Schadensersatzansprüche im Dieselskandal können verjähren - Diese Fristen sollte man beachten

05.11.2018 12:18 Uhr | Zeiram

Es gibt ja durchaus gute Nachrichten zum Thema Dieselskandal, denn zum einen kann man evtl. Prämien für die Förderung eines neuen Wagens in Anspruch nehmen, oder man kann rechtlich gegen Händler und Hersteller vorgehen. Für letzteren Punkte gibt es aber Verjährungsfristen. Welche Verjährungsfristen man bei einer Forderung auf Schadensersatz im Dieselskandal einhalten sollte erklärt dieser Ratgeber.

Generell sollte man sich natürlich überlegen ob man überhaupt klagen will, da Gerichte hier trotz der Fakten nicht immer zu Gunsten des Käufers entscheiden. Strebt man aber eine Klage an sollte man schnell handeln, denn vor allem der Termin des Bekanntwerdens ist laut der Webseite Anwalt.de sehr wichtig. Da dies bereits im September 2015 der Fall war könnten viele Ansprüche Ende 2018 erlöschen. Es gibt aber keine einheitliche Regelung für die Verjährung.

Will man Schadensersatz vom Autohändler Aufgrund der Lieferung eines mangelhaften Artikels hat man bei einem Gebrauchtwagen in der Regel ein Jahr und bei einem Neuwagen zwei Jahre Zeit. Diese Frist könnte sich theoretisch auf drei Jahre verlängern wenn man dem Händler nachweisen kann, dass dieser beim Kauf das Problem absichtlich verschwiegen hat. Man könnte dem Händler hier eine Teilschuld ankreiden und so wenn nötig eine eigentlich abgelaufene Frist verlängern, sollte dies aber mit dem Anwalt seines Vertrauens prüfen.

Geht man gegen den Hersteller des Wagens direkt vor gibt es eine einheitliche Frist die drei Jahre dauert. Es ist dabei irrelevant ob es sich um ein gebrauchtes oder neues Fahrzeug handelt und auch wenn man genau davon erfahren hat. Hier gilt die Regelung, dass die drei Jahre erst am Ende des Jahres beginnen an dem man davon erfahren hat. Liegt man noch in der Zeit kann man ja auch den Ausgang der Musterfeststellungsklage, über die wir hier bereits berichteten, abwarten und sich ggf. auf diese berufen.

Bildquelle: Pixabay 1,2

Meinung des Autors

Wenn man Aufgrund des Dieselskandals klagen will sollte man die Fristen beachten. Auf jeden Fall sollte man sich dann vorher auch an die Rechtsberatung des Vertrauens wenden!
Top