Auffahrunfall - Wer ist schuld? Hat bei einem Auffahrunfall immer der Auffahrende Schuld?

14.12.2018 14:20 Uhr | Zeiram

Die Regelung bei einem Auffahrunfall ist für viele klar und so geht man davon aus, dass der auffahrende Teilnehmer immer Schuld ist oder zumindest eine Teilschuld hat. Ob dies zutrifft und ob der Auffahrende immer Schuldig ist klären wir in diesem kurzen Ratgeber.

So mancher pocht hier auf den Begriff für die „permanente Betriebsgefahr“, die ja quasi jeden Autofahrer zur Vorsicht ermahnt und geht dann gleichzeitg davon aus, dass bei einem Auffahrunfall der Hintermann immer etwas falsch gemacht hat. Die Regelung, dass der Auffahrende bei einem solchen Unfall immer Schuld hat ist aber schon öfter durch Urteile auf eine Teilschuld gesenkt worden und es kommt auch durchaus vor, dass der Aufgefahrene völlig von einer Schuld freigesprochen wurde.

Allerdings muss es für solche Urteile dann auch entsprechende Bewiese geben. Steht nur Aussage gegen Aussage hat der Auffahrende generell schlechte Karten, ganz egal wie der Unfallhergang tatsächlich stattgefunden hat. Als belegtes Beispiel für ein völlige Schuldfreiheit des Auffahrenden gelten zum Beispiel das Abbremsen des vorderen Fahrzeuges ohne jeden erkennbaren verkehrsbedingten Grund (Landgericht München I – Urteil vom 15.09.2005 – 19 S 7938/05), wobei dies natürlich nicht der einzige Fall ist.

Auch mit Beweisen hat man natürlich je nach Situation trotzdem die Teilschuld und wenn man die Möglichkeit dazu hat sollte man vielleicht vorher abklären ob sich ein Gang vor Gericht lohnen könnte und nicht wild drauf los klagen.

Bildquelle: Pixabay

Meinung des Autors

Man muss nicht immer schuld sein wenn man auffährt, man muss es nur eindeutig beweisen können…

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