind 2 extra Rückstrahler mit diesem Zeichen anzubringen. Das " IB " findet man häufiger auf modernen Klarglasleuchten.

Weiterhin ist für Fahrzeuge ab Erstzulassung 01.01.1991 eine Nebelschlussleuchte vorgeschrieben. ( Gilt auch für Anhänger). Wenn hier das „ F “ fehlt, ist eine externe, genehmigte Nebelschlussleuchte nachzurüsten. Eine erforderlich. Zwei zulässig. Anbaulage entweder Mitte, Links oder bei Zwei je Eine Links und Rechts symmetrisch.

Neben oder unter den jeweiligen Genehmigungszeichen ( Diese E-Zeichen) sind Zahlen zu finden, welche den letzten Änderungsstand der entsprechenden ECE-Richtlinie kennzeichnen, der die Leuchte entspricht, und die Genehmigungsnummer, die der Leuchte zugewiesen wurde.

Auf den Fernlichtscheinwerfern ist eine Kennzahl für die Lichtstärke des Fernlichts angebracht, z.B. 17,5 oder 25. Bei Verwendung mehrerer (Zusatz-) Fernscheinwerfer darf die Summe der Lichtzahlen den Wert 75 nicht überschreiten! ( Auch bei LKW nicht)

Zu den Xenon-Lichtern: Ältere Modelle wie z.B. BMW 7er oder Audi A8, welche als Erste Xenonlichter serienmäßig besaßen, sind noch mit einem nationalen Prüfzeichen anstelle des „ DC “ versehen, das aus einer Wellenlinie, einem „ K “ und 5 Zahlen besteht.

Kraftfahrzeuge mit Scheinwerfern für Fern- und Abblendlicht, die mit Gasentladungslampen ausgestattet sind, müssen nach §§ 50(10) und 72 StVZO mit
1. einer automatischen Leuchtweiteregelung,
2. einer Scheinwerferreinigungsanlage und
3. einem System, das das ständige Eingeschaltetsein des Abblendlichtes auch bei Fernlicht sicherstellt, ausgerüstet sein. Dies gilt auch für Nachrüstungen seit 01.04.2000.

Ergänzung: Bei den Fahrzeugen, die vor diesem Stichtag mit Xenon zugelassen wurden, findet diese Vorschrift KEINE Anwendung. Das wurde erst im "Feldversuch" festgestellt, und nachträglich ins Gesetz aufgenommen!

Anzahl der zulässigen Scheinwerfer:
Es dürfen an Kfz vorhanden sein( nach StVZO):
– 2 Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht
oder
– 2 Scheinwerfer für Fern- u Abblendlicht und 2 Scheinwerfer für Fernlicht
oder
– 2 Scheinwerfer für Fernlicht und 2 Scheinwerfer für Abblendlicht
oder
– 4 Scheinwerfer für Fernlicht und 2 Scheinwerfer für Abblendlicht;
zusätzlich
– 2 Nebelscheinwerfer
und
– 2 Tagfahrleuchten

Nach ECE dürfen mehrere Fernlichter an einem Fahrzeug verbaut sein, von denen aber nur 4 gleichzeitig brennen dürfen. Lichtzahl 75 gilt auch hier!

Anbau der Scheinwerfer:

Abblendscheinwerfer:

§ 50(3) StVZO: Bei Scheinwerfern für Abblendlicht darf der niedrigste Punkt der Spiegelkante nicht unter 500 mm und der höchste Punkt der leuchtenden Fläche nicht höher als 1 200mm über der Fahrbahn liegen.

Die ECE R48, wo das her kommt, besagt aber folgendes:
Im Punkt 6.2.4 wird die Anordnung beschrieben. Dann heißt es weiter in 6.2.4.1
"In Richtung Breite...": hier wird vom Rand der sichtbaren leuchtenden Fläche geredet, in 6.2.4.2 heißt es dann lediglich "In der Höhe 500 mm , höchstens 1200 mm über dem Boden".

Wobei m.E. auch hier dieser Rand gilt, weil sonst nichts anderes definiert wurde.

Die Definition " sichtbare leuchtende Fläche" findet sich in Punkt 2.10:
Die Parallelprojektion

-der Umrandung der leuchtenden Fläche auf die Abschlußscheibe

oder

-der Lichtaustrittsfläche auf eine Ebene, die senkrecht zur Beobachtungsrichtung liegt und den äußersten Punkt der Abschlußscheibe berührt.

Nun gilt ersteres m.E. nach für Spiegelscheinwerfer und zweiteres für Linsenscheinwerfer, zumindest lässt sich das aus der Definition schlußfolgern.

Somit würde gelten:

Spiegelunterkante oder Linsenunterkante. Nirgends ist vom "Scheinwerfer" die Rede, weil damit das gesamte Bauteil gemeint ist, und dieses aus optischen Gründen auch das Gehäuse wesentlich größer als der eigentliche "Lichtprojektor" sein kann, um den es ja geht.
In der StVZO wurde das irgendwie gemischt und nicht nach Scheinwerfertypen unterschieden, deshalb die 2 Definitionen in einem Satz.


