Gericht stoppt vorerst Stellenabbau bei PSA Peugeot Citroën

30.01.2013 14:29 Uhr | geronimo

Der angeschlagene französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën will in Frankreich mehr als 8.000 Stellen abbauen. Jetzt hat ein Gericht dem Vorhaben – zumindest vorläufig – einen Riegel vorgeschoben

Der Sanierungsplan für die beiden Autobauer Peugeot und Citroën, der unter anderem einen massiven Stellenabbau vorsieht, wurde jetzt von einem Berufungsgericht in Paris gestoppt. Das Gericht ordnete an, dass beim von der Sanierung ebenfalls betroffenen Tochterunternehmen Faurecia Intérieurs Industries ein Beratungsverfahren eingeleitet werden muss, an dem auch Vertreter der Arbeitnehmer beteiligt werden. Inder ersten Instanz war ein entsprechender Antrag noch abgelehnt worden. PSA kündigte in einer ersten Stellungnahme an, dass dies nun unverzüglich geschehen werde.

PSA leidet unter der Abhängigkeit vom europäischen Markt und der Absatzkrise, von der vor allem jene Länder betroffen sind, in denen der Konzern traditionell stark vertreten ist. Unter anderem deswegen ist der Absatz des Gesamtkonzerns 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent auf knapp unter drei Millionen Fahrzeuge gesunken. Auch aktuell bekommt der Konzern die schwächelnde Nachfrage zu spüren. Laut Reuters USA wurden im slowakischen Werk in Trnava, in dem die Modelle Peugeot 207 und Citroën C3 Picasso gefertigt werden, am vergangenen Montag keinen Fahrzeuge produziert. Auch im Februar sollen an vier Tagen die Bänder still stehen.


Mit Material von: kfz-betrieb online
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