Auf Landstraßen schneller als Tempo 100 km/h - wann es erlaubt oder verboten ist

02.07.2018 13:06 Uhr | geronimo

Die außerorts zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Land- und Bundesstraßen beträgt 100 km/h. So weit, so richtig – doch es gibt Ausnahmen, in denen auch höhere Geschwindigkeiten zulässig sind. Wann das gilt und wann nicht, erklären wir nachfolgend

Das grundsätzliche Tempolimit von 100 km/h auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften wird in zwei Fällen aufgehoben:

  • Wenn die Fahrspuren für die beiden Fahrtrichtungen baulich getrennt sind, etwa durch eine Mittelleitplanke oder entsprechende Betonelemente (gerne als Schnellstraße bezeichnet)
  • Wenn es mindestens zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung gibt, bei denen eine durchgehdende Linie als Trennung vorhanden ist

In diesem Fall gilt für Pkw ohne Anhänger analog zur Autobahn die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Dazu noch zur Erklärung:

  • Sofern die einzelnen Fahrspuren räumlich getrennt sind, darf sogar auf einspurigen Landstraßen schneller als mit Tempo 100 gefahren werden
  • Auf Straßen, bei denen es auf einer Seite zwei und auf der anderen Seite eine Fahrspur gibt (um das Überholen zu ermöglichen), gelten auf beiden Seiten maximal 100 km/h
  • Tempolimits durch Ortschaften und Zusatzschilder heben die Freigabe der Geschwindigkeit natürlich auf

Und selbstverständlich sollte sehr gut darüber nachgedacht werden, ob die Freiheiten tatsächlich ausgenutzt werden. Landstraßen zählen ohnehin schon zu den riskantesten Straßenabschnitten, und in Kombination mit hoher Geschwindigkeit wird es ganz sicher nicht ungefährlicher.

(Bildquelle: Maik Schwerle / pixelio.de)

Meinung des Autors

Die vielleicht meisten Autofahrer denken, dass man nur auf der Autobahn schneller als mit 100 km/h fahren darf. Dabei ist das nicht richtig, denn auch auf Landstraßen und Bundesstraßen kann es erlaubt sein. Ob das aber auch eine gute Idee ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ähnliche Artikel

Top