Bei Fernscheinwerfern gibt es keine Anbauvorschrift, jedoch darf keine Eigenblendung vorliegen(z.B. bei Pick-Up hinter dem Führerhaus mit Blendung über Rückspiegel) und keine Gefährdung zu erwarten sein.

Da immer wieder Fragen zur LEUCHTWEITENREGULIERUNG auftauchen, mal eine kleine Zusammenfassung:

1. Eine manuelle Einstellmöglichkeit am Scheinwerfer ist lt. § 50 (3) StVZO Pflicht.
Diese umfasst sowohl Höhe als auch Richtung des ausgestrahlten Lichtes, steht aber so explizit nicht in dem Absatz drin.
Ist übrigens auch derselbe Absatz, in dem die Scheinwerferhöhe geregelt ist. Müsste jeder also mittlerweile kennen.

2. Eine Leucht Weiten Regulierung, entweder automatisch oder vom Fahrer zu bedienen, bei der das Abblendlicht durch Beladung des Fz nur in der Höhe verstellt werden kann, ist seit 1.1.1990 für alle Fz, außer den in dem Absatz explizit Genannten, vorgeschrieben. Ausnahmen bei ImportFz, da steht es aber in den Papieren.

Eine automatische LWR war auch vor Xenon schon möglich, z.B. Fiat Tipo hatte das mit einem Geber an der HA. Es gibt hydraulische und elektrische Systeme.

3. Eine automatische LWR ist für Xenon-SW Pflicht.


Und für alle, die es genau wissen wollen, wo das mit der LWR explizit geregelt ist:

§ 50( 8 ) StVZO:
Mehrspurige Kraftfahrzeuge, ausgenommen land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Arbeitsmaschinen und Stapler, müssen so beschaffen sein, dass die Ausrichtung des Abblendlichtbündels von Scheinwerfern, die nicht höher als 1 200 mm über der Fahrbahn (Absatz 3) angebracht sind, den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen entspricht.
Und in dem Anhang zur StVZO wird auf die Rili 76/756 EWG Anhang II verwiesen.

Und dieser Anhang wiederum verweist lediglich auf die ECE R48.

Und hier in Punkt 6.2.6.2 ff findet sich dann u.a.folgendes :
Auszüge aus ECE R48
6.2.6.2.1 Ist eine Scheinwerfer-Verstelleinrichtung erforderlich, um die ( vorher ellenlang definierten)Anforderungen zu erfüllen, so muss diese Einrichtung selbsttätig arbeiten.
Also doch nicht manuell...oder doch?

6.2.6.2.2 Handbetätigte(...) Regler sind jedoch zulässig(...)
Diese handbetätigten Regler müssen vom Führersitz aus bedient werden können (...)
Und nun aufgemerkt: Wenn diese vorher ellenlang definierten Anforderungen, auf die ich hier nun wirklich nicht eingehen will, auch ohne LWR eingehalten werden, ist nach der ECE R 48 keine LWR erforderlich.
Und da § 50( 8 ) StVZO über Umwege auf Diese verweist, kann es durchaus sein, dass ein Fz auch ohne LWR den Anforderungen der ECE R48 genügt. Diesen Nachweis hat allerdings der Hersteller( auch bei der EG-Typgenehmigung) zu erbringen. Also nicht wundern, wenn mal ein exotisches Fz ohne Zuladungsmöglichkeiten keine LWR hat.

Seitliche Blinkleuchten:

Ein M1- Fahrzeug ( PKW bis 3,5 to und max.9 Sitzplätzen), welches eine EG-Typgenehmigung hat( neue Typen ab 1996, generell ab 1998 ), MUSS die Anbauvorschriften der ECE R 48 erfüllen. Und diese sagt aus, dass Seitenblinker VORGESCHRIEBEN SIND!!!

Und dass diese in (min.) einem Winkel von 5° bis 60 ° zur Fahrzeuglängsachse nach hinten sichtbar sein müssen.

Es geistert immer wieder das Datum "1992" durch die Foren. Was hat es damit auf sich?

Auszug aus § 72 StVZO:
§ 54 Abs 4 Nr 5 (zusätzliche Blinkleuchten an den Längsseiten von mehrspurigen
Fahrzeugen)
ist spätestens
1. ab 1. Januar 1992 auf erstmals in den Verkehr kommende Kraftfahrzeuge,(...)
So, und was steht denn nun in diesem § 54(4).Nr.5:
(4) Erforderlich als Fahrtrichtungsanzeiger sind:
(...)
5. an mehrspurigen Kraftfahrzeugen und Sattelanhängern – ausgenommen Arbeitsmaschinen, Stapler und land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen und deren Anhänger – mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t an den Längsseiten im vorderen Drittel zusätzliche Blinkleuchten, deren Lichtstärke nach hinten mindestens 50 cd und höchstens 200 cd beträgt. Für diese Fahrzeuge ist die Anbringung zusätzlicher Fahrtrichtungsanzeiger nach Nummer 1 nicht erforderlich.
Folglich handelt es sich um M2,M3 oder N2,N3 Fahrzeuge, gemeinhin als Omnibus oder LKW> 3,5 to. zGM bekannt. Und diese haben (noch) keine EG-BE.

