Geschwindigkeitsüberschreitung: Fahrverbot früher möglich als viele denken

14.06.2018 12:41 Uhr | geronimo

Viele Autofahrer sind der Meinung, dass ein einmonatiges Fahrverbot bei Tempoverstößen erst dann möglich ist, wenn man innerorts mit 30 km/h und außerorts mit 40 km/h schneller als erlaubt erwischt wurde. Doch das kann ein fataler Irrtum sein, denn unter Umständen kann die Fahrerlaubnis auch unterhalb dieser Geschwindigkeit entzogen werden

Ein wenig schneller als zulässig unterwegs zu sein, ist für viele Autofahrer ein Kavaliersdelikt. Das liegt auch daran, dass die Strafen in Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland als eher milde betrachtet werden dürfen. Das gilt auch in Bezug auf ein mögliches Fahrverbot, das erst ab den in der Einleitung genannten Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgesprochen wird. Doch dabei gibt es eine wichtige Ausnahme bei Verstößen gegen ein Tempolimit, die den meisten Fahrzeugführern unbekannt ist.

Diese betrifft Wiederholungstäter, die innerhalb geschlossener Ortschaft bereits einmal mit 26 bis 30 km/h mehr als zulässig und außerorts mit 26 bis 40 km/h mehr erwischt worden sind. Wer ab der Rechtskraft des ersten Verstoßes innerhalb eines Jahres ein zweites Mal im Bereich dieser Werte erwischt wird, wird nämlich ebenfalls mit einer Sperre von einem Monat belegt.

Wichtiger Hinweis: diese Regelung gilt nur für Führer eines Pkw. Bei Pkw mit Anhänger oder bei Lkw gibt es ab zusätzlichen 26 km/h immer automatisch einen einmonatigen Führerscheinentzug.

(Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de)

Meinung des Autors

Schneller als erlaubt erwischt zu werden, ist in Deutschland zumeist günstiger als im Ausland. Ab einer gewissen Grenze droht jedoch ein Fahrverbot, was abschreckender als die fällige Geldstrafe ist. Daher bleiben Temposünder oftmals unter bestimmten Grenzwerten - was jedoch ein fataler Irrtum sein kann.

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