Feinstaubplakette: Kosten, Anbringung und Bußgelder der Umweltplakette

31.08.2018 13:24 Uhr | geronimo

Seit mehr als zehn Jahren benötigen Fahrzeuge eine bestimmte Kennzeichnung, um in ausgewiesenen Umweltzonen fahren zu dürfen. Doch noch immer ist so manchem Autofahrer unklar, welche Pflichten vorgeschrieben sind und welche Strafen drohen

Die im besten Amtsdeutsch „Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung“ genannte Regelung zur Anbringung der sogenannten Umweltplakette ist am 1. März 2007 in Kraft getreten. Seitdem müssen Pkw und auch Lkw eine farbige Plakette tragen, damit sie in den entsprechend ausgewiesenen Zonen fahren dürfen. Die Plakette ist von innen im Randbereich der Windschutzscheibe anzubringen, und zwar so, dass sie von außen gut sichtbar ist und den Sichtbereich des Fahrers nicht einschränkt. Laut der oben erwähnten Verordnung muss die Plakette so „angebracht sein, dass sie sich beim Ablösen von der Windschutzscheibe selbst zerstört“ – eine Befestigung mit Klebestreifen ist daher nicht zulässig, auch wenn diese zumeist von den Ordnungsbehörden toleriert wird.

Der reguläre Preis der Plakette beträgt 5 Euro. Inzwischen erheben aber diverse Autohäuser, Werkstattketten, Prüforganisationen und andere Vertriebsstellen teilweise heftige Aufschläge, vor allem bei der Bestellung auf dem Postweg – dann können bis zu 15 Euro fällig werden. Doch das ist durchaus gut angelegtes Geld, denn Befahren einer Umweltzone ohne gültige Berechtigung wird mit 80 Euro geahndet (die auch dann fällig werden können, wenn die Anbringung mit Tesa oder ähnlichem beanstandet wird). Eine Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg gibt es allerdings nicht (mehr).

Es gibt allerdings auch zahlreiche Ausnahmen, laut denen Fahrzeuge keine Plakette benötigen. Das gilt unter anderem für Oldtimer mit H-Kennzeichen oder rotem „07 Kennzeichen“, bestimmte Fahrten von und für Schwerbehinderten, sowie für Fahrzeuge mit den Schlüsselnummern 03, 04, 09 und 11. Genauere Informationen dazu finden sich hier. Keine Ausnahme gibt es hingegen für Elektroautos, obwohl diese keine lokalen Emissionen ausstoßen.

Meinung des Autors

Über den Sinn und Zweck der sogenannten Umweltplakette kann man sicher lange streiten. Doch Fakt ist nun einmal, dass diese in bestimmten Zonen vorgeschrieben ist. Und wer sich nicht daran hält, muss für deutsche Verhältnisse ziemlich tief in die Tasche greifen.

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