Alfa Romeo: Mittelklasse-Limousine Giulia als Erlkönig unterwegs - Alle neuen Modelle bis 2018 im Detail

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geronimo

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Die italienische Fiat-Tochter Alfa Romeo befindet sich seit einiger Zeit in der Krise, soll aber mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm wieder in die Erfolgsspur kommen. Als erstes Modell wird ein Konkurrent für Audi A6 und die BMW 5er-Reihe erwartet, das unter dem traditionsreichen Namen Giulia Ende kommenden Jahres auf den Markt kommen soll. Zahlreiche weitere Neuheiten sollen bis 2018 folgen



Vor rund vier Monaten hat Fiat-Chef Sergio Marchionne den neuen Geschäftsplan für Alfa Romeo veröffentlicht. Mit einem Investitionsvolumen von rund 5 Milliarden Euro sollen bis zu acht neue Modelle entwickelt werden, die allesamt über Heck- oder Allradantrieb verfügen. Die Zeiten des bei sportlichen Fahrzeugen unbeliebten Frontantriebs sollen dann der Vergangenheit angehören. Mit der neuen Giulia dreht bereits ein erster Prototyp seine Runden.

Aktuell verfügt der sogenannte Erlkönig noch nicht über eine eigenständige aber getarnte Karosserie. Vielmehr bedient sich Alfa Romeo bei der Konzernschwester Maserati, deren Modell Ghibli in verkürzter und angepasster Form auf die neue Bodengruppe gesetzt wurde. Diese Basis könnte in abgewandelter Form auch als Plattform für die künftigen Modelle von Alfa Romeo dienen, denn eine komplett neue Eigenentwicklung dürfte das Budget der Italiener schnell sprengen. Die neue Giulia soll laut den ursprünglichen Plänen (siehe Grafik unten) Ende kommenden Jahres auf den Markt kommen. Möglicherweise kommt es dabei allerdings zu Verzögerungen, denn auto, motor und sport (ams) nennt den Zeitraum "Ende 2015/Anfang 2016". Das britische Magazin Automotive News Europe meldet sogar, dass die Mittelklasse-Limousine erst Mitte 2016 in Europa und ab Ende 2016 in den USA verfügbar sein wird.



Letzteres erscheint angesichts der aktuellen Planungen und des engen Zeitrahmens aber eher unwahrscheinlich zu sein. Vor allem auch deshalb, weil die Giulia denn zeitlich mit dem neuen Audi Q5 Konkurrenten von Alfa Romeo kollidieren würde. Das SUV der Italiener soll laut der britischen Internetseite im zweiten Halbjahr 2016 erscheinen. Von unserer Seite halten wir es eher für wahrscheinlich, dass Alfa Romeo im Halbjahres-Rhythmus vorgeht. Dementsprechend würde die Giulia auf der IAA im September kommenden Jahres vorgestellt, die Markteinführung erfolgt dann im von ams genannten Zeitraum. Der kompakte Geländewagen könnte seine Premiere im Frühjahr 2016 in Genf erleben und nach den Werksferien im Spätsommer erscheinen.

Im Herbst 2016 würde dann die Oberklasse-Limousine als direkter Gegner von Audi A8 oder BMW 7er in Paris das Licht der Welt erblicken und zum Jahreswechsel 2016/2017 erstmals ausgeliefert werden. Das bislang namenlose Modell soll eine größere Version des Mittelklasse-Vertreters werden, wie es auch bei den Modellen Maserati Ghibli und Quattroporte der Fall ist. Um diesen aber nicht in die Quere zu kommen, dürfte man bei Alfa Romeo wohl oder übel auf prestigeträchtige Achtzylinder-Motoren verzichten müssen. Das ist aber für einen Großserienhersteller in den Zeiten des allgemeinen "Downsizing" ohnehin nicht mehr ganz so wichtig, da die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen stetig nachlässt und zudem die EU-Zielvorgaben in Bezug auf die Obergrenze bei den Abgaswerten der gesamten Fahrzeugflotte erschwert.

Zu den weiteren Plänen und ihrer Reihenfolge gibt es noch keine Aussagen. Fest steht aber, dass bis 2018 noch zwei Kompaktmodelle als Nachfolger der aktuellen Giulietta, ein weiterer Geländewagen und ein zusätzlicher Sportwagen oberhalb des aktuellen 4C geplant sind. Mit dieser Modelloffensive erhofft sich Harald Wester als Chef von Alfa Romeo (und Maserati) eine Produktionssteigerung von aktuell 74.000 Fahrzeugen auf rund 400.000 Einheiten. Was angesichts der starken Konkurrenz sicherlich ein sehr ehrgeiziges Ziel darstellt, doch bei Maserati hat Wester bereits beweisen, dass er der Aufgabe offenbar gewachsen ist.
Bildquelle: ams​
 
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