Nissan GT-R / C: Realismus pur durch Steuerung über Remote-Control der PlayStation

13.10.2017 12:09 Uhr | maniacu22

Auch wenn Rennsimulationen wie das am 18. Oktober für die PlayStation 4 erscheinende „Gran Turismo Sport“ eine unglaublich gute Grafik aufweisen, können diese bezüglich der Fahrphysik immer noch nicht ganz mit der Realität mithalten. Um diese Lücke zu schließen, hat der japanische Autobauer Nissan jetzt ein Experiment gewagt, bei welchem ein echter GT-R mittels Sony-Controller ferngesteuert wird. Der Name des Fahrzeugs lautet dazu auch passend Nissan GT-R / C

Moderne Rennsimulationen wie das für den 18. Oktober angekündigte „Gran Turismo Sport“ für die PS4 oder auch das bereits am 22. September veröffentlichte „Project Cars 2“ sehen zwar atemberaubend realistisch aus, doch bezüglich der Fahrphysik und somit auch dem Realismus können diese noch lange nicht mit einem originalen Fahrzeug wie zum Beispiel dem Nissan GT-R mithalten.

Der japanische Autobauer Nissan hat jetzt den Nismo-Rennfahrer Jann Mardenborough mit einem R/C-Controller der PlayStation 4 ausgestattet – „R/C“ steht für „Remote Control“ und bedeutet soviel wie „ferngesteuert“ – welcher damit einen Nissan GT-R / C über die Rennstrecke im britischen Silverstone jagen sollte. Da die Funkreichweite das Fahrzeugs nur etwa einen Kilometer betrug, saß Jann Mardenborough im Cockpit eines im Tiefflug über dem Parcours fliegenden Robinson R44 Raven II Helikopters. Hier hatte er via PlayStation®4 DualShock®4 Controller die volle Kontrolle über insgesamt vier im Fahrzeug eingebauten Roboter, welche die Befehle lenken, beschleunigen, bremsen und schalten übernahmen. Obwohl die Remote-Befehle bis zu 100 Mal in der Sekunde übertragen wurden und somit ein sehr präzises Fahren ermöglichten, konnten im Ernstfall zwei weitere „Piloten“ auf die Steuerung zugreifen um zum Beispiel den Motor abzustellen oder eine Vollbremsung zu tätigen.

Auch wenn Nissan dem GT-R /C nur eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h erlaubt hat, konnte Mardenborough in der Spitze 211 km/h erreichen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wurde mit 122 km/h ermittelt, womit die schnellste Runde innerhalb von 1:17:47 absolviert werden konnte. Rennwagen, die auf diesem 2,6 Kilometer langen Rundkurs fahren, können im Mittel eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 134 km/h nachweisen.

Meinung des Autors

Obwohl sich die Grafik der Rennsimulationen in den vergangenen Jahren deutlich zum Positiven entwickelt hat, scheint man bezüglich der Fahrphysik einfach nicht mehr sehr viel weiter zu kommen. Ich finde dieses Experiment von Nissan beeindruckend, da man hier bei einem Fehler zwar selbst keinen Schaden nimmt, aber immerhin ein über 100.000 Euro teures Fahrzeug schrottet, was bei einer Computer-Simulation nicht der Fall ist. Dann lieber doch eine nicht ganz perfekte Fahrphysik bevorzugen? Was meint ihr?
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