Originalansicht: Skoda: Neuheiten bis 2020 - weiteres SUV, Elektroautos sowie Nachfolger für Octavia und Rapid

Skoda ist aktuell der größte Freudenspender bei den Controllern und Buchhaltern des Volkswagen-Konzerns. Da ist es kaum verwunderlich, dass man in Wolfsburg aktuell große Pläne mit der Marke aus Tschechien hat. Das zeigt sich auch daran, dass es in den nächsten zwei Jahren zahlreiche und durchaus spannende Neuheiten geben wird


Zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn, und eine Rendite von fast 10 Prozent, was deutlich oberhalb von Konzernmarken wie Audi und vor allem VW liegt - das zeigt, dass Skoda derzeit ziemlich viel richtig macht. Damit das Wachstum und der Ertrag weiterhin auf diesem Niveau bleiben, wird aktuell an einer weiteren Modelloffensive gearbeitet. Die Fans der Marke mit dem geflügelten Pfeil dürfen sich daher auf diverse neue Modelle freuen, die wir nachfolgend vorstellen:

  • Rapid-Nachfolger: Auf der aktuell stattfindenden Paris Motor Show hat Skoda die Studie Vision RS präsentiert (Bild oben). Diese ist die Blaupause für die Neuauflage des kompakten Rapid Spaceback, die noch in diesem Jahr als Serienmodell präsentiert wird. Das neue, bislang noch namenlose Modell wird etwas länger als der Klassiker VW Golf und überbietet diesen mit 430 Litern auch beim Kofferraumvolumen. Im Fokus steht neben reichlich Platz auch die erweiterte Konnektivität mit tiefgreifender Einbindung eines Smartphone. Es wird allerdings nur ein Schrägheckmodell geben, denn die bisherige Limousine mit klassischem Kofferraum fällt wegen mangelnder Nachfrage dem Rotstift zum Opfer.
  • Kleines SUV: Ebenfalls noch ohne Namen ist ein kompaktes Crossover-Fahrzeug unterhalb des Yeti-Nachfolgers Karoq, das sich an die Anfang des Jahres gezeigte Studie Vison X anlehnt. Die Premiere wird im Frühjahr 2019 in Genf stattfinden, der Marktstart erfolgt kurze Zeit später. Unklar ist aber noch, ob es zu einem späteren Zeitpunkt den im Prototypen gezeigten Erdgas-Hybridantrieb geben wird, was in dieser Fahrzeugklasse wohl das Budget vieler potenzieller Kunden sprengen dürfte.
  • Superb Facelift und Plug-in-Hybrid: Die überarbeitete Version des großen Skoda mit mehr Chrom und deutlich verbesserten Infotainment wird ebenfalls in Genf gezeigt. Die teilelektrische Version mit bis zu 70 km Reichweite folgt dann im Herbst auf der IAA in Frankfurt.
  • Citigo mit Elektroantrieb: Auf der IAA dürfte auch das erste reine Elektrofahrzeug der Tschechen Premiere haben. Dieses übernimmt den überarbeiteten E-Antrieb des Konzernbruders e-Up, der eine realistische Reichweite von bis zu 300 km ermöglichen soll.
  • Octavia Neuauflage: Eine weitere Neuheit auf der IAA 2019 wird die vierte Generation des Bestsellers Octavia sein. Diese soll es zeitgleich als Fließheck-Limousine und als Combi geben, und zwar in beiden Fällen mit noch mehr Kofferraumvolumen und modernster Technik. Auch hier ist eine Plug-in-Version geplant, die allerdings erst mit Verzögerung erhältlich sein wird.
  • SUV-Coupé mit Elektroantrieb: Bereits im Frühjahr 2017 wurde die Studie Vision E gezeigt, deren Serienversion auf dem Genfer Autosalon Anfang 2020 vorgestellt wird. Das angeblich Felicia E heißende Elektroauto dürfte sich am neuen Elektro-Baukasten von Volkswagen bedienen, was eine Reichweite von bis zu 600 km bedeuten würde. Im Anschluss sollen noch weitere E-Autos auf gleicher Basis folgen, denn bis zum Jahr 2025 sind laut Skoda "fünf rein elektrisch angetriebene Automobile für verschiedene Segmente" geplant.


Das klingt durchaus erfreulich. Doch bei aller Euphorie werden diejenigen, die sich intensiver mit Skoda beschäftigen, vielleicht ein Modell vermissen. Gemeint ist das SUV-Coupé Kodiaq GT, das von manchem sehnsüchtig erwartet wird. Diese wird es auf jeden Fall in China geben, doch ob es auch den Weg nach Europa schafft, ist derzeit immer noch offen. Wirklich rechnen sollte man damit aber (leider) wohl nicht. Und auch das von den Skoda-Auszubildenden gebaute Cabrio auf Basis des SUV Karoq wird wohl nur ein Traum bleiben, der bei einem Erfolg des geplanten VW T-Roc Cabrio aber vielleicht doch noch Wirklichkeit werden könnte.

Meinung des Autors: Die Zeiten, in denen Skoda die Billigmarke im VW-Konzern gewesen ist, sind längst vorbei. Das zeigt sich auch daran, dass die Modellpalette inzwischen deutlich gewachsen ist, was sich in den nächsten beiden Jahren fortsetzen wird. Dabei dürfen sich die Kunden sowohl auf preiswerte Alternativen zu VW und Audi, als auch auf modernste Technik freuen.