Reparatur-Tourismus - welche Fallen gibt es?

06.09.2018 13:05 Uhr | Redaktion

Je nach Art des Schadens kann eine Reparatur am Auto teuer werden. Dies ist zum Beispiel bei einem Getriebeschaden, oder aber auch bei Defekten am Motor der Fall. Häufig überlegen Autobesitzer deshalb, die Reparaturen im Ausland durchführen zu lassen. Dies kann zwar funktionieren, birgt jedoch auch sehr große Risiken.

Eine Autoreparatur im Ausland ist oft mit Fallen verbunden.

Autoreparaturen im Ausland bieten Fallen

Der Reparatur Tourismus boomt. Gerade bei hochwertigen Fahrzeugen lohnt es sich unter Umständen, diese im nahegelegenen Ausland reparieren zu lassen. So werden viele Fahrzeuge zum Beispiel nach Osteuropa gebracht, um hier in Polen, Tschechien oder Ungarn und anderen Ländern repariert zu werden. Oftmals werden gleich mehrere Defekte behoben, bevor das Fahrzeug wieder nach Deutschland gebracht wird. Alternativ besteht auch in Deutschland die Option, zum Beispiel über die Werkstattvergleichsplattform Caroobi nach Festpreisangeboten zu suchen und hier eine qualitativ hochwertige Reparatur zu erhalten. Der Reparatur Tourismus ist mit vielen Fallen verbunden, denn oftmals wissen die Besitzer nicht, was mit ihrem Auto passiert, während es im Ausland repariert wird. Auch die Qualität der Reparatur kann in der Regel nur schwer abgeschätzt und bewertet werden.

Was ist bei der Autoreparatur im Ausland zu beachten?

Eine Autoreparatur im Ausland kann durchgeführt werden, ist jedoch durchaus kritisch zu betrachten. Das liegt unter anderem daran, dass oft nicht gesehen wird, welche Teile bei einer Reparatur verbaut werden. Ob es sich um neue, oder aber auch gebrauchte Teile handelt und ob diese zu 100% in Ordnung sind, kann meist nach kurzen Zeiträumen der Nutzung nicht mehr festgestellt werden. Ebenso ist es fragwürdig, wie es mit der Garantie auf die Reparatur und auf die Leistungen aussieht. Es ist durchaus denkbar, dass entsprechende Garantieleistungen natürlich auch nur im Ausland wahrgenommen werden können. Ein weiteres Risiko, das zum Beispiel bei hochwertigen Fahrzeugen wie z.B. teuren SUVs besteht, ist der Ausbau anderer Teile aus dem Auto oder der Austausch gegen minderwertige Bauteile. Dies geschieht oftmals so schnell, dass es vom Autobesitzer gar nicht beobachtet werden kann – wer steht schon mehrere Stunden daneben, wenn sein Fahrzeug repariert wird?

Die nachfolgenden Fragen helfen dabei, sich über die Risiken im Klaren zu werden:

  • Was wird repariert und gibt es einen Festpreis?
  • Wo wird repariert – freie Werkstatt oder z.B. Vertragswerkstatt?
  • Werden original Teile verbaut?
  • Können weitere Teile manipuliert oder entwendet werden?

Was den Preis angeht, ist darauf zu achten, dass unbedingt ein Festpreis definiert wird und dass z.B. keine zusätzlichen Arbeiten erledigt werden. Häufig kann es dazu kommen, dass weitere Teile als vermeidlich defekt deklariert werden und repariert werden müssen. Ob diese wirklich defekt sind oder nicht, lässt sich hinterher meist nur schwer feststellen, da die Kunden meistens lediglich am Telefon darüber informiert werden. Die Fallen beim Reparatur Tourismus sind in jedem Fall nicht zu unterschätzen und sollten ernst genommen werden.

Tipp: Markenwerkstatt bzw. Vertragswerkstatt im Ausland aufsuchen

Auch im Ausland haben viele renommierte Autohersteller eigene Werkstätten oder sogenannte Vertragswerkstätten, mit denen zusammengearbeitet wird. Hier werden originale Ersatzteile verbaut und gleichzeitig ist anzumerken, dass es dennoch Einsparpotentiale gibt. Diese ergeben sich meist daraus, dass die Ersatzteile zum Teil günstiger sind und vor allem die Lohnkosten bei einer Reparatur deutlich niedriger sind, als wenn diese in Deutschland durchgeführt werden würde.

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