Alkohol: Promillegrenzen und Strafen in Deutschland und Europa - Überblick und Tipps

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Weihnachtsmärkte, Silvesterparty, Après-Ski - selten im Jahr liegen die Gelegenheiten für einen gehäuften Alkoholgenuss so eng beieinander, wie rund um Weihnachten und Silvester. Fahrten mit dem Auto sind in dem Zusammenhang keine gute Idee, denn es gibt klare Regelungen und empfindliche Bußgelder. Nachfolgend eine Übersicht, wann mit welchen Strafen zu rechnen ist


Im Prinzip gilt in Europa die Regel: ein bisschen was geht immer. Lediglich in Tschechien und Ungarn gibt es eine strikte Null-Promille-Regelung, die nicht den geringsten Tropfen Alkohol zulässt. In allen anderen Ländern dürfen es 0,2 und mehr Promille, in Großbritannien sogar 0,8 Promille. Als Freifahrtschein sollte man dies aber keinesfalls verstehen. Zum einen sind diese Grenzen schneller erreicht, als viele glauben. Zum anderen lässt sich das auch nur schwer abschätzen, denn Blutalkoholspiegel hängt von mehreren Faktoren ab. So kann eine bestimmte Menge Alkohol an einem Tag noch für einen Wert unterhalb der Grenze reichen, während die gleiche Menge an einem anderen Tag zu viel ist.


Ein ganz besonderes Thema ist dabei der Restalkohol am nächsten Morgen. Nach einer durchschlafenen Nacht fühlt man sich oftmals nicht nur halbwegs frisch und erholt, sondern auch nüchtern. Doch dieser Schein trügt oftmals, wie der ADAC in einer Beispielrechnung aufzeigt. Demnach würde ein 80 kg schwerer Mann, der in der Zeit von 20 bis 1 Uhr jede Stunde jeweils 0,5 Liter Bier sowie einen Schnaps trinkt, am Ende der Nacht auf einen ungefähren Blutalkoholspiegel von 1,55 Promille kommen. Ausgehend von der üblichen Abbaurate würde ein Wert von 0,3 Promille erst gegen 14 Uhr wieder unterschritten. Bis mindestens gegen Mittag sind Fahrten mit dem Auto eine Straftat.

Dabei muss beachtet werden, dass die oben angegebenen Strafen nur der "Einstiegspreis" sind. Mit zunehmenden Alkoholwert steigen die Bußgelder und zusätzliche Sanktionen rapide an. So müsste der betrunkene Mann aus dem obigen Beispiel bei einer Heimfahrt mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe, drei Punkten im Fahreignungsregister, mindestens sechs Monaten Führerscheinentzug, und vor der Wiedererteilung des Führerscheins einer eventuellen medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) rechnen. Im Falle eines Unfalls, vor allem mit Personenschäden, sind noch drastischere Strafen möglich. Im Ausland ist mit ähnlichen Staffelungen zu rechnen. Und teilweise gehen die Strafen noch weit über deutsche Regelungen hinaus, Bußgelder im hohen vierstelligen Bereich und sogar die Beschlagnahme des Fahrzeugs sind mögliche Konsequenzen. Und zu allem Übel kann sich eine Trunkenheitsfahrt auch noch negativ auf den Versicherungsschutz auswirken.


Ganz besondere und deutlich strengere Regeln gelten in den meisten Ländern für Fahranfänger. Diese dürfen in der Regel in den ersten Jahren vor Fahrtantritt überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen. Um eine entsprechende Abschreckung zu erzielen, fallen die Strafen zum Teil auch noch höher aus. Teurere Bußgelder und ein noch schnellerer Führerscheinentzug sind die Folge. Die Regeln für "Frischlinge" gelten so oder ähnlich in diversen Staaten auch für LKW-Fahrer, für Fahrer von Reisebussen sowie Biker auf dem Motorrad. Je nach Größe und Gewicht können in einigen Ländern sogar Wohnmobile unter die verschärften Bedingungen fallen.

Meinung des Autors: Hier ein Glühwein, da ein Jagertee, dort ein kleines Schnäpschen. In der Weihnachtszeit und rund um den Jahreswechsel sind wohl noch mehr angetrunkene und betrunkene AutofahrerInnen unterwegs, als im Karneval oder Fasching. Wer erwischt wird, muss in ganz Europa mit happigen Strafen rechnen - und das zurecht!
 
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