BMW i8 Roadster bereits als Erlkönig unterwegs

16.03.2017 16:30 Uhr | geronimo

Der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 ist extrem ungewöhnlich, und gilt mittlerweile als zukünftiger Klassiker. Bereits seit längerem wird vermutet, dass die Münchner dem Coupé mit dem auffälligen Scherentüren eine offene Version zur Seite stellen werden. Diese wird aktuell getestet, doch bis er an die Kunden ausgeliefert wird, vergeht noch einige Zeit. Die größten Veränderungen wird es im Cockpit geben

Im Spätsommer vergangenen Jahres hatten wir die Gelegenheit, einen ausführlichen Test des BMW i8 durchzuführen (hier Teil 1 und Teil 2 unseres Fahrberichts). Kurze Zeit später präsentierte der Hersteller eine Studie eines i8 Cabrio (Bild oben), die besonders wegen der fehlenden Türen ins Auge gefallen ist. Dem Konzeptfahrzeug wurden dabei gute Chancen eingeräumt, es zu einer Serienproduktion zu bringen.

Entsprechende Versuchsträger, bei denen natürlich echte Türen vorhanden sind, wurden jetzt auf der Straße gesichtet. Auffällig ist, dass das Verdeck ziemlich klein ausfällt und in hochgezogenen Höcker hinter den Rücksitzen ausläuft. Zwischen diesen befindet sich eine Heckscheibe, die als Windschott dient. Analog zum 6er Cabrio – oder zum von uns ebenfalls getesteten McLaren 650S Spider – könnte die Scheibe auch versenkbar sein, um den Fahrtwind und auch das Motorgeräusch des erstaunlich voluminös klingenden Dreizylinder-Motors etwas intensiver zu erleben.
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Die britische Autoseite Autoexpress hat jetzt zahlreiche Bilder des sogenannten Erlkönigs veröffentlicht, die das Fahrzeug von allen Seiten zeigen. Zwei davon sind oben zu sehen. Bei der Betrachtung fällt auf, dass sich am grundlegenden Karosseriedesign nur wenig ändern wird. Sogar der große Spalt im Heckbereich bleibt vollständig erhalten, der beim Blick in den Rückspiegel den Eindruck einer Fahrt mit nicht ganz geschlossenem Kofferraumdeckel vermittelt.

Größere Veränderungen wird es aber im Cockpit geben. Hier soll ein völlig neues Bedienkonzept zum Einsatz kommen, bei dem die Einstellungen über ein Touchpad in der Mittelkonsole oder per Gestensteuerung vorgenommen werden. Der bisherige Dreh-Drück-Regler wird dann entfallen. Zudem dürften die Monitore im Armaturenbrett noch etwas größer ausfallen. Dabei wird es noch mehr Informationen und persönliche Konfigurationsmöglichkeiten geben. Wie das ganze ungefähr aussehen könnte, war bereits in der erwähnten Studie zu sehen.

Die potenziellen Käufer müssen allerdings noch reichlich Geduld aufbringen, denn mit der Premiere wird erst Ende dieses Jahres auf der IAA in Frankfurt oder Anfang nächsten Jahres auf dem Auto Salon in Genf stattfinden. Die Auslieferung erster Fahrzeuge wird dann rechtzeitig zur Cabrio-Saison 2018 erfolgen.

Meinung des Autors

Der BMW i8 ist eines der ungewöhnlichsten Fahrzeuge auf dem Markt. Das gilt sowohl für das Design der Karosserie, als auch für das Antriebskonzept. In Zukunft wird es sogar noch spezieller, denn dann kommt ein offener Roadster. Dieser wird noch mehr Fahrspaß vermitteln, und auch noch mit einem neuen Bedienkonzept aufwarten.

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