Fisker entlässt drei Viertel der Belegschaft

08.04.2013 12:19 Uhr | geronimo

Der amerikanische Hersteller Fisker, der für seine hochwertigen und sportlichen Hybrid-Limousinen vom Typ Karma bekannt ist, steckt weiter tief in der Krise. Jetzt musste das Unternehmen den Großteil seiner Angestellten die Kündigung erteilen

Die Krise des vom dänischen Designers Henrik Fisker mitgegründeten Unternehmen gleichen Namens spitzt sich zu. Wie jetzt amerikanische Medien berichteten, hat der Automobilhersteller am vergangenen Freitag 150 seiner zuletzt 200 Beschäftigten die Papiere in die Hand gedrückt. Nach Angaben der Firma wurde „leider einen Punkt erreicht, wo eine drastische Reduzierung unserer Belegschaft nötig wurde“. Bereits seit längerer Zeit sucht Fisker nach neuen Finanzquellen in Form einer Beteiligung oder gar eines kompletten Verkaufs, unter anderem bei chinesischen Investoren. Bislang sind diese Bemühungen aber ohne Ergebnis geblieben.

Die Lage bei Fisker hat sich dadurch verschlechtert, dass Kredite der US-Regierung eingefroren wurden, da weniger Modelle gebaut worden sind als im Kreditvertrag zugesagt worden waren. Zudem hat das Unternehmen ein versprochenes Massenmodell bislang noch nicht vorgestellt. Darüber hinaus hatte der Hersteller auch unter der Insolvenz des Akkulieferanten zu leiden, der einen Produktionsstopp nach sich gezogen hat. Über die zukünftige Strategie des Unternehmens hat es diverse Unstimmigkeiten gegeben, weswegen Henrik Fisker das Unternehmen vor rund einem Monat verlassen hat. Das Fehlen des kreativen Kopfes und Namensgebers dürfte potenzielle Investoren weiter verunsichern, weshalb das Ende der Krise nicht absehbar ist.


Mit Material von: automobilwoche
Bildquelle: Hersteller
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