Tesla Performance-Modelle: Update schaltet volle Leistung wieder frei

05.09.2017 15:23 Uhr | geronimo

Sowohl beim Model S als auch beim Model X gibt es P-Modelle, die sich durch eine gesteigerte Leistungsfähigkeit auszeichnen. Zuletzt wurde diese Möglichkeit radikal beschnitten, doch jetzt wieder die volle Power zur Verfügung. Die Auswirkungen sollten aber nicht unterschätzt werden

Bei den beiden erwähnten Elektrofahrzeugen gibt beziehungsweise gab es drei verschiedene Ausführungen mit dem Zusatz P für Performance: P85D, P90D und P100D, die sich unter anderem durch die Kapazität des Akkus unterscheiden. Aber auch bei der Leistungsabgabe gibt es verschiedene Stufen, weswegen nur das Model S P100D die Liste der Fahrzeuge mit der schnellsten Beschleunigung anführt. Zuletzt wurde die Freude über das überaus teure Extra, an dem auch wir uns im Rahmen unseres ausführlichen Test des Model S erfreuen durften, aber arg getrübt.

Das lag daran, dass die volle Leistung nach einem der letzten Updates nur noch bei Verwendung der sogenannten Launch Control genutzt werden konnte. Sobald der Beschleunigungsvorgang abgeschlossen wurde, wurde vom sogenannten Ludicrous-Mode – den Tesla auf deutsch als „von Sinnen“ bezeichnet – wieder in die normale Leistungsstufe zurückgeschaltet. Mit dem Update auf die Software-Version 2017.32 gehört diese Beschränkung der Vergangenheit an. Dabei hatte es für die Restriktion sogar einen guten Grund gegeben, denn der dauerhafte Abruf der maximalen fördert den Verschleiß von Motor, Getriebe und Akku.

Von daher muss auch die Nutzung der entsprechenden Funktion bestätigt werden. Dabei wird ein Warnhinweis zur höheren Belastung eingeblendet (Bild oben). Doch Angst müssen Tesla-Fahrer deshalb nicht zwingend haben, denn das Unternehmen hat erklärt, dass die geänderte Software den Zustand des Antriebsstrangs fortlaufend überprüft und eine deutliche Warnung anzeigt, wenn durch die erhöhte Leistung Servicemaßnahmen erforderlich werden sollten. Trotzdem sollte man auf den dauerhaften Einsatz des Programms besser verzichten, sofern man nicht später tief in die Tasche greifen will.

(Mit Material von: electrek)

Meinung des Autors

Die beiden großen Tesla-Modelle haben zwei Gesichter. Das eine zeigt das (vermeintlich) umweltfreundliche Öko-Mobil, das andere zeigt den austrainierten Athleten, der selbst gestandenen Supersportwagen die Rücklichter zu sehen gibt. Das klappt jetzt nicht mehr nur aus dem Stand heraus, sondern auch unterwegs. Risiken und Nebenwirkungen sollten aber nicht unterschätzt werden.

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