Hauptuntersuchung: HU überzogen - was tun und was es kostet

15.02.2018 15:20 Uhr | geronimo

Auch in diesem Jahr werden wieder Millionen Fahrzeuge zur Hauptuntersuchung antreten müssen. Da die Plakette nach der erfolgreichen Überprüfung inzwischen nicht mehr zurückdatiert wird, verzögern viele Autofahrer den Termin über den eigentlich vorgesehenen Monat hinaus. Das kann allerdings finanzielle und auch rechtliche Folgen haben. Um noch einmal auf die möglichen Nachteile hinzuweisen, veröffentlichen wir unseren Ratgeber zu diesem Thema erneut.

23.08.2016, 17:36 Uhr:
Alle Jahre wieder. Oder eher alle zwei denn dann müssen PKW in der Regel zur sogenannten Hauptuntersuchung, im Volksmund schlicht TÜV genannt. Doch viele Autobesitzer verlieren den fälligen Termin aus den Augen, was durchaus teure Konsequenzen haben kann. Nachfolgend erklären wir, welche Karenzzeit es gibt und welche Kosten danach möglich sind

Es gab Zeiten, da wurde jede Überziehung bei der Hauptuntersuchung mit einem Bußgeld geahndet. Seit einiger Zeit ist das aber anders, denn werden laut den aktuellen Bußgeldkatalog erst dann fällig, wenn der Termin um 2 oder mehr Monate überzogen wurde. Bis dahin drohen keine Strafzahlungen, und die danach fälligen Preise sind eher moderat. Folgende Beträge werden fällig:

  • 2 bis 4 Monate: 15 Euro
  • 4 bis 8 Monate: 25 Euro
  • über 8 Monate: 60 Euro / 1 Punkt

Doch ein Freifahrschein ist diese Karenzzeit definitiv nicht. Probleme kann es nämlich im Falle eines Unfalls geben, wenn die Versicherung die Fahrt ohne gültige Plakette als Fahrlässigkeit bewertet. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Mängel am Unfallfahrzeug entdeckt werden, denn dann kann dies sogar als grobe Fahrlässigkeit angesehen werden. In diesem Fall wird die Versicherung zwar den Schaden des Unfallgegner vollumfänglich begleichen. Beim Versicherungsnehmer hingegen könnte versucht werden, Beträge zurückzufordern.

Doch auch bei der eigentlichen Hauptuntersuchung droht Ungemach, nämlich dann, wenn die Frist um mehr als zwei Monate überzogen wurde. In diesem Fall wird eine erweitere Prüfung durchgeführt, deren Kosten 20 Prozent über dem normalen Satz liegen.

Allerdings darf man die Vorteile einer Überziehung nicht unerwähnt lassen. Seit einiger Zeit ist es nämlich (wieder) so, dass die neue Plakette nicht zurückdatiert wird. Mit anderen Worten: theoretisch braucht man nur alle 26 Monate zur Hauptuntersuchung, ohne dass man mit zusätzlichen Kosten rechnen muss.

Meinung des Autors

Früher war alles besser. Zumindest bei einer Überziehung des Termins für die Hauptuntersuchung für den PKW stimmt das nicht ganz, denn seit einiger Zeit geht es hier etwas entspannter zu. Trotzdem sollte man den Zeitpunkt im Auge behalten, denn sonst kann es doch ziemlich teuer werden.

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