PKW-Maut: ab wann Jahres-Vignetten teurer als Kurzzeit-Pickerl sind

31.07.2017 15:30 Uhr | geronimo

In einigen Ländern Europas gibt es ein Mautsystem, bei dem fällige Beträge zeitlich gestaffelt sind. Wer öfter und regelmäßig in diese Regionen fährt, kommt in Regel mit einer Jahresplakette günstiger weg. Ab einem gewissen Zeitpunkt sollte aber genau gerechnet werden, ob sich die Langzeitversion überhaupt noch lohnt

Die jährlichen Straßenbenutzungsgebühren fallen extrem unterschiedlich aus, die Beträge reichen von unter 30 Euro bis fast 140 Euro. Im Vergleich zu Kurzzeitplaketten, die es in der Regel für sieben bis zehn Tage oder alternativ für ein bis zwei Monate gibt, steht man sich damit aber oftmals trotzdem günstiger, wenn man das jeweilige Land bereist. Doch in den letzten Monaten jedes Kalenderjahres sollte genau gerechnet werden, ob sich der Jahresbeitrag noch lohnt.

In Österreich sieht es etwa so aus: die Vignette für das Kalenderjahr 2017 gilt noch bis 31. Januar 2018 und kostet 86,40 Euro. Für eine Zweimonats-Vignette werden 25,90 Euro fällig. Bis Ende Januar müssten so als „nur“ 77,70 Euro gezahlt werden. Noch günstiger sieht die Rechnung aus, wenn für das kommende Jahr ohnehin eine Jahres-Vignette gekauft werden muss. Diese gilt nämlich bereits ab dem 1. Dezember dieses Jahres. Zur Überbrückung wären dann nur 51,80 Euro fällig, es würden also fast 35Euro gespart werden. In Ungarn ist das Verhältnis sogar noch besser. Hier ist die Jahresvignette so teuer, dass sich der monatsweise Kauf der Zugangsberechtigung bereits ab April oder Mai eines Kalenderjahres lohnen kann.

In Bulgarien, der Slowakei, Slowenien und Tschechien gibt es nur Ein-Monats-Vignetten. Wer bis zum Start der nächsten Jahresmaut am 1. Dezember jeden Monat eine davon benötigt, steht sich mit der Jahresvignette aktuell noch günstiger. Sofern man aber in einem Monat nicht in eines dieser Länder reist, ist das Pickerl für das laufende Jahr noch günstiger. In Rumänien wird auch eine Drei-Monats-Variante angeboten, die nicht einmal das doppelte der Monats-Plakette und rund die Hälfte der Jahresgebühr kostet. Diese kann je nach Reiseprofil eine Alternative sein.

Übrigens: in einem eigenen Ratgeber haben wir erklärt, man die in manchen Ländern üblichen Maut-Aufkleber wieder entfernen kann.

Meinung des Autors

Jahresgebühr oder doch die etwas unpraktischeren Monats-Pickerl: man sollte also je nach Land genau rechnen, welches die günstigste Maut-Lösung ist. Diese Gebühr ist unerfreulich genug, da sollte man nicht noch zusätzlich Geld verschenken, oder?
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