Lamborghini Aventador SVJ Jota mit 800 PS auf Testfahrt gesichtet

13.04.2018 13:01 Uhr | geronimo

Mit einer Leistung von bis zu 552 kW/750 PS ist der Lamborghini Aventador ganz sicher nicht untermotorisiert. Doch bei einer schnellen Runde auf der legendären Nordschleife des Nürburgring ist mittlerweile selbst der kleinere Huracán schneller, weshalb es wohl an der Zeit für etwas Doping ist

Unsere Übersicht der schnellsten Runden von Straßenfahrzeugen auf der Nordschleife zeigt, dass der Aventador in weniger als drei Jahren von Platz 3 auf Rang 6 zurückgefallen ist. Schmerzlicher als die aktuell erste Platz des Porsche 911 GT2 RS dürfte für die Italiener und ihre zahlungskräftigen Kunden sein, dass sogar der kleinere und preiswertere Lamborghini Huracán Performante schneller ist – und zwar um über sieben Sekunden. Doch demnächst dürfte die Audi-Tochter die Scharte auswetzen, denn laut Spekulationen ist ein leistungsstärkeres Top-Modell im Anflug. Passenderweise wurde ein erster Erlkönig auf der Nordschleife abgelichtet.

Dabei soll es sich angeblich um den Aventador SVJ handeln. Das „SV“ steht dabei für Super Veloce, also superschnell. Das J bedeutet in diesem Fall Jota und verweist auf ein Einzelstück des Lamborghini Miara, das durch den großzügigen Einsatz von Aluminium und anderen Werkstoffen rund ein Drittel leichter als die Serienversion gewesen ist und mit einem noch stärkeren Motor ausgestattet war. Auch ein Sondermodell des Diablo SE 30, das ebenfalls leichter und stärker war, wurde mit dieser Bezeichnung versehen. Insofern ist klar, was potenzielle Kunden vom Aventador SVJ erwarten dürfen: die Leistung des V12-Saugmotors soll auf rund 800 PS anwachsen, während eine verbesserte Aerodynamik, ein feststehender Heckspoiler gigantischen Ausmaßes sowie der noch großzügigere Einsatz von Carbon das Gewicht senken und die Fahreigenschaften verbessern.

Ab wann der Extremsportwagen, der sich auch im Innenraum abgespeckt wird, erhältlich sein wird, und welcher Preis dafür fällig wird, ist derzeit nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich um ein limitiertes Sondermodell handeln wird, für das ein erheblicher Aufschlag fällig wird und das eher in einer Sammlergarage verstaubt, als auf eine Rennstrecke auf Rekordjagd zu gehen. Es dürfte zudem die letzte Version des aktuellen Aventador sein, bevor der Nachfolger als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommt.

(Mit Material von: AutoExtrem)

Meinung des Autors

Bislang waren die SV-Modelle von Lamborghini in der Regel einfach nur (viel) stärker als die restlichen Versionen. Beim Aventador SVJ dürfte das J wie Jota ein klarer Hinweis dafür sein, dass neben mehr Leistung weniger Gewicht geboten wird. Mit dieser Kombination könnten sich die Italiener die Krone auf der Nordschleife holen, wobei Porsche sicherlich bereits an einer Antwort arbeitet.

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