Skoda Vision X: Studie eines SUV unterhalb des Karoq angekündigt

01.02.2018 15:08 Uhr | geronimo

Schon seit langem ist klar, dass Skoda sein SUV-Angebot ausbauen wird. Der große Kodiaq sowie der Yeti-Nachfolger Kodiaq sind bereits erhältlich, doch noch unten ist noch Luft. Ein Konzeptfahrzeug soll auf dem Auto Salon in Genf zeigen, wie die Serienversion des kleinen Crossover, für den es angeblich bereits einen Namen gibt, aussehen könnte

Als die ersten Spekulationen zu einem soften Geländewagen unterhalb des damaligen Yeti aufkamen, wurde von einem „aufgebockten Fabia“ ausgegangen, der etwas geländetauglicher als die aktuellen Scout-Sondermodelle ausgelegt werden wird. Was seinerzeit durchaus plausibel geklungen hat. Inzwischen hat die renditestarke und seit Jahren wachsende Volkswagen-Tochter aber deutlich mehr Selbstvertrauen, und auch eine eigenständige Designlinie entwickelt, weshalb man es offenbar nicht nur bei einem simplen Ableger eines bereits bekannten Modells belassen will.

Das legen zumindest die ersten Bilder einer Studie nahe, die jetzt veröffentlicht wurden. Zu sehen ist ein ziemlich kompaktes SUV, das deutlich flacher als seine großen Brüder wirkt. Der vermutlich eng mit dem auf der letzten IAA vorgestellten Seat Arona verwandte Serienfahrzeug dürfte die Proportionen, einige der scharfen Ecken, Kanten und Sicken, sowie möglicherweise auch die Gestaltung der Frontscheinwerfer übernehmen, deren Tagfahrlicht getrennt von Abblend- und Fernlicht angeordnet zu sein scheint. Interessant ist auch, dass man bei der Studie zu einer Zweifarblackierung zurückkehrt, bei der das Dach schwarz abgesetzt ist, wie das bereits bei einigen Sondermodellen von Fabia II, Roomster und Yeti der Fall gewesen ist.

Auch im Innenraum hat man bewährtes mit neuem vermischt. Die von anderen Modellen her bekannte durchgehende Leiste findet sich auch in der Studie Vision X wieder. Neu ist jedoch ein aufgesetzter Monitor, der nicht mehr im Armaturenbrett integriert ist. Der fertige Prototyp wird im März zusammen mit dem Facelift des Fabia auf dem Auto Salon in Genf vorgestellt. Einen Termin für die Markteinführung der Serienausgabe, die wohl Skoda Polar heißen soll, gibt es jedoch bislang noch nicht. Dafür hat Skoda einen anderes Datum genannt, denn bis zum Jahr 2025 „soll jedes vierte weltweit ausgelieferte Automobil der Marke über einen Plug-in-Hybrid- oder einen reinen Elektroantrieb verfügen“. Ob der kleine Offroader dazu gehören wird, wurde nicht verraten, ist angesichts der Fahrzeugklasse zumindest anfangs aber eher unwahrscheinlich.

Meinung des Autors

Als VW-Tochter hat Skoda erst eher langweilige und praktische Autos verkauft, bevor man eine Zeit lang mit einem etwas überzeichneten Design versucht hat, die Bekanntheit zu steigern. Inzwischen hat man seine Linie gefunden und entwickelt diese auch konsequent weiter. Jüngstes Beispiel ist mal wieder eine Studie, die jedoch einen gute Ausblick auf das Serienmodell eines neuen kleinen SUV liefern wird.

Ähnliche Artikel

Top