Geschwindigkeitsbegrenzung bei Nässe - Wann ist es nass genug für ein Tempolimit bei Nässe?

08.02.2019 15:33 Uhr | Zeiram

In der Regel weiß jeder wann er ein Schild für ein Tempolimit zu beachten hat, nämlich wenn man es sieht. Was ist aber, wenn es mit dem Zusatzschild „bei Nässe“ versehen ist? Wann man ein Tempolimit bei Nässe zu beachten hat klären wir in diesem kurzen Ratgeber.

Bereits in den siebziger Jahren hat der Bundesgerichtshof festgelegt ab wann eine Straße wirklich nass ist, nämlich wenn sich ein durchgehender Wasserfilm auf Ihr gebildet hat. In diesem Fall ist es dann auch egal wie dünn dieser Wasserfilm ist. Bildet sich beim Fahren auf einer solchen Straße eine Sprühfahne sind zusätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung bei Nässe zwingend einzuhalten.

Sammelt sich das Wasser nur in Spurrillen und anderen Unebenheiten der Fahrbahn und befinden sich nur einzelne Pfützen auf der Bahn sind diese Schilder somit nicht gültig. Gültig wären sie aber auch bei starkem Regen zu ungewohnten Jahreszeiten, denn auch ein starker Regen im Hochsommer kann für kurze Zeit einen Wasserfilm auf der Straße bilden, auch wenn er vielleicht so schnell wie er kam auch wieder verdunstet ist.

Missachtet man ein Tempolimit bei Nässe muss man wenn man angehalten wird mit den entsprechenden Geldstrafen, Punkten und Einbußen bis hin zum Führerscheinverlust rechnen die auch bei normalen Geschwindigkeitsübertretungen gültig sind. Verursacht man dazu einen Unfall handelte man dazu auch fahrlässig oder kann gar Vorsatz unterstellt bekommen.

Meinung des Autors

Wann ist nass eben nass genug? Das wurde vom BGH festgelegt und ist nicht wirklich Selbsteinschätzung.

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