Kfz-Versicherungswechsel oftmals auch noch im Dezember möglich

06.12.2012 14:42 Uhr | geronimo

Eigentlich muss der Wechsel der Kfz-Versicherung bis zum 30. November erfolgen. Aber für viele Versicherte hat sich die Frist um einen Monat verlängert, ohne dass sie dies wissen

Die Tarife der Kraftfahrzeugversicherung wurden nicht nur wegen der neuen Uni-Sex-Tarife teilweise massiv angehoben. Sofern dies der Fall ist, ohne dass ein vorheriger Schadensfall vorliegt, steht dem Versicherungsnehmer eine außerordentliche Kündigung nach dem 30. November zu, denn die Frist hat sich durch die Erhöhungsmitteilung um einen ganzen Monat verlängert. Dies teilte jetzt der ADAC mit.

Der Automobilclub empfiehlt, sich die Schreiben zu den neuen Tarifen genau anzusehen, denn oftmals seien die Beitragssteigerungen nicht auf den ersten Blick zu erkennen, da sie von einer besseren Einstufung in der Schadenfreiheitsrabattstaffel verdeckt werden. Ein Sonderkündigungsrecht besteht auch, wenn sich die Versicherung „nur“ durch eine Änderung der Typ- und Regionalklassen verteuert hat. Die Kunden müssen im Kündigungsschreiben aber klar Bezug auf die Beitragserhöhung nehmen, da ansonsten die Kündigung abgelehnt werden kann. Die Kündigung sollte generell per Einschreiben mit Rückschein erfolgen.

Zudem rät der ADAC, bei einem Versicherungswechsel nicht nur auf günstige Beiträge zu achten, sondern auch die Versicherungsleistungen zu vergleichen. Auch eine Anfrage beim aktuellen Versicherer wird empfohlen, denn möglicherweise bietet dieser neue Tarife mit günstigeren Beiträgen, ohne den Kunden darauf aufmerksam zu machen. Von der bisherigen Versicherung gewährte Sonderrabatte muss die neu gewählte Versicherung nicht übernehmen, weshalb diese bei einem Preisvergleich unbedingt berücksichtigt werden sollten.

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