Steuertipp: Den Firmenwagen bestmöglich absetzen [Sponsored Post]

29.01.2014 16:26 Uhr | geronimo

Wird ein Pkw ausschließlich betrieblich genutzt, ist die Frage, ob es sich bei diesem Fahrzeug um Betriebsvermögen handelt, nahezu hinfällig. Sinnvoll ist es dann jedoch, das Auto von vornherein auf die Firmenadresse zu kaufen, denn so sind alle anfallenden Kosten als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Neben Anschaffungs- und laufenden Kosten – wie beispielsweise der Kfz-Steuer, der Kfz-Versicherung und dem Kraftstoff – können gegebenenfalls auch die Finanzierungskosten für den Kauf des Fahrzeugs steuerlich geltend gemacht werden. Dabei erfolgt die Ermittlung der Abschreibung eines Betriebsfahrzeugs in der Regel in drei, maximal jedoch in vier Schritten. Wie genau man seinen Firmenwagen abschreiben kann und in kurzer Zeit die steuerlich bestmögliche sowie eine betriebsprüfungssichere Variante ermittelt, erklären wir im Folgenden.

Schritt 1: Ermitteln der Anschaffungskosten des Betriebsfahrzeugs
Den Ausgangspunkt für die Ermittlung der Abschreibung bilden die Anschaffungskosten des Betriebsfahrzeugs, die sich aus dem Kaufpreis selbst und den Anschaffungsnebenkosten des Wagens ergeben. Falls man nur teilweise oder gar nicht berechtigt ist, die Vorsteuer abzuziehen, zählt auch diese, auf den Kaufpreis des Pkw erhobene Umsatzsteuer zu den Anschaffungskosten.

Schritt 2: Die reguläre Abschreibung ermitteln
Nach § 7 Abs. 1 Satz 1 EStG kommt für Anschaffungen von Firmenwagen seit dem 31.12.2010 nur noch die lineare Abschreibung als tatsächliche Abschreibung in Betracht. Bei dieser dürfen die Anschaffungskosten des Betriebsfahrzeuges (vgl. hierzu Schritt 1) gleichmäßig auf eine Nutzungsdauer von sechs Jahren umgelegt werden. Wichtig ist, dass die Abschreibung strikt zeitanteilig, d.h. vom Monat des Fahrzeugkaufs an, zu ermitteln ist.

Schritt 3: Die Sonderabschreibung ermitteln
Zusätzlich zur regulären Abschreibung ist nach § 7g Abs. 5 EStG eine Sonderabschreibung von 20 Prozent erlaubt, und zwar dann, wenn man das Betriebsfahrzeug sowohl im Anschaffungsjahr als auch im ersten Jahr nach dem Kauf nachweislich zu mehr als 90 Prozent für betriebliche Zwecke nutzt bzw. genutzt hat. Falls man eine Bilanzierung durchführt, ist eine Sonderabschreibung nur dann möglich, wenn der Wert des Firmenvermögens im Jahr vor der Anschaffung des Firmenwagens geringer als 235.000 Euro war. Wer seinen Gewinn dagegen nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kostenloses E-Book mit Tipps & Tricks) ermittelt, darf die Sonderabschreibung für seinen Firmenwagen genau dann nutzen, wenn der Vorjahresgewinn nicht höher als 100 000 Euro lag.

Schritt 4: Ermitteln der Auswirkung des Investitionsabzugsbetrags auf die Abschreibung
Wer für den geplanten Kauf eines Betriebsfahrzeuges den Investitionsabzugsbetrag von 40 Prozent vom Gewinn abgezogen hat, bei dem mindern sich die im Rahmen der Anschaffungskosten des Pkw ermittelten Abschreibungskosten um genau diesen Betrag und umgekehrt selbstverständlich auch die Höhe der Abschreibung selbst.

Bildquelle: Fotolia

Sponsored Post – Was ist das?

Top