Freitag, der 13. mit erhöhtem Unfallrisiko oder nicht?

12.04.2018 12:58 Uhr | geronimo

Der morgige Freitag fällt wieder einmal auf den 13. Tag des Monats. Wer auch nur ein bisschen abergläubisch ist, sieht darin natürlich ein Problem. Ob sich das im Straßenverkehr statistisch belegen lässt, ist aber ein ganz anderes Thema. Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich eindeutig

Ob das Autofahren am Freitag, den 13., mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, wurde bereits vor einigen Jahren untersucht. Dafür hat der Automobilclub ADAC die Unfallzahlen der Jahre 2004 bis 2013 ausgewertet, und das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: an den 18 „Unglücks-Freitagen“ in diesem Zeitraum passierten im Schnitt 999 Unfälle mit Personenschaden, an den anderen Tagen waren es 1.001 Unfälle – was statistisch gesehen kein relevanter Unterschied ist.

Doch Entwarnung kann nicht gegeben werden, was aber nicht an der Zahl 13, sondern vielmehr generell am Wochentag liegt. An Freitagen passieren nämlich mit großem Abstand die meisten Unfälle, wie Zahlen aus dem Jahr 2013 belegen. An den 52 Freitagen dieses Jahres ereigneten sich im Durchschnitt 906 Unfälle mit Personenschäden, während es an den anderen Tagen durchschnittlich „nur“ 780 Unfälle waren. Begründet wird die Differenz mit dem generell höheren Verkehrsaufkommen an diesem Wochentag. Zudem kann der abfallende Stress nach einer langen Arbeitswoche für Unkonzentriertheit sorgen, während der Wunsch, endlich ins Wochenende zu kommen, zu höherer Geschwindigkeit und mehr Risiko führen kann. All das fördert Unfälle, weswegen an Freitagen generell besonders vorsichtig gefahren werden sollte.

Meinung des Autors

Auch ohne eine schwarze im zerbrochenen Spiegel unter einer Leiter sollte an einem Freitag den 13. besonders umsichtig gefahren werden. Das hat aber nicht mit Aberglauben zu tun, sondern ausschließlich mit Statistik. Und die ist ziemlich eindeutig, was Unfallgefahren angeht.
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