Audi, BMW und Daimler weiter auf Rekordkurs

10.12.2012 17:08 Uhr | geronimo

Der Finanzkrise in Europa zum Trotz haben die drei deutschen Premium-Hersteller Audi, BMW und Daimler in den vergangenen Monaten mehr Fahrzeuge ausgeliefert als jemals zuvor. Dafür sind vor allem die Absätze außerhalb von Europa verantwortlich

BMW hatte seine aktuellen Absatzzahlen bereits am Freitag bekannt gegeben. Demnach hat der bayerische Automobilhersteller im November mehr als 170.000 Autos ausgeliefert, was einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Insgsamt wurden seit Beginn des Jahres mehr als 1,66 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft, womit das gesamte Vorjahresergebnis von 1,67 Millionen Fahrzeugen bereits nach gut elf Monaten überboten wurde. In Asien legten die Absätze um fast 50 Prozent zu und auch in den USA konnte mit knapp 30 Prozent ein erhebliches Plus verbucht werden. Sogar auf dem schwächelnden europäischen Markt konnte BMW seine Absatzzahlen um nahezu zehn Prozent steigern.

Nicht ganz so erfolgreich war der Konkurrent aus dem bayerischen Ingolstadt. Dennoch konnte Audi im November im Vergleich zum Vorjahresmonat elf Prozent mehr Fahrzeuge ausliefern, was einer Gesamtzahl von 123.600 Autos entspricht. Seit Anfang des Jahres verkaufte Audi insgesamt 1,34 Millionen Autos, womit der gesamte Absatz des Vorjahres bereits jetzt um gut 30.000 Fahrzeuge überboten wurde. Auch bei Audi sorgten die Verkäufe in China und den USA für neue Rekordmarken, die die Verluste von 1,5 Prozent in Europa mehr als ausgleichen konnten.

Auch bei Daimler wurden so viele Autos wie noch nie in einem November verkauft. Insgesamt legten die Absätze um 5,3 Prozent im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres zu, was in der Summe 128.768 verkaufte Autos der Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach gbedeutet. Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern konnte der Automobilhersteller aus Baden-Württemberg aber auf dem Wachstumsmarkt China nicht zulegen, die dortigen Verkäufe waren im Vergleich zum Vorjahr sogar um 6,6 Prozent rückläufig. Dem will man bei Daimler jetzt entgegenwirken, weshalb am kommenden Mittwoch ein eigener Vorstand für den chinesischen Raum benannt werden soll. Damit folgt man bei Daimler dem Beispiel des Volkswagen-Konzerns, der diese Position bereits im Sommer dieses Jahres geschaffen hat.


Quelle: welt.de, handelsblatt.com
Bildquelle: auto-motor-und-sport
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