Betrug bei der Angabe zu Reichweiten für Elektroautos nach WLTP möglich? Das sind die Gründe!

17.04.2019 13:40 Uhr | Zeiram

Schon September 2018 hat der WLTP Standard den NEFZ Standard abgelöst und soll genauere Werte für Emission, Verbrauch und Reichweite ermitteln. Vor allem bei Elektroautos befürchten aber viele, das die Angaben noch ungenauer werden. Warum Betrug bei den Angaben nach WLTP weiterhin möglich sein soll haben wir hier einmal zusammengefasst.

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Für Diesel und Benziner gibt es hier genauer Vorschriften bei denen die Wagen auch auf der Straße getestet werden müssen, bei Elektroautos gäbe es diese Pflicht aber nicht. Dies wird damit begründet, dass es ja auch um die Einhaltung von Grenzwerten ginge, die den Elektromotor aber nicht betreffen. Vergleicht man nun alte Reichweiten nach NEFZ Standard mit neuen Angaben nach dem WLTP Verfahren sind diese zwar oft deutlich größer, aber viele halten auch die WLTP Werte für unrealistisch.

Hersteller würden dabei die Angaben unter optimalen Bedingungen feststellen, die man in der Realität vielleicht dann doch nicht immer oder vielleicht sogar gar nicht erreichen kann, denn Testumgebungen halten für Messungen nach dem WLTP Verfahren den Motor bei optimalen Temperaturen und auch der Einsatz einer Heizung, Klimaanlage oder anderer Faktoren wird nicht beachtet. Eine „normale“ Fahrweise wird daher vielleicht auch nur schwer die maximal angegebene Reichweite schaffen.

Meinung des Autors

Habt Ihr schon größere Unterschiede zwischen angegebener und tatsächlicher Reichweite bei einem oder Eurem eigenen Elektrofahrzeug feststellen können?

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