to be continued

gby
jl
 
Zuletzt bearbeitet:
R

rubberduck0_1

Dabei seit
27.09.2006
Beiträge
1.056
Wissenswertes über Beleuchtung - mit Download-Links (lesenswert)

Hallo, unter folgender Adresse

http://www.dekra.de/c/document_library/get_file?p_l_id=50076&uuid=7258ac92-241f-4069-8a32-4f42e873a882&groupId=10100

Aufgrund des Unvermögens einer Software, dieses Kaufmännische" & " zu verwerten, müsst ihr die Adresse kopieren und manuell einfügen, sonst läuft der Link leider ins Leere!


findet ihr eine Broschüre, die von fast allen "Technischen Prüfstellen" und "Überwachungsorganistionen" entwickelt wurde, um Fragen zu lichttechnischen Fragen zu beantworten.
Die Broschüre ist sehr informativ und verständlich geschrieben (ohne ausschweifende Texte).

Fazit: kurz, knapp, informativ, verständlich, empfehlenswert!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
onkel-howdy

onkel-howdy

Dabei seit
27.04.2006
Beiträge
12.606
Ort
73230 kirchheim
da hier ja immer mal wieder fragen auftreten "ich hab mir angel eyes bei fk, ebay oder sonstigen gekauft und die haben keine leuchtweitenregulierung was soll ich tun, bzw was passiert"....

hier die antwort: DAS passiert:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

Allgemeines zum Thema BELEUCHTUNG mit Downloadlinks !

Sucheingaben

Betriebserlaubnis stapler

,

betriebserlaubnis für stapler

,

lkw beleuchtung vorschriften

,
stapler betriebserlaubnis
, lichttechnische einrichtungen tüv dekra, betriebserlaubnis toyota stapler, Kraftfahrt - bundesamt ALLGEMEINE BAUARTGENEHMIGUNG, Ausrichtung der abblendlicht bundles entspricht Nicht der Richtlinie Golf 1 Cabrio, fehlende leuchtweitenregulierung, dekra lichttechnische einrichtungen, clio b scheinwerfer Rahmen ab 2001 abe, http:www.dekra.decdocument_libraryget_filep_l_id=50076&amp;uuid=7258ac92-241f-4069-8a32-4f42e873a882&amp;groupid=10100, beleuchtungsvorschriften lkw, dekra lichttechnische einrichtungen pdf, unterbodenbeleuchtung tüv, Opel corsa b scheinwerfer anbaulage, tüv beleuchtung, abe fk angel eyes ford, gesetzesregelung beleuchtung eines lkw, § 50 (8) stvzo, Licht Tüv oder Dekra richtlinien, fahrzeug beleuchtung anordnung, kennzahl lichtstärke lkw, kfz beleuchtung richtlinien, innenbeleuchtung lichttechnische einrichtung

Allgemeines zum Thema BELEUCHTUNG mit Downloadlinks ! - Ähnliche Themen

  • Allgemeine Fragen zum Turboumbau (Referat)

    Allgemeine Fragen zum Turboumbau (Referat): Hallo erstmal, ich recherchiere seid einigen Tagen für mein Referat zur Turboumrüstung. Ich bin soweit fertig allerdings stellt sich mir die...
  • Gebrauchtwagenkauf - Frist für allgemeine Schadensersatzansprüche beträgt 2 Jahre

    Gebrauchtwagenkauf - Frist für allgemeine Schadensersatzansprüche beträgt 2 Jahre: Beim Kauf eines Fahrzeugs greifen viele Autoliebhaber zu einem Gebrauchten, anstatt zu einem Neuwagen. Sollten doch einmal Schwierigkeiten nach...
  • Allgemeines zum Thema Soundsysteme im Punto

    Allgemeines zum Thema Soundsysteme im Punto: Hi, nach einem Jahr mit meinem Punto, würde ich ihm gerne ein neues Soundpaket gönnen. Ich fahre einen 2001er HLX mit Navi-Radio, 5-Wach CD...
  • Allgemeine Fragen zum Thema PLEXIGLAS

    Allgemeine Fragen zum Thema PLEXIGLAS: Hallo wie biege ich Plexiglas am besten Ich hatte mir gedacht ab in kochendes Wasser und dann biegen oder wie mache ich das? Ratschläge dazu...
  • Allgemeines und AKTUELLES zum Thema BODENFREIHEIT !

    Allgemeines und AKTUELLES zum Thema BODENFREIHEIT !: So, hier wieder eine Zusammenstellung, diesmal zum Thema Bodenfreiheit: Bodenfreiheit bei Tieferlegung Welche minimale Bodenfreiheit ist bei...
  • Similar threads

    Top