Jaguar beerdigt seinen Supersportwagen mit Hybrid-Antrieb

12.12.2012 16:00 Uhr | geronimo

Der indisch-Britische Autobauer Jaguar hat jetzt bekannt gegeben, dass er den in einer Kleinauflage von 250 Exemplaren geplanten Supersportwagen C-X75 nicht bauen wird. Zwei Käufer könnten sich dennoch finden lassen

Ursprünglich sollte der zusammen mit dem Formel-1-Rennstall Williams Engineering entwickelte Jaguar C-X75 von zwei je 35 kg leichten Jet-Turbinen angetrieben werden, die bei 80.000 Umdrehungen pro Minute 70 KW Leistung erzeugen sollten. Aus technischen Gründen wurde dieser Antrieb jedoch durch einen 1,6-Liter-Benzimmotor ersetzt. Zusammen mit vier Elektroantrieben, die jeweils 23 kg wiegen und in den Rädern verbaut werden, sollte der C-X75 schneller von 0 auf 100 km/h beschleunigen als ein Bugatti Veyron und eine Endgeschwindigkeit von 330 km/h erreichen. Dabei sollte der Supersportwagen weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Als Kaufpreis wurde eine Summe zwischen 800.000 und einer Millionen britischen Pfund in den Raum gestellt.

Jetzt hat Jaguar in einer Pressemitteilung das Ende des Projektes verkündet. Wie der Markenchef Adrian Hallmark mitteilte, sollen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Realisierung im Weg gestanden haben: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die wirtschaftliche Lage die Einführung eines Supersportwagens wie des CX-75 nicht hergibt“. Als man mit der Planung begonnen habe, sei man davon ausgegangen, dass sich die Marktsituation bis zur Fertigung des Fahrzeuges wieder entspannt hätte. Auf Grund der derzeitigen Situation würde es sich aber „falsch anfühlen“, ein Auto in dieser Preisregion auf den Markt zu bringen.

Jetzt soll die Forschung mit den fünf bisher gebauten Prototypen bis April oder Mai nächsten Jahres zu Ende gebracht werden. Anschließend werden zwei dieser Fahrzeuge unter 100 bekannten Kaufinteressenten versteigert. Ob diese dann allerdings mit einem Preis von „nur“ einer Million Pfund auskommen werden, wird sich erst noch zeigen müssen.


Mit Material von: topgear.com
Bildquelle: Jaguar
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