Mercedes präsentiert erstes Assistenzsystem gegen Geisterfahrten

22.01.2013 16:24 Uhr | geronimo

Im vergangenen Jahr gab es mehrere tragische Falschfahrten mit Todesfolge, was zu einer Diskussion um Gegenmaßnahmen von Schildern bis zu reifenzerstörenden Einfahrsperren führte. Jetzt hat Mercedes ein system vorgestellt, dass innerhalb des Fahrzeuges auf elektronischen Weg vor einer Geisterfahrt warnt

Die Basis des „Real Life Safety“ Verkehrszeichen-Assistenten ist eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe, die in der Lage ist Einfahrverbotsschilder optisch identifizieren und die Information darüber an den Rechner der Bordelektronik übermitteln. Zusätzlich werden die optischen Informationen mit den Daten des Navigationssystems abgeglichen. Sobald das System eine drohende Falschfahrt erkennt, machen drei laute Warntöne und ein auf dem Display aufleuchtendes rotes Einfahrtverbotszeichen auf die Gefahr aufmerksam. Über diese Funktion hinaus dient als System zur Verkehrszeichenerkennung, wie sie bereits seit längerem in diversen Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Dabei weist der Assistent auf Tempolimits und Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder hin.

Das „Real Life Safety“-Assistenzsystem wird zunächst in der künftigen S-Klasse und in der kräftig überarbeiteten E-Klasse zu haben sein. Der Aufpreis für das System beträgt 351 Euro, allerdings kann es nur mit dem Command-Online-Navigationssystem für 3.150 Euro kombiniert werden. Bislang ist „Real Life Safety“ auch nur in Deutschland funktionsfähig, andere Länder sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt unterstützt werden.


Mit Material von: Daimler AG
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