Tankstelle: Gesundheitsschutz - worauf beim Tanken geachtet werden sollte

13.08.2018 13:03 Uhr | geronimo

Jeder dürfte beim Auffüllen schon einmal mehr oder weniger starke Gerüche wahrgenommen haben, und zwar sowohl in der Luft als auch hinterher an den Händen. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass man es mit Stoffen zu tun hat, die die Gesundheit gefährden können. Um mögliche Risiken zu vermeiden, sollten an der Zapfsäule einige Dinge unbedingt beachtet werden

Modernes Benzin für Motoren besteht aus zahlreichen Stoffen, von denen etliche mehr oder weniger stark gesundheitsgefährdend sind. Zu den gefährlichsten gehören aromatische Kohlenwasserstoffe, darunter das besonders toxische Benzol. Das Einatmen dieser Stoffe kann direkte Folgen wie Schwindelgefühle oder Übelkeit auslösen. Die wiederholte und größere Aufnahme des als karzinogen eingestuften Stoffes kann eine Ursache für Krebs sein. Auch im Dieselkraftstoff sind zahlreiche Substanzen enthalten, denen gesundheitsschädliche Wirkung bescheinigt wird. Doch das sind längst nicht alle Gefahrenstoffe, denn auch weitere Grundbestandteile des Kraftstoffs sowie von den jeweiligen Mineralölfirmen hinzugefügte Zusätze (Additive) wie Korrosionsschutzmittel oder Frostschutz sind teilweise (sehr) gefährlich.

Aus diesem Grund ist es ratsam, während des Tankvorgangs nicht direkt neben dem zu betankenden Fahrzeug stehen zu bleiben. Vielmehr sollten einige Meter Abstand genommen werden, um die austretenden Dämpfe nicht oder nur extrem verdünnt einzuatmen. Die Gefahren werden zwar seit einigen Jahren durch sogenannte Gasrückführsysteme gemindert, doch je nach Tankstelle arbeiten diese Systeme mal mehr und mal weniger gut. Besonders bei kleineren und nicht markengebundenen Tankstellen, sowie an vielen Tankstellen im Ausland gibt es Defizite beim Absaugen. Zur Not gilt: um Tankstellen, bei denen beim Tanken ein verstärkter Benzingeruch wahrgenommen wird, sollte ein Bogen gemacht werden.

Doch nicht nur beim Einatmen bestehen Gesundheitsrisiken, sondern auch bei Hautkontakt. Dieser kann beispielsweise durch unsachgemäße Bedienung der Zapfanlage oder beim Betanken eines Reservekanisters entstehen. In diesem Fall sollten die betroffenen Hautpartien möglichst schnell mit Wasser und Seife gewaschen sowie verunreinigte Kleidungsstücke entfernt werden. Am Besten wird dies noch direkt an der Tankstelle gemacht. In diesem Zusammenhang noch ein wichtiger Hinweis: nach jedem Tankvorgang sollten unbedingt die Hände gewaschen werden, denn die Haltegriffe der Zapfpistolen sind oftmals mit Benzin oder Diesel verunreinigt. Die Gefahrenstoffe können dann über die Hände in den Mund gelangen, was durch entsprechende Gegenmaßnahmen verhindert werden sollte. Das gilt übrigens auch dann, wen beim Betanken eines Dieselfahrzeugs Handschuhe getragen werden, denn diese halten nicht immer alle gefährlichen Inhaltsstoffe ab.

(Bildquelle: Timo Klostermeier / pixelio.de)

Meinung des Autors

Im Prinzip ist das Betanken eines Autos ein eher trivialer Vorgang. Doch von diesem gehen durchaus Gesundheitsgefahren aus, denn die im Benzin und Diesel enthaltenen Stoffe sind eben nicht ganz so trivial. Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen ist man aber auf der richtigen Seite.

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