Maserati Levante GTS mit Ferrari V8 ab Sommer - Erlkönig bereits unterwegs

13.02.2018 12:45 Uhr | geronimo

Der Maserati Levante S Q4 bringt es mit seinem Sechszylindermotor auf 430 PS, womit das SUV sicher nicht als untermotorisiert gilt. Doch manche der potenziellen Kunden wünschen sich sowohl mehr Leistung, als auch mehr Zylinder. Beides soll ab Mitte des Jahres zu bekommen sein

Für viele Fans der Marke ist ein Maserati nur dann ein Maserati, wenn unter der Haube ein Achtzylinder arbeitet. Im ersten Geländewagen der italienischen Fiat-Tochter sucht man ein solches Aggregat aber bislang vergeblich. Doch bereits in Kürze soll sich das ändern, wenn man diversen berichten glauben darf. Als Antrieb dient dann der 3,8 Liter große Biturbo-V8 von Ferrari, der bereits im Quattroporte GTS erhältlich ist und dort 390 kW / 530 PS leistet und 650 Nm Drehmoment liefert, was für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h sorgt.

Aufgrund des rund 200 kg höheren Gewichts und der deutlich schlechteren Aerodynamik könnte Maserati die Leistungsdaten im Levante GTS sogar verbessern. Gerechnet wird aktuell mit bis zu 550 PS sowie 700 Nm, was dann zu vergleichbaren Fahrleistungen führen wird. Dabei wird der leistungsstärkste Ableger von außen natürlich erkennbar sein. Das zeigen die ersten Erlkönig-Bilder (Bild oben), die jetzt unter anderem bei Auto Express aus Großbritannien aufgetaucht sind. Zu erkennen sind ein größerer unter Lufteinlass an der Front, sowie etwas versteckt angebrachte Auspuffendrohre. Zudem dürfte es die üblichen Anpassungen geben, darunter möglicherweise etwas breitere Radhäuser und ein Diffusor am Heck.

Die offizielle Vorstellung könnte bereits im März auf dem Auto Salon in Genf erfolgen, mit der Markteinführung wird nach der Sommerpause gerechnet. Die potenziellen Kunden werden allerdings tief in die Tasche greifen müssen, wie der bereits erwähnte Quattroporte zeigt. Bei diesem liegen zwischen S Q4 und GTS rund 47.000 Euro, weshalb beim Levante mit einem Grundpreis von rund 140.000 Euro gerechnet werden sollte. Der betuchten Kundschaft wird das aber wohl egal sein, denn diese freut sich über den vielleicht letzten echten Verbrenner – bevor Maserati zum Elektrofahrzeug-Hersteller umgestaltet wird.

Meinung des Autors

Ein Geländewagen von Maserati ist für viele Markenfans erst einmal schwer zu schlucken gewesen. Dass dieser dann zwar mit einem Diesel-Motor, nicht jedoch mit einem Achtzylinder-Benziner zu bekommen ist, hat die Laune nicht gerade gebessert. Der Levante GTS soll jetzt zur Versöhnung betragen, denn er kommt mit einem Spenderherz der Schwester Ferrari.

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