Tesla: Update bringt Notbremsassistent bei Autopilot 2.0 zurück

02.05.2017 10:55 Uhr | geronimo

Seit Herbst letzten Jahres ist bei allen neuen Tesla Model S und Model X eine neue Version des Autopiloten vorinstalliert, die deutliche Verbesserungen beim selbstständigen Fahren mit sich bringt. Die dazu gehörende Software hat aber entscheidende Nachteile, denn zahlreiche bekannte Funktionen der Vorgängerversion fehlen noch. Das wohl wichtigste Manko wird jetzt abgestellt

In unserem ausführlichen Test des Model S im Januar 2016 machte der Autopilot bereits eine erstaunlich gute Figur, was auch von anderer Seite bestätigt wurde. Doch trotz allen Lobes musste auch festgestellt werden, dass es im Alltagsbetrieb noch zahlreiche Defizite gibt. Diese sollen mit überarbeiteten Versionen von Model S und Model X ausgeräumt werden, bei denen deutlich mehr und auch massiv verbesserte Hardware für die Datenerfassung des nahen und fernen Umfelds zuständig ist.

Damit die neuen Komponenten auch einwandfrei arbeiten können, steht auch eine Software zur Verfügung. Doch bei dieser ist es so, dass auf etliche vorher vorhandene Möglichkeiten verzichtet werden muss. Dazu zählen:

  • Anzeige von Fahrzeugen in angrenzenden Fahrspuren
  • Automatischer Notbremsassistent
  • Automatische Scheibenwischer (Regensensor)
  • Automatisches senkrechtes Einparken
  • Lichtautomatik
  • Unterschiedliche Fahrzeug-Icons für unterschiedliche Fahrzeugtypen (Display-Anzeige)

Bei weiteren Funktionen gibt es zudem Einschränkungen:

  • Geschwindigkeitslimit-Erkennung: basiert lediglich auf GPS
  • Lenkautomatik auf Autobahnen: eingeschränkt auf bis zu 130 km/h
  • Lenkautomatik außerhalb von Schnellstraßen: eingeschränkt auf bis zu 50 km/h
  • Adaptiver Tempomat: eingeschränkt auf bis zu 135 km/h

Dass der Notbremsassistent bislang fehlt, hat für Tesla inzwischen auch Auswirkungen. Bei der US-Verbraucherorganisation Consumer Report belegte das Model S mit 87 Punkten in der Kategorie „Ultraluxuriöse Autos“ bislang den ersten Platz, aber nun wurde um zwei Punkte abgewertet, weshalb BMW 7er und Lexus LS vorbeiziehen konnten. Doch das Problem dürfte jetzt erledigt sein, denn Ende vergangener Woche wurde ein Update angekündigt, dass den bislang fehlenden Assistenten nachreicht. Und inzwischen wird das entsprechende Update auch bereits verteilt, und zwar wie gewohnt online per Mobilfunk oder WLAN. In der Aktualisierung auf Version 8.1.17.11.45 der Tesla-Software enthalten ist auch die Rückkehr des automatischen senkrechten Einparkens, das von einigen Tesla-Fahrern durchaus vermisst wurde.

(Mit Material von: TeslaMag; kfz-betrieb)

Meinung des Autors

Bei der letzten umfangreichen Überarbeitung von Tesla Model S und Model X bedeutete Fortschritt gleichzeitig auch Rückschritt. Und das ist durchaus unschön, denn der Notbremsassistent hat schon einige Unfälle verhindert. Jetzt dürfen die Besitzer neuerer und kommender Fahrzeuge aber aufatmen und auch noch mehr Komfort genießen.

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