Autobatterie: bei tiefen Temperaturen Scheinwerfer als "Starthilfe" nutzen

01.03.2018 09:14 Uhr | geronimo

Derzeit hat eine echte Kältewelle Deutschland erfasst, was auch den ‚Tod‘ mancher Autobatterie bedeutet. Bevor man aber bei Startschwierigkeiten vorzeitig einen Automobilclub oder die Werkstatt des Vertrauens benachrichtigt, sollte man es erst einmal mit dem nachfolgenden Trick versuchen. Vielleicht kann damit die zum Starten notwendige Energie doch noch gefunden werden, bevor die Batterie getauscht wird. Um noch einmal auf diese Möglichkeit hinzuweisen, veröffentlichen wir unseren Ratgeber zum Thema erneut.

26.11.2013, 16:21 Uhr:
Bei niedrigen Außentemperaturen leiden viele Autos trotz relativ neuer und guter Starterbatterien unter Schwierigkeiten beim Anlassen. Hier kann ein Trick helfen, der auf den ersten Blick nicht wirklich logisch erscheint, aber dennoch funktioniert

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt haben viele Autos Probleme anzuspringen. Und zwar selbst dann, wenn die eingebaute Batterie in der Theorie genügend Strom für den Anlasser liefern sollte. Dafür gibt es gleich zwei Gründe: zum einen sorgt das kalte und somit deutlich zahflüssigere Motoröl für erhöhten Widerstand im Motor, den der Anlasser überbrücken muss. Zum anderen leiden die ebenfalls unterkühlten Batterien unter einem deutlichen Spannungsabfall, weswegen auch weniger Energie beim Anlasser ankommt und der Startvorgang zusätzlich erschwert wird.

Während sich die Probleme durch das zähflüssige Motoröl vor dem Starten naturgemäß nicht beseitigen lassen, gibt es jedoch einen Trick, der Batterie mehr Energie für den Startvorgang zu entlocken. Dazu sollten bei eingeschalteter Zündung die Scheinwerfer für 2 bis 3 Minuten eingeschalltet werden. Durch den Energiebedarf wird die Batterie aufgeheizt und liefert beim eigentlichen Startvorgang – vor dem die Scheinwerfer unbedingt wieder ausgeschaltet werden müssen – deutlich mehr Energie als eine völlig kalte Batterie.

Die funktioniert natürlich nur dann, wenn sich die Batterie in einem einwandfreien Zustand befindet. Bei älteren Batterien, die ohnehin bereits an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen sind, kann die beschriebene Prozedur sogar äußerst kontraproduktiv sein. Durch die vorherige Nutzung der Scheinwerfer könnte der Batterie genau das bisschen Strom entzogen werden, das dann zum Starten fehlt. Die übliche Lebensdauer einer Starterbatterie beträgt zwischen 4 und 6 Jahren, wobei Ausreißer sowohl nach unten als auch nach oben möglich sind. So können beispielsweise viele Kurzstreckenfahrten und die Nutzung zahlreicher Verbraucher wie starke Audioanlagen oder Sitz- und Scheibenheizung die Lebensdauer verkürzen, während sich häufige Langstrecken und ein warmer Stellplatz in der Regel positiv auf die Haltbarkeit auswirken. Aufschluss über die aktuelle Leistungsfähigkeit liefert ein Batterietest in einer Fachwerkstatt.

Bildquelle: Autozeitung

Meinung des Autors

Manche Dinge sind auf den ersten Blick total unlogisch - aber das ist am Ende total egal, wenn dadurch Probleme beseitigt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verwendung der Scheinwerfer als Starthilfe, um eine schwache Autobatterie wieder auf die Beine zu bringen. Auf Dauer kann das den Tausch der Batterie aber nicht verhindern.
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