Kilometerstand am Tacho manipuliert? - Darauf sollte man achten und so kann man sich schützen!

05.12.2018 13:10 Uhr | Zeiram

Nicht jeder der einem einen gebrauchten Wagen verkauft macht dies nur weil er eben ein Auto zu verkaufen hat. So mancher versucht hier durchaus durch Betrug Gewinnmaximierung zu betreiben, wie eben durch Manipulation des Tachostands. Ob man erkennen kann ob ein Tacho manipuliert wurde und was man machen kann wenn man eine Manipulation des Kilometerzählers bemerkt erklären wir in diesem Ratgeber.

Auf das Wie wollen wir hier gar nicht eingehen, denn auch wenn es mit Systemen in vielen neuen Wagen erschwert bzw. verhindert werden soll ist die Gegenseite auch nicht untätig und so gibt es sowohl bei neuen Wagen als auch bei alten Gebrauchten leider genug Möglichkeiten um den Zähler am Tacho zu verändern.

Generell kann man diese Manipulation als Laie auch nur schwer erkennen. Wenn man bei einem Wagen skeptisch ist, diesen aber eigentlich haben will hat man theoretisch nur Möglichkeiten wie:

  • In Absprache mit dem aktuellen Besitzer wenn möglich weitere vorherige Besitzer kontaktieren und nach dem Zählerstand erkundigen.
  • Den Wagen wenn machbar in einer Werkstatt auslesen lassen und so zusätzliche Daten ermitteln.
  • Nach Serviceheften, Unterlagen zur Hauptuntersuchung und ähnlichem fragen, da oft der Kilometerstand notiert wurde.
  • In einer professionellen Werkstatt evtl. den Wagen checken lassen und so Zustand und Tachostand abgleichen.

Wenn der Verkäufer einen dieser Punkte verweigert sollte man vielleicht schon vorsichtig sein. Auf jeden Fall sollte man aber bei jedem Kauf den Kilometerstand mit in den Kaufvertrag aufnehmen, damit dieser von beiden Seiten aktuell so bestätigt wurde. Sollte man hinterher dann feststellen, dass der Tacho doch manipuliert wurde, hat man durchaus rechtliche Möglichkeiten.

Gemäß § 22b StVG (Straßenverkehrsgesetz), Missbrauch von Wegstreckenzählern und Geschwindigkeitsbegrenzern, liegt hier nämlich eine Straftat vor die mit Geldstrafe oder sogar bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden kann, da es sich laut § 263 StGB (Strafgesetzbuch) eben um einen Betrug handelt bei dem man den Käufer absichtlich finanziellen Schaden, in diesem Fall durch zu hohen Kaufpreis oder Erwerb einer minderwertigen Ware, zufügen will.

Das Problem ist allerdings, dass man hier dann als Betroffener den Beweis erbringen muss vorsätzlich getäuscht worden zu sein. Was auf dem Papier recht leicht klingt kann in der Realität durchaus schwer werden.

Meinung des Autors

Augen auf beim Autokauf, auch wenn man den Tacho in’s Auge nimmt. Betrug ist möglich, das nachträgliche Erkennen eines solchen ebenfalls, aber das Ganze dann auch zu beweisen schwierig.

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