Das 1x1 des Autozubehörs: Diese Produkte dürfen unterwegs nicht fehlen

01.11.2016 15:56 Uhr | Redaktion

Damit sich Autofahrer unterwegs bei diversen Zwischenfällen selbst helfen können, muss eine gewisse Grundausrüstung an Zubehör mitgeführt werden. Doch welche Elemente sind tatsächlich sinnvoll? Die nachfolgende Auflistung hilft beim Arrangieren des Equipments

• Wagenheber, Ersatzrad und Radkreuz

Ein Plattfuß ist ärgerlich, aber noch längst kein Grund den Pannenservice anzurufen. Mit dem passenden Zubehör lässt sich das Ersatzrad komfortabel und zügig selbstständig anbringen. Vorausgesetzt es sind Ersatzrad, Wagenheber sowie Radkreuz vorhanden. Mit Handschuhen erleichtert man sich den Radwechsel. Wird statt dem Ersatzrad mit Pannen-Set und Dichtmittel gearbeitet, muss auch die Vollständigkeit dieses Sets überprüft werden. Achtung: Dichtmittel für Reifen ist nicht unendlich lange haltbar und muss gegebenenfalls ausgetauscht werden muss.

• Starthilfekabel

Dass ein Fahrzeug nicht mehr anspringt, ist leider immer möglich. Häufig kommt es in den kalten Monaten des Jahres vor, wenn viele Autobatterien ihren Dienst quittieren. Passiert es unterwegs, kann die Panne überaus unangenehm und auch teuer werden. Beispielsweise dann, wenn kein Starthilfekabel griffbereit ist, um den Wagen mit Hilfe eines anderen Verkehrsteilnehmers und dessen Fahrzeug zu starten und die Pannenhilfe nötig wird. Um möglichst mobil zu bleiben, sollte ein Starthilfekabel daher zur Grundausstattung gehören. Damit das Starthilfekabel seine Arbeit erledigen kann, muss es für den jeweiligen Antrieb geeignet sein. Der Unterschied der Kabel besteht im Querschnitt. Vergleich.org, ein informatives Verbrauchermagazin mit diversen Produkttests, hat im Rahmen eines Starthilfekabelvergleichs unter anderem auf die verschiedenen Kabeltypen hingewiesen:

Der YouTube-Channel von Bosch Mobility Solutions zeigt im Video, wie die Starthilfe korrekt gegeben wird und welche Fehler es zu meiden gilt:

• Warnwesten

Ohne Warnwesten sollte keine Autofahrt starten. In Deutschland gilt seit Juli 2014 eine Warnwestenpflicht. „Pro Fahrzeug muss nach der neuen Vorschrift eine Warnweste für den Fahrer vorhanden sein“, wird unter dekra.de erklärt. Die Warnweste muss der Europäischen Norm EN ISO 20471 entsprechen. Empfehlenswert ist jedoch für jede Person eine eigene Warnweste griffbereit im Auto zu platzieren. Das erhöht die Sicherheit bei Unfällen und Pannen, weil alle Personen von herannahenden Fahrern früher erkannt werden.

• Warndreieck

Auch das Warndreieck ist gesetzlich vorgeschrieben und muss laut § 53a StVZO mitgeführt werden. Es dient dazu liegengebliebene Fahrzeuge zu markieren und andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen. Auffahrunfälle können damit vermieden werden. Das Warndreieck muss griffbereit im Wagen aufbewahrt werden. Schließlich bringt es wenig, wenn das wichtige Zubehör beispielsweise bei der Urlaubsreise unter sämtlichem Gepäck verstaut wird und im Ernstfall erst der gesamte Kofferraum ausgeräumt werden muss. Dann kann es längst zu spät sein.

• Schwamm
Mit Hilfe eines saugfähigen Tuchs oder Schwämmen lassen sich beschlagene Scheiben blitzschnell von überschüssiger Feuchtigkeit befreien. Für gute Sicht zu jeder Zeit.

• Ersatzbirnen

Das Mitführen von Ersatzbirnen ist in einigen Ländern in Europa Pflicht. Grundsätzlich ist es ratsam Ersatzbirnen für die Scheinwerfer mitzuführen, da ein ausgefallenes Licht durchaus gefährlich werden kann. Weil sich viele Lampen an einigen Fahrzeugen aber nicht ohne Weiteres austauschen lassen, ist der Weg zur Werkstatt oft unumgänglich.

• Verbandskasten

Gleichmaßen Pflicht ist das Mitführen eines aktuellen Verbandskastens. Das Erste Hilfe Set muss der DIN 13164 entsprechen und alle fünf Jahre erneuert werden.

• Parkscheibe

Die Parkscheibe ist ein wichtiges Utensil um Bußgeldern zu entgehen. Ihre Optik ist vorgeschrieben.

• Unfallbericht

Wenn es kracht, ist der Ärger groß. Um den Unfall möglichst reibungslos abzuwickeln, sollten in jedem Fahrzeug mehrere Exemplare des Europäischen Unfallberichts liegen. Im Falle eines Unfalls können die Daten aller Beteiligter aufgenommen und den Versicherungen die Regulierung erleichtert werden. Unter adac.de kann das Dokument direkt bestellt werden.

• Ersatz-Öl

Gerade bei längeren Fahrten ist ein Flasche Motoröl wichtig. Meldet sich das Lämpchen für die Ölstandanzeige, kann Öl direkt nachgefüllt werden, ohne an Tankstellen Unmengen an Geld zu bezahlen.

• Für den Winter: Eiskratzer, Decken und Co.

Im Winter wird zusätzliche Ausrüstung benötigt, um sich für die teilweise extremen Bedingungen zu wappnen. Sehr wichtig ist unter anderem der Eiskratzer. Er gewährleistet, dass die Scheiben von Eis befreit werden können, um die Fahrt mit guter Sicht anzutreten. Ein weicher Besen ist ideal zum Abfegen von Schnee auf Scheinwerfern, Blinkern, Scheiben, Dach und Motorhaube. Denn generell sind Autofahrer dazu verpflichtet ihr Fahrzeug von Schnee zu befreien, damit für hinterherfahrende Verkehrsteilnehmer keine Gefahr besteht. Eine wärmende Decke sollte ebenfalls mitgeführt werden, falls es zu einer Panne kommt und die Minustemperaturen eine Unterkühlung verursachen könnten. Eine Taschenlampe wäre ein praktisches Extra. Damit ein vereistes Türschloss kein Problem darstellt, lohnt es sich in der Jacke oder Handtasche ein Türschlossenteiser mitzuführen. Im Inneren des Fahrzeugs wäre dieses Produkt natürlich fehl am Platz. Sind die Bedingungen besonders hart, müssen Schneeketten aufgezogen werden. Liegen sie nicht im Auto, wäre das Weiterfahren zu gefährlich und die Fahrt muss abgebrochen werden.

Was es generell bei Pannen zu beachten gibt, erfährst du in unserem Autopannen-Ratgeber.

Foto Nachweis: McDowning (Plattfuß) – Rico_Loeb (Warndreieck) – Hans (Erste-Hilfe-Set) – Skitterphoto („Snow“) / pixabay.com
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