Kraftstoffpreise steigen weiter: Spritpreise so hoch wie vor drei Jahren

02.05.2018 14:23 Uhr | geronimo

Mitte März schien die Auto-Welt noch in Ordnung, denn da waren die jüngsten Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel wieder ausgeglichen worden. Seitdem kennt die Preisentwicklung nur eine Richtung: aufwärts. Und das teilweise so deutlich, dass es sich in Geldbeuteln der Autofahrer schmerzhaft bemerkbar macht

Bereits in der vergangenen Woche haben wir über deutlich gestiegene Rohölpreise sowie eine unsichere weltpolitische Lage berichtet, die die Kosten für Kraftstoffe ordentlich nach oben treiben. Und die seinerzeit geäußerte Befürchtung, dass dies so weitergehen könnte, scheint sich zu bewahrheiten. Das zeigen zumindest die jüngsten Zahlen des ADAC, der von einer massiven Preissteigerung gegenüber der Vorwoche berichtet.

Demnach kostet der Liter Super E10 mit durchschnittlich 1,403 Euro fast zwei Cent mehr als vor Wochenfrist. Beim Diesel für derzeit 1,243 Euro beträgt der Aufschlag sogar über zwei Cent. Seit dem letzten Tiefstand Mitte März sind die Preise für Benzin um fast sieben Prozent gestiegen, beim Diesel waren es immerhin fast sechs Prozent Aufschlag. Ähnliche Beträge waren bei Super E10 zuletzt im August 2015 und bei Diesel im Juni des gleichen Jahres fällig. Von den absoluten Höchstwerten ist man aber noch ein Stück entfernt, denn im Sommer 2012 kostete Benzin rund 1,70 Euro pro Liter, während für Diesel 1,50 Euro fällig wurden.

(Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de)

Meinung des Autors

Donald Trump ist schuld. Der ist nämlich momentan für alles verantwortlich. Wobei man ihm einen Anteil an den aktuellen Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel vielleicht sogar anlasten könnte, trägt doch seine Politik zur Verunsicherung in der Welt bei. Doch der Hauptgrund ist sicher die begrenzte Fördermenge der OPEC-Staaten, die langsam wirkt - und an den deutschen Tankstellen ankommt.
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