Bundesstraßen: blaue Säulen keine Blitzer - abrupte Bremsmanöver aktuell unnötig

28.06.2018 09:34 Uhr | geronimo

An diversen Bundesstraßen werden seit einiger Zeit ziemlich auffällige blaue Säulen mit diversen Fenstern installiert, die nach einer neuen Form einer Radaranlage zur Geschwindigkeitsmessung aussehen. Doch der Hintergrund ist ein ganz anderer, weshalb Autofahrer an den entsprechenden Stellen nicht hektisch bremsen müssen

Auf den ersten Blick sehen die blau lackierten Säulen mit einer Höhe von vier Metern (Bild oben) aus wie eine bislang unbekannte Art von Blitzern, denn hinter den eingelassenen Scheiben scheint sich jede Menge Technik zu befinden. Doch Autofahrer müssen vor den Säulen keine Angst haben, denn diese dienen einen gänzlich anderen Zweck. Und zwar dem, die Einhaltung der Mautpflicht für Lkw über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zu kontrollieren, die ab dem 1. Juli 2018 auch auf allen Bundesstraßen gilt.

Das ist aber offenbar längst noch nicht allen Autofahrern bekannt und bewusst. In letzter Zeit gibt es nämlich diverse Berichte, dass vor den Säulen verstärkt und ziemlich plötzlich auf das Bremspedal getreten wird. Das kann durchaus gefährlich sein, da nachfolgende Fahrzeuge durch dieses Verhalten in einen Auffahrunfall verwickelt werden können. Dabei ist das ganz unnötig, denn wie erwähnt, dienen die Masten nicht zur Geschwindigkeitskontrolle, weshalb auch keine nachfolgenden Strafen zu erwarten sind.

Zumindest nicht nach derzeitigem Stand. Für die Zukunft kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Hersteller von Überwachungsanlagen am Design der Mautsäulen orientieren, um die Autofahrer in eine trügerische Sicherheit zu wiegen. In diesem Zusammenhang muss natürlich der Hinweis erfolgen, dass man entsprechenden teuren Folgen ganz einfach entgehen kann, in dem man sich an vorgeschriebene Tempolimits hält.

(Bildquelle: Toll Collect)

Meinung des Autors

An Bundesstraßen sprießen seit einiger Zeit markante blaue Säulen wie die sprichwörtlichen Pilze aus der Erde. Wer glaubt, dass es sich dabei um Radarfallen handelt, liegt aber falsch. Entsprechende panische Reaktionen sind also völlig unnötig und gefährden den Verkehr. In Zukunft könnte es aber durchaus ein wenig anders aussehen.

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