Neuer Opel Mokka X: auf Peugeot-Plattform und mit Elektroantrieb

08.05.2018 14:47 Uhr | geronimo

Ende kommenden Jahres will Opel den Nachfolger des SUV Mokka X vorstellen, der sich zwischen den bereits erhältlichen Modellen Crossland X und Grandland X einsortiert. Für die Rüsselsheimer ist der Zeitplan eine harte Nuss, denn die Entwicklung war auf einer Basis von General Motors gestartet worden, was inzwischen natürlich nicht mehr gewünscht ist

Der Mokka war das erste SUV von Opel und hat sich durchaus seinen Platz im Markt erkämpft. Dementsprechend wichtig ist die Neuauflage, die für kommendes Jahr geplant ist. Die Entwicklungsarbeiten waren offenbar bereits weit fortgeschritten, sind dann aber laut Opel- und Vuaxhall-Chef Michael Loscheller eingefroren worden. Der Hintergrund dafür klingt durchaus nach einer Ohrfeige für den ehemaligen Besitzer GM klingt, denn deren Plattform sei zu schwer und biete keine Möglichkeiten der Elektrifizierung. Also wurde kurzerhand auf eine technische Basis des neuen Mutterkonzerns PSA umgestellt.

Dabei ist noch unklar, ob es sich um die kleinere CMP- oder die größere EMP2-Plattform handelt. Die Tendenz geht allerdings zu ersterem, was aber dennoch einen um sechs Zentimeter verlängerten Radstand ermöglicht, der vor allem auf der Rückbank für mehr Platz sorgen soll. Fraglich ist angesichts dieser Gene allerdings, ob es wieder einen Allradantrieb 4×4 geben wird. Möglich erscheint auch, dass lediglich eine Traktionskontrolle wie bei den Schwestermodellen Peugeot 2008 und Citroen C3 Aircross zum Einsatz kommt.

Als gesetzt gilt hingegen der komplette Elektroantrieb, der dann auf Basis der e-CMP Plattform realisiert werden würde. Dazu sind aber noch diverse Fragen offen. Unklar ist unter anderem, ob das Elektrofahrzeug mehr oder weniger direkt ab Marktstart verfügbar sein wird, oder ob es erst (viel) später nachgereicht wird. Und zur möglichen Kapazität des Akkus und der damit verbundenen Reichweite gibt es bislang nicht einmal Spekulationen. Doch bei einer Premiere Ende 2019 und einem Verkaufsbeginn des Mokka X der 2. Generation ab Anfang 2020 dürfte alles unter realistischen 300 km als wenig zeitgemäß und marktgerecht gelten.

(Mit Material von: Auto Express)

Meinung des Autors

Die Entwicklungsgeschichte des kommenden Opel Mokka X verdeutlicht eindrucksvoll, welcher Wandel gerade in Rüsselsheim vollzogen wird. Dass man dabei auch mal eine Spitze gegen den alten Inhaber austeilt, erscheint nur menschlich. Ganz neutral betrachtet klingen die Pläne aber durchaus interessant - solange sich die Marke eine gewisse Eigenständigkeit bewahren kann.

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