Kraftstoffpreise: teures Rohöl lässt Spritpreise deutlich steigen

26.04.2018 12:33 Uhr | geronimo

Noch vor kurzem wurde von einer deutlichen Entspannung bei den Preisen für Benzin und Diesel berichtet, doch davon kann keine Rede mehr sein. Analog zum gestiegenen Rohölpreis muss auch an den Tankstellen mehr bezahlt werden. Und möglicherweise klettern die Beträge sogar noch weiter

Eine von den OPEC-Staaten beschlossene Drosselung der Ölforderung, aber auch die aktuell eher unsichere weltpolitische Lage wirken sich derzeit auf die Kraftstoffpreise aus. Dabei schien ersteres lange Zeit kaum Wirkung zu zeigen, doch inzwischen hat sich das geändert. Derzeit muss für ein Barrel Rohöl der Sorten Brent (fast 75 US-Dollar) und WTI (fast 70 Dollar) soviel gezahlt werden, wie zuletzt Ende 2014. Von den Höchstständen Mitte 2013 mit Beträgen von 110 Dollar und mehr ist man zwar noch ein gutes Stück entfernt, doch Pessimisten unter den Experten rechnen aus den genannten Gründen mit weiteren Verteuerungen.

Das bekommen derzeit auch die Autofahrer zu spüren, denn seit dem Jahres-Tiefststand von Mitte März sind die Preise laut ADAC ordentlich gestiegen. Beim Super E10 ging es innerhalb von sechs Wochen von durchschnittlich 1,313 Euro auf aktuell 1,384 Euro nach oben, was einer Erhöhung von über fünf Prozent entspricht. Beim Diesel ging es von 1,177 Euro auf 1,224 Euro aufwärts, was einen Mehrpreis von immerhin vier Prozent entspricht.

Von den extrem hohen Preisen im Jahr 2012 ist man zwar noch ein gutes Stück entfernt, doch die aktuelle Tendenz ist nicht erfreulich. Daher ist es umso wichtiger, den richtigen Zeitpunkt zum Tanken zu wählen, damit wenigstens die Schwankungen im Lauf des Tages ausgeglichen werden und der niedrigste Preis bezahlt wird. Das kann nämlich einen Unterschied von bis zu 10 Cent pro Liter ausmachen.

(Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de)

Meinung des Autors

Erst vor kurzem sah es so aus, als würde es Entspannung bei den Kraftstoffpreisen geben. Inzwischen haben aber zwei Faktoren dazu geführt, dass ein neuer Jahreshöchststand an den Tankstellen erreicht wurde. Und es könnte sogar noch teurer werden - was Umweltschützer vielleicht freut, die Autofahrer aber erheblich belastet.
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