Sommerreifen: Radmuttern nachziehen nach Reifenwechsel nicht vergessen

11.04.2018 13:14 Uhr | geronimo

Der Winter hat sich dieses Jahr sehr lang hingezogen und war dann quasi schlagartig beendet. Daher steht derzeit bei vielen der Wechsel von Winterreifen zu Sommerreifen an, der entweder in einer Werkstatt oder selber erledigt wird. Unabhängig davon sollte nach einiger Zeit unbedingt noch einmal Hand angelegt werden

Wer nach dem langen Winter seine Sommerbereifung auf dem Fahrzeug montiert, sollte nach einer gewissen Zeit noch einmal tätig werden. Das Reifen/Räder-Test-Center RTC des TÜV Süddeutschland hat dazu eine interessante Erklärung veröffentlicht, auf die wir nachfolgend kurz eingehen werden:

Bei vielen heute im Einsatz befindlichen Radbefestigungen kann ein Lockern von Radschrauben im Fahrbetrieb nach einem Radwechsel nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Als Einflussgrößen waren die Radlast, die Motorleistung, die Werkstoffpaarung Schraube/Radträger und der Korrosionszustand der Anschlussfläche feststellbar. Daher empfiehlt das RTC grundsätzlich nach jeder Radmontage – ob durch Werkstätten der Fahrzeughersteller, des Fachhandels oder auch durch Privatpersonen – das Nachziehen der Befestigungsteile nach einer Fahrstrecke von mindestens 20 km und maximal 200 km.

Wichtig ist erst einmal, dass man sich nicht stur an die oftmals zu hörende Angabe „nach 50 km nachziehen“ halten muss, denn es werden bis zu 200 km Fahrstrecke als akzeptabel angesehen. Danach sollte man aber den Reifenhändler oder ähnliches aufsuchen. Und zwar unabhängig davon, ob man im Sommer mit Leichtmetallrädern (Alufelgen) oder Stahlrädern unterwegs ist, denn auch bei letzteren können sich die Radbolzen lockern – auch wenn dies noch weniger wahrscheinlich ist. Denn auch das lässt sich dem Text entnehmen: mit „nicht grundsätzlich ausgeschlossen“ ist gemeint, dass das Risiko eines abfallenden Reifens eher gering ist. Bei Stahlrädern reicht einfaches Nachziehen mit einem Radkreuz oder Radmutterschlüssel, bei Alurädern muss das korrekte Drehmoment mit einem Drehmomentschlüssel eingestellt werden.

Es gibt aber auch Fahrzeuge, bei denen das Nachziehen nicht notwendig ist, denn inzwischen gibt es zumindest teilweise Rad-Radbolzen-Kombinationen, die sich quasi von selber sichern. Informationen dazu gibt es mit dem Auto oder beim Händler.

(Bildquelle: Michaela Schöllhorn / pixelio.de)

Meinung des Autors

Leider konnte ich schon selber sehen, dass sich Radmuttern nach dem Reifenwechsel auch wieder lockern können. Und zwar, als jemand bei einem Fahrsicherheitstraining(!) mit schlackernden Alurädern angetreten ist. Insofern sollte man unbedingt noch einmal den korrekten Sitz der Radmuttern prüfen, sonst kann es böse enden - und das ganz unabhängig von der Felgenart.

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