Alkohol am Steuer - Welche Strafen drohen wenn man alkoholisiert erwischt wird?

28.12.2018 10:49 Uhr | Zeiram

Alkohol am Steuer, egal ob am Steuer eines KFZs oder eines Fahrrades, wird natürlich auch zu Silvester bestraft und leider passiert es an solchen Tagen auch gerne einmal öfter. In diesem kurzen Ratgeber haben wir die aktuellen Strafen für alkoholisiertes Fahren zusammengestellt, aber auch Strafen für alkoholisierte Fußgänger können möglich sein.

Unter 0,5 Promille ist es durchaus möglich straffrei davon zu kommen. Da man das aber nur schwer selbst abschätzen kann und jeder auf Alkohol anders reagiert sollte man auf Selbsteinschätzungen und Faustregeln verzichten und sich wenn man schon trinkt nicht auf diese Grenze verlassen.

Wer mit 0,5 Promille bis 1,09 Promille ein KFZ bedient oder so als Fahranfänger generell gegen das Alkoholverbot am Steuer verstößt begeht „nur“ eine Ordnungswidrigkeit, aber auch diese bedeutet schon bis zu 500€ Geldstrafe, 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot. Dies setzt aber alles auch voraus, dass man keinen schweren Alkoholeinfluss zeigt.

Den Führerschein erhält man nach Ende des Fahrverbots wieder zurück, wobei sich bei einem Fahranfänger oder einem Fahrer unter 21 Jahren die Probezeit zusätzlich von 2 auf 4 Jahre verlängert. Dies gilt auch bei Promille-Werten unter 0,5 Promille, wobei dann aber eventuell nur 1 Punkt in Flensburg und 250€ Geldstrafe möglich sind.

Ab 1,1 Promille ist der Tatbestand für die Absolute Fahruntüchtigkeit erfüllt und man begeht somit eine Straftat. Es ist ab diesem Wert auch völlig irrelevant ob man dem Fahrer den Alkohol anmerkt oder nicht. Auch ohne feststellbare Ausfallerscheinungen gilt man als absolut Fahruntüchtig. Der Führerschein wird für mindestens 6 Monate entzogen, oder sogar für mindestens 12 Monate wenn man einen Unfall verursacht. Dazu gibt es eine Geldstrafe die sich aber nach den wirtschaftlichen Verhältnissen richtet.

Ab 1,6 Promille oder bei Wiederholungstätern muss man auch zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), oder von manchen salopp auch Idiotentest genannt. Diese Grenze ist aber auch für Radfahrer relevant, denn wird man so auf dem Fahrrad erwischt begeht man ebenfalls eine Straftat und muss neben einer Geldstrafe auch 2 Punkte in Flensburg und die MPU in Kauf nehmen. Wer die MPU nicht besteht verliert die Fahrerlaubnis.

Eine Promillegrenze für Fußgänger gibt es natürlich nicht, aber verursacht man unter Alkoholeinfluss einen Unfall oder Schaden in irgendeiner Form gibt es auch hier Strafen die durchaus härter ausfallen können als wenn das Ganze nüchtern passiert wäre. Manche glauben zwar, dass man auch hier Punkte in Flensburg erhalten oder den Führerschein verlieren könnte, aber das stimmt nicht. Wird allerdings ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr festgestellt muss man sogar mit Gefängnisstrafen rechnen.

Quelle Werte: ADAC, Bildquelle: Pixabay

Meinung des Autors

Wenn man schon trinkt sollte man seine Grenze kennen und auf jeden Fall das Fahrzeug stehen lassen. Wer es auch mit dem Laufen dann nicht mehr so hat kann ja ein Taxi nehmen…